24.04.2012, 13:08
Ich wurde von einem PB User gefragt ob ich auch hier meine Meinung dazu beitragen will, also mache ich das mal. Es sind bisher schon einige interessante Beitraege zusammen gekommen zu einem wie ich finde sehr grossen und interessantem Thema. Sehr viele Dinge spielen dabei natuerlich eine Rolle, ueber jedes einzelne koennte man schon Seitenlange Threads fuellen. Am Anfang sei noch erwaehnt das ich WWE nicht mehr verfolge seit fast zehn Jahren. Hier und da sehe ich mal ein paar Minuten rein, und bekomme ein paar Informationen und Ergebnisse ueber das Internet mit. Ich versuche dennoch mal meine Meinung hier einzubringen.
Klar kann man sich ueber das Internet heutzutage ueber alles im Wrestling informieren, es gibt kaum mehr Geheimnisse. Bleiben deswegen Ueberraschungen aus? Die wenigsten weil es das Internet gibt, die meisten Ueberraschungen bleiben aus weil das Booking vorhersehbar und schlecht ist. Zumal das Internet eine sehr geringe Anzahl an Fans aus macht, die meisten Wrestling Fans informieren sich nicht so ueber das Internet, sie sind keine “Smarks“, und selbst wenn, so what? Wenn das Produkt stimmen wuerde waere es kein Problem. Aber warum ist ein Wrestling Match so unglaubwuerdig? Jeder der heute ein normales Wrestling Match sieht kann erkennen das es “Fake“ ist. Das war aber auch schon so vor 20 Jahren und davor auch. Wer wirklich wollte, konnte es schon vor 80 Jahren erkennen. Die Wrestling Matches die ich sah in meinem Leben wo ich am ende nicht wusste ob es Fake ist oder nicht kann ich an einer Hand abzaehlen.
Es gibt die sogenannte “suspension of disbelief“. Fuer diejenigen die nicht wissen was “suspension of disbelief“ ist, das bedeutet das man genau weiss das etwas Fiktion ist, aber waehrend dem schauen dieser Fiktion man nicht daran denkt, sondern sich unterhalten laesst davon, ohne daran zudenken das es Fiktion ist! Die “suspension of disbelief“ gibt es bei Filmen, Serien, Cartoons, Videospielen oder eben Pro Wrestling wo etwas unrealistisch passiert, wo man jedoch waehrend es passiert die Zweifel die man normalerweisse haette, nicht aufkommen laesst, um sich unterhalten zu lassen. Wenn ich mir ein gutes Wrestling Match anschaue, dann habe ich die “suspension of disbelief“, ich schaue es mir an ohne daran zu denken das es Fake ist. Das faellt mir bei einem Lou Thesz Match z.B. sehr leicht, weil er seine Matches auf Basic Holds und Moves aufbaute, super sellte, und die Matches logisch aufbaute. Klar kann man auch diese Matches als Fake entlarven wenn man will, aber es faellt einem leicht den Zweifel den man hat auszuschalten. Es gibt auch neuere Matches wo das zu genuege der Fall ist. Schon seit ueber 60 Jahren sehen Wrestling Fans wie die selben Spots wiederholt werden, in der selben Sequenz in den Matches (bei Routine Wrestlern wie Bret Hart oder Ric Flair). Sie sahen die wiederholten Finishes. Sie sahen die Angles wie sich verschiedene Sequenzen in ihnen immer wieder wiederholten. Sie sahen Wrestler die nicht gut waren, aber dennoch gepusht wurden. Die Fans glaubten trotzdem daran weil sie leicht ihren Zweifel ausschalten konnten.
So was ist gerade in den letzten 30 Jahren verstaerkt anders geworden im Professional Wrestling? Es ist die Praesentation! Die Promotions frueher haben nicht den Fans eine Show geliefert die den Fans ins Gesicht sagt das es Fake ist. Die Shows wurden frueher wie ein Contest praesentiert, und die Matches und Title haben etwas bedeutet. Das liegt nicht am Alter der Fans, an ihrem Gedaechtnis, das liegt nicht am Internet, oder an dem Wissen das man hat, das liegt an der ueberwiegenden heutigen Praesentation! Es ist sehr leicht den Zweifel zu vergessen, selbst heute noch mit Internet, vorausgesetzt die Praesentation stimmt. Die meisten US Promotions lassen es jedoch garnicht zu das man den Zweifel vergessen kann, durch ihre Praesentation des eigenen Produkts.
