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RDLAview: WWF Wrestlemania XIII - Review
#1
Wie bereits angedroht, wird auch ab und an eine etwas ältere Veranstaltung reviewt. Die erste davon wird Wrestlemania XIII sein. Wrestlemania XIII war die letzte WM Bret Harts und die erste bei der Steve Austin eine größere Rolle spielte. In der Retroperspektive kann man dies fast als Übergabe ansehen, obwohl man dabei eindeutig Shawn Michaels übergehen würde. Ansonsten gab es bei WM 13 Matches von Leuten, die leider viel zu früh verstorben sind, wie etwa Owen oder der Bulldog und es gab einen Psycho Sid, der in den letzten Tagen seinen endgültigen Rücktritt erklärte. Auch interessant den noch sehr jungen und grünen Rock zu sehen. Insgesamt versprach ein Blick auf die Card erst mal eine recht interessantes Tape. Das Match Billy Gunn vs. Flash Funk konnte ich leider nicht reviewen, da es damals nicht im TV gesendet wurde.

Four Corners-Tag Team Elimination Match
The Godwinns vs. The Headbangers vs. The New Blackjacks vs. Doug Furnas & Phil LaFon

Das Match war mehr ein Brawl als alles andere und leider ein Brawl der übleren Sorte. Furnas und LaFon versuchten etwas Technik einzubringen, scheiterten jedoch an den Gegnern und an ihrem eigenen Unvermögen an diesem Abend. Insgesamt zeigten fast alle untereinander Abstimmungsprobleme und nichts wirkte auch nur annähernd rund. Zuerst schieden die Blackjacks und Furnas/LaFon durch Countout aus. Das Tag Match zwischen den Headbangers und den Godwins war keinesfalls besser als das zuvor gebotene. Die Headbangers zeigten einige Spots (vor 6 Jahren konnte man das schon Spots nennen). Trotzdem reichte das keineswegs um das Match noch rumzureißen und es arg besser zu gestalten. Die Headbangers gewannen schlussendlich und ich war froh, dass es nur zehn Minuten gedauert hat.

WWF Intercontinental Championship Match
"The Rock" Rocky Maivia © vs. The Sultan

Das einzige interessante an diesem Match war einen noch recht grünen Rock mit einem komplett anderen Stil zu sehen. So ging er z.B. aufs Top Rope oder zeigte Drop Kicks, wobei man da schon froh sein kann, dass er diese heute nicht mehr im Repertoire hat. Das Match war an sich recht langsam geführt und auch mehr ein Brawl, der nicht viel unterhaltsamer als das Tag Team Match. Spannung und Intensität kam erst in den letzten zwei Minuten dazu, als der Sheek zugunsten des Sultans eingriff. Das Ende mit einem Einroller Rockys war dann allerdings wieder äußerst schwach. Ebenfalls kein gutes Match, wenn auch wegen dem jungen Rock recht interessant.

Hunter Hearst Helmsley vs. Goldust
Das erste Match was mich etwas zufriedener stimmte. Goldust hatte die erste Offensive und begann auch recht flott. Doch je mehr Hunter die Initiative übernahm desto langsamer wurde das Match. Es fehlte irgendwie die Intensität, die für ein derartiges Match nötig gewesen wäre. Besser wurde es erst wieder als Goldust zurück ins Match kam, da es dadurch auch wieder etwas schneller wurde. Zum Ende hin spielten die Begleiterinnen dann auch eine Rolle und Goldust wurde besiegt als er Marlena vor Chyna beschützen wollte. Ein angemessenes Ende, da die beiden Damen auch im Vorfeld eine gewisse Rolle spielten. Das Match an sich begann vielversprechend, flachte aber leider etwas ab. Ein HHH heute ist kein vergleich dagegen.

WWF Tag Team Championship Match
Owen Hart & The British Bulldog vs. Vader & Mankind

Um die Tag Team Titel ließ man zwei Heel Teams antreten und zumindest Vader und Mankind machten ihrem Heelstatus alle Ehre. So wurden Owen und Davey Boy immer wieder außerhalb des Ringes attackiert und auch sonst schienen für die beiden kaum Regeln zu existieren. Im Match selber boten aller vier einige schöne Aktionen und vor allem Owen steckte viel ein und verkaufte dies auch gut. Vader dagegen sellte wie gewohnt so gut wie nichts. Auch hier war das Match zu Beginn am stärksten und flachte immer weiter ab. Insgesamt war es mit über 16 Minuten auch etwas zu lange geraten. Das Ende hingegen war für zwei Heel Teams wieder passend ein Double Countout, wenn dieser auch etwas verbookt wurde in meinen Augen. Bis dato gab es jedoch in jedem Match ein Steigerung, so dass dies knapp bis zu diesem Zeitpunkt das Beste war.

Submission Match (Special Referee: Ken Shamrock)
Bret "Hitman" Hart vs "Stone Cold" Steve Austin

Das Match verlagerte sich schnell nach draußen und es gab einen mehrminütigen Brawl durchs Publikum, den man dem Match allerdings nicht hinzuzählen sollte, da dieser Brawl einfach sinnlos war. Wieder im Ring ging Bret dann auch auf Austins angeschlagenes linkes Knie los. Auch Austin versuchte sich an einigen Aufgabegriffen, doch trotz der Matchart standen diese eher im Hintergrund. Im Vordergrund stand vielmehr die Intensität, die beide Männer in das Match brachten. Natürlich half damals auch die Storyline, aber auch heute noch spürt man wie es in der Luft knisterte. Dabei setzten beide Männer auch immer wieder Gegenstände ein, die in einem normalen Match nicht hineingehört hätten. Für Austin gehörte dies zum Gimmick, während dies für Bret nur ein weiterer Schritt bei seinem Heelturn war, der sich in diesem Match vollzog. Neben den Gegenständen ging er wie ein Berserker auf Austins Knie los und auch auf eine Platzwunde, die er sich zuzog. Alles dies Aktionen, die man von einem Bret Hart bis dahin nicht kannte. Bret konnte das Match auch für sich entscheiden, doch gab Austin nicht auf, sondern vielmehr brach Shamrock das Match ab, da Austin bewusstlos wurde. Mit der nachfolgenden Attacke gegen Austin wurde Brets Turn dann endgültig durchgezogen. Eine sehr intensives Match, dass schon einige Wrestlinelemente enthielt, aber vollkommen auf die Story ausgerichtet war. Um Klassen besser als alles bis dahin gesehene.

