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Édouard Carpentier verstorben
#1
Laut der kanadischen Seite Slam! Wrestling ist der ehemalige NWA World Heavyweight Champion Édouard Carpentier im Alter von 84 Jahren an einer Herzattacke verstorben.
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#2
RIP!!!

Und vor nen paar Tagen hab ich noch so überlegt, was er heute wohl noch macht. Abschied von einer großen Legende. Bye Bye Edouard.

Edit:
Ich schreibe ne Newsmeldung dazu.
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#3
Edouard Carpentier gestorben

Abschied von einer Legende: Nach dem Tod von Killer Kowalski (2008) und Gene Kiniski ist nun auch Edouard Carpentier im Alter von 84 Jahren gestorben. Er erlag am 30. Oktober 2010 einem Herzinfarkt.

[Bild: http://www.wwf4ever.de/team/ronald/carpe...80x419.jpg]

Edouard Wieczorkwicz, so sein richtiger Name, wurde 1926 in der Nähe von Lyon, Frankreich geboren. Seine Eltern stammten aus Russland und Polen. 1948 war er im französischen Amateurringer-Team bei den Olympischen Spielen in London. Gymnastik und Amateurringen bestimmten seine frühe sportliche Laufbahn, bevor 1952 im Pro-Wrestling debütierte. Ein wichtiger Trainer von Edouard war Henri DeGlane, Olympionike von 1924. Mit „Wieczorkwicz“ konnte man als Profi kaum durchstarten, also machte man daraus kurzerhand „Eddie Wiecz (Eddy Wiecz)“. 1954 besiegte er Felix Miquet und gewann eine Version vom European Heavyweight Title. Der deutsche Promoter Gustl Kaiser verpflichte ihn noch im selben Jahr erstmals für Auftritte in Karlsruhe. Eine nennenswerte Turnierplatzierung gab es für Eddie hier jedoch nicht.

Zurück in Paris kämpfte er am 14. November 1955 im Palais des Sports in einer Show, die seine Karriere für immer verändern sollte. Frank Tunney und Eddie Quinn, zwei NWA Promoter aus Kanada, sahen ihn hier kämpfen und es begann der Push zum Superstar. Quinn war es schließlich, der Eddie Wiecz in seiner Montreal-Promotion zum ultimativen Favoriten für den NWA World Heavyweight Title aufbaute. Und so kam es auch: Im April 1956 debütierte Wiecz als „Edouard Carpentier“ in Montreal gegen Angelo Savoldi. Der Name Carpentier entstammte dem Boxer Georges Carpentier. Nun war Quinn's Promotion zu dieser Zeit eine der erfolgreichsten und populärsten Promotions überhaupt. So dauerte es auch nicht mehr lange, bis „der Neue“ gegen das Zugpferd der Promotion, Killer Kowalski, antrat. Im Juni 1956 standen sie sich erstmals gegenüber und es reichte nur zum Unentschieden. Am 08. Mai 1957 schließlich besiegte er Kowalski um den Montreal World Heavyweight Title.

Quinn hatte derweilen viel mehr Pläne mit Edouard und konnte einen Titelkampf gegen Lou Thesz durchsetzen. Unter der Schirmherrschaft von Promoterriese Fred Kohler kam es am 14. Juni 1957 im Chicagoer International Amphitheater zum großen NWA World Heavyweight Title-Match. Thesz konnte aufgrund einer Rückenverletzung nicht weiterkämpfen, was den Ringrichter Ed Whalen dazu veranlasste, Carpentier als Sieger durch Disqualifikation auszurufen. Das Ende dieses Kampfes bot noch lange Zündstoff innerhalb der NWA. Eigentlich konnte der Titel nur durch Pin oder Aufgabe wechseln. Der Rückkampf vom 24. Juli 1957 in Montreal endete ebenfalls in einer Disqualifikation, als Carpentier den Ringrichter Yvon Robert attackierte. Trotzdem der NWA Präsident Sam Muchnick den Status von Carpentier als Champion im Nachhinein annullierte, kämpfte er als solcher zwischen Juni und August 1957. Carpentier war 71 Tage lang „Co-Champion“ neben Thesz, bis Muchnick letztlich den Status für ungültig erklärte. Er sagte: „The NWA does not, and at no time has recognized Edouard Carpentier as world heavyweight wrestling champion“. Aber er war es, da ihn Muchnick sogar selbst als Champion bezeichnete.

Die Situation um Carpentier spiegelte auch den internen Streit zwischen Muchnick und Quinn wieder. Auf der August-Konferenz der NWA 1957 verkündete Letzterer auch verärgert seinen Austritt aus dem Ligenverband. Andere Mitglieder folgten und Edouard wurde dabei zur Schlüsselfigur. Promoter Paul Bowser setzte ihn als Gegenchampion für Dick Hutton ein. Am 03. Mai 1958 verlor Carpentier im Boston Garden gegen Killer Kowalski. Die Geburtsstunde einer neuen Title-Version, wie ebenfalls im Midwest-Zirkel, als er im August 1958 gegen Verne Gagne verlor. Ein wichtiges Match hin zum 1960 eingeführten AWA World Heavyweight Title. Auch der Promoter Cal Eaton, vom Olympic Auditorium in L.A, erkannte Carpentier's Potenzial. Ende 1959 ließ er ihn erstmals als World Heavyweight Champion der neu formierten NAWA (North American Wrestling Association) antreten. Die Niederlage gegen den Superstar „Classy“ Freddie Blassie, am 12. Juni 1961, etablierte schließlich auch in Los Angeles einen neuen World Heavyweight Title.

The Flying Frenchman kämpfte weiter für Quinn in Montreal, bis dieser Ende 1963 seine Promotion schloss. Am 21. Juli 1960 erreichte der Kampf Edouard Carpentier – Buddy Rogers einen neuen Hallenrekord an Zuschauern für kanadische Shows. Das Match gegen Hans Schmidt im Montreal Deloromier Stadium 1961 sahen über 20.000 Fans. Nach Quinn's Rückzug wrestlete er in Johnny Rougeau's Promotion oder während der Saison 1978-79 als Tag Team Partner von Raymond Rougeau. Die spätere Laufbahn von Edouard im Wrestling charakterisierte seine Rolle als Trainer, Kommentator und Talent-Koordinator. So pushte er stark die Karriere von Andre The Giant. Edouard machte sich für das Business quasi unverzichtbar. Was ihn im Ring auszeichnete waren ohne Frage seine Drop-Kicks und Somersaults. Sein Können bewies auch als Amateurringer zwischen 1951 und 52 in einigen Greco-Roman Tournaments. Mit Edouard Carpentier starb eine weitere Legende des Pro-Wrestlings der 1950er und 60er Jahre.
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