Es gibt Tausende Dinge was die Praesentation betrifft. Soll ich wirklich als Fan glauben das jemand einen harten Gegenstand wie etwa den Sledgehammer an den Kopf bekommt ohne Tod zu sein? Vom Auto ueberfahren? Wieso wird Wrestler A fuer etwas verhaftet, aber alle anderen die auch Straftaten begehen nicht? Wieso schlagen sich Wrestler mit Fauesten, aber man sieht keine Wunden am Kopf? Wieso brechen sie sich nicht die Hand, was normal waere wenn man mit der Hand auf den Kopf schlaegt? Wieso ueberhaupt schlagen Wrestler mit der Faust zu? Es ist bescheuert, der Handknochen ist lange nicht so stabil wie die Knochen im Gesicht und man wuerde sich die Hand brechen wenn man mit voller Wucht zuschlaegt ohne Handschutz. Es ergibt kein Sinn und laesst die Wrestler dumm aussehen die mit Fauesten schlagen. Wieso sind Faustschlaege im Pro Wrestling verboten, aber Tritte mit voller Wucht ins Gesicht erlaubt? Ergibt kein Sinn, letzteres kann noch gefaehrlicher sein aus Medizinischer Sicht. Wieso soll ich mich fuer zwei Wrestler interessieren die sich so hassen das sie sich umbringen wollen? Es sind Idioten und Straftaeter wenn sie das tun! Wieso spielt die Einzugsmusik eines Wrestlers wenn er einen Run In macht zum Ring? Ist er vorher beim Production Truck vorbei gelaufen und hat bescheid gegeben das er einen Run In macht? Ich koennte Tausende weitere Dinge aufzaehlen, aber ihr bekommt meinen Punkt. Durch so viele Dinge ist es so gut wie unmoeglich geworden die “suspension of disbelief“ zu haben. DAS hat sich geaendert, das ist keine Einbildung, keine Nostalgie eines aelteren Fan. Die Praesentation ist dafuer verantwortlich. Ich wuerde mir heute noch gerne Wrestling anschauen und dabei meine Zweifel ausschalten, aber das kann ich nicht bei aktuellen Produkten, selbst in Japan ist es mittlerweile kaum mehr moeglich, in Nord Amerika sowieso nicht.
Ich habe vor ein einigen Monaten ein normales WWE Match gesehen, ich weiss nicht wer die beiden Wrestler waren, der eine war schwarz und hiess Kingston oder so aehnlich (bin mir aber nicht sicher, also nagelt mich nicht darauf fest sollte es nicht stimmen). Das Match war nicht so lange, ich schaetze so um die 5-6 Minuten vielleicht. Dieser eine Wrestler sprang wie ein Flummi durch den Ring und bumpte wie verrueckt. Es sah spektakulaer aus, ergab aber 0 Sinn was er machte. Diese “Highflying“ Aktionen konnte er sicher gut, was er allerdings nicht konnte war Wrestling. In diesem Match hat er ein paar Basic Holds gezeigt, und er hat keinen einzigen richtig ausgefuehrt. Ich konnte erstens meinen Zweifel nicht ausschalten weil es so unrealistisch war was er zeigte, und zweitens muss ich davon ausgehen das er ein lausiger “Wrestler“ ist der nicht mal einen Headlock richtig ansetzen kann (koennen im uebrigen die wenigsten von denen ich es die letzten 10 Jahre sah). Das Finish des Matches? Natuerlich verpfuscht. Das gab es natuerlich frueher auch, versaute Finishes, aber die waren nicht so auffaellig, nicht so haeufig, und dann wurde improvisiert. Was machte Kingston? Er wiederholte einfach den selben Spot noch mal in der Hoffnung das er dieses mal funktionierte. Alles was er tat im Ring war nur ein austauschen von Moves und Spots. Es war unrealistisch und ich konnte meine Zweifel nicht ausschalten, also konnte ich es auch nicht geniessen was ich sah.