Chicago Street Fight
The Legion of Doom & Ahmed Johnson vs. Farooq, Crush & Savio Vega

Und direkt wurde es wieder um einiges schlechter. Als Wrestlingmatch würde ich diesen Kampf jedenfalls nicht betiteln. Vielmehr war es ein mehr oder weniger sinnloses Draufgekloppe mit allen möglichen Gegenständen, wie Mülltonnen, Schlagstöcken und Schildern. Eine Art Matchfluss gab es nicht, sondern nur stumpfes Einprügeln. Das habe ich in allen möglichen andern Ligen schon besser gesehen und es war einfach nur eine Zumutung. Nach ca. zehn Minuten kam aus dem Nichts der Dommsday Devive und noch ein Schlag mit einem Holzbalken gegen Crush und das Match war beendet. Einfach nur grausam.

WWF Championship Match
Psycho Sid © vs. The Undertaker

Was kann man schon von zwei über zwei Meter großen und nicht gerade leichten Männern erwarten. Genau, einen Brawl und zwar einen schön langsamen Brawl. Und genau das ist es was Sid und der Taker zeigen, hautsächlich Schläge und Tritte. Die wirklichen Wrestlingmoves lassen sich an einer Hand abzählen. Sid setzt wenigstens außer Schlägen noch auf ein paar Haltegriffe, aber die sind auch eher 08/15 und daher eher zum Einschlafen geeignet. Kein Wunder also, dass im gesamten kaum Intensität zu spüren ist und es einfach nur so vor sich hinplätschert. Wenigstens am Schluss wird es noch ansatzweise interessant, als Bret Hart eingreift und so dem Undertaker zum Titel verhilft. Das Gelbe vom Ei war dieser Main Event trotzdem nicht.

Fazit:
Irgendwie hatte ich da eine andere Wrestlemania XIII im Kopf, doch als ich das Tape sah, war ich doch mehr als erschrocken. OK es war einerseits 1997 und da waren solche Matches eben an der Tagesordnung. Andererseits habe ich am Wochenende das letztjährige Ted Petty Invitational der IWA Mid South gesehen und war somit etwas von sehr guten Matches verwöhnt gewesen. Doch WM XIII war nun in meinen Augen einfach nur langweilig. Einziger Lichtblick war das Match Hart vs. Austin, welches man wirklich immer wieder ansehen kann. Aber der Rest mag vielleicht damals annehmbar gewesen sein. Aus heutiger Sicht ist er allerdings nur noch enttäuschend.
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#2
Mit dem Fazit muss ich dir recht geben.Es war zwar die erste WM die in der Attitude Zeit stattfand,doch sie war nur langweilig.Im Rueckblick vielleicht die schlechteste WM jedenfalls wirkt sie so auf mich.

Allerdings zur verteidigung der WWF muss man sagen,schuld hatte Shawn Michaels.1 Monat vor WM entschied er sich nicht fuer Bret denn Job zumachen,und so musste eine Loesung gefunden werden.Wm wurde innerhalb 1 Monats total umbesetzt,und man bekam im ME Sid vs Taker zusehen :nervous:
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#3
Es ging nicht um die Stories, sondern rein um die Matches. Und ich bin da bestimmt auch etwas voreingenommen herangeganegen, da ich eben sehr, sehr, sehr geniales Wrestling vorher gesehen hatte. (Review dazu kommt in ein oder zwei Wochen ;) .) Von der Card her las es sich auch nicht so schlecht und im Grunde hätte es auch nicht so schlimm sein müssen. Das Problem war nur, dass imo nicht alle das gegeben haben, was sie hätten geben können, bis auf eben Bret und Austin.

Auf die Begleitumstände einzugehen war mir doch etwas zu mühselig und gehört auch nicht in eines meiner Reviews hinein. Ich erinner nur an den Erklärungstext zum RDLAview. ;)
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#4
Ja ja okay Breites Grinsen ;)

Also ich fand auch die Card schlecht.Wie gesagt man musste sie umstellen.Aber Triple H vs Goldust dann Rock vs Sultan und noch Bulldog/Owen vs Mankind/Vader das alles sind Matches mit Wrestlern die nicht zusammen passen.Wrestlersich konnte man nicht viel erwarten.Wie gesagt bis auf Austin vs Bret Hart das war gut,aber sonst war kein gutes match imo dabei,nur standart.Ich fand denn Opener mit den Blackjacks usw nichtmal so schlecht,das war wenigstens ueberaschend.


Uebrigens war es die niedriegste WM Buyrate aller zeiten.
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#5
Noch eine kleine Anmerkung, die mir fast vor Lachen den Atem gekostet hat:

Als Bret und Austin durchs Publikum brawlten, kamen sie an einem riesigen Bettuch vorbei auf dem in großen Letter:

RF Video Tel:...

stand. Feistein hat seine Lakaien auch überall.

LMFAO LMFAO LMFAO
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