Ueber die ganzen Punkte die ich ansprach habe ich in meiner letzten Kolumne vor ein paar Jahren geschrieben, hier mal ein Link dazu:
hier
Chairshots sollten generell verboten werden, sie sind unnoetig und gefaehrlich. Frueher reichte ein Chairshot auf den Ruecken, dann Chairshots zum Kopf wo sich Wrestler mit den Haenden schuetzten, schliesslich waren es ungeschuetzte Chairshots, und dann etliche ungeschuetzte Chairshots gleich hintereinander. Das ist nur ein Beispiel von vielen das im Pro Wrestling es immer schon eine Entwicklung gab wo immer alles uebertroffen werden musste. Warum? Wenn man als Zuschauer das Gefuehl hat das etwas Wirksam ist, dann braucht man nicht eine Aktion die noch Wirksamer ist. Ein Piledriver etwa, ein Chairshot, wirksame Waffen frueher im Pro Wrestling. Warum nicht mehr? Weil sie uebertroffen wurden? Nein, weil zuerst diese Sachen nicht mehr genug gesellt wurden! Sie wurden zu oft gezeigt, dann nicht mehr als so gefaehrlich gesellt vom Wrestler der es einsteckte oder vom Booking, und dann passierte es das die Reaktionen der Zuschauer nach liesen. Ist ja logisch, wenn etwas als nicht mehr so gefaehrlich angesehen wird, und man es Regelmaessig sieht, dann braucht man darauf auch nicht mehr reagieren. Also wurden immer gefaehrlichere Aktionen gezeigt, und immer wieder passierte das selbe. Man sellte die Sachen nicht mehr richtig, und sie wurden staendig wiederholt, und wieder liesen die Reaktionen nach. Aber die Reaktionen liesen nicht nach weil der Move/Hold schlecht ist, sondern weil man es haeufig sah und weil nicht genug gesellt wurde.
Selling ist eines der groessten Bestandteile im Pro Wrestling, und es gibt so viele Wrestler die es nicht koennen (frueher genauso wie heute). Es gibt so viele Booker die es nicht verstehen wie sie Reaktionen von Zuschauern bekommen, also versuchen sie es mit der “Wir uebertrumpfen das bisherige“ Karte. Nur irgendwann ist ein Limit erreicht und es geht nicht mehr weiter. Bei etlichen Dingen im Pro Wrestling hat man es laengst erreicht und ueberschritten. Wrestler mussten Sterben weil man immer bessere Koerper sehen wollte, weil man immer hoeher gehen musste, weil man immer brutaler sein musste, weil man das bisherige immer uebertrumpfen musste. Wenn WWE also Schritte zurueck geht mit der “PG Era“ dann ist das gut und sie bekommen von mir davon Lob, selbst wenn man das nur macht um hoehere Werbeeinahmen zu haben, mehr Merchandise zu verkaufen und eine Wirtschaftliche Notwendigkeit bestand, und man es nicht vorwiegend aus den “richtigen“ Gruenden machte.
Ansonsten noch ein paar Anmerkungen:
Ich denke das Anliegen vom Threadstarter war vor allem auf die Qualitaet bezogen, und nicht die Quantitaet. Aber ich habe vor einigen Wochen gelesen dass es bei einer WWE Raw Show in den zwei Stunden der Sendung nicht einmal 15 Minuten Matchzeit gab. Fuer eine Show die abzueglich Werbung etwa 90 Minuten Sendezeit hat ist das enorm wenig, rein von der Quantitaet schon. Hier hat sich das Wrestling allgemein und WWE damit auch dahin entwickelt das pro Show es immer weniger Wrestling zusehen gibt. Dieser Fakt kann man an Matchzeiten ablesen pro Show. Es gibt immer mehr Dinge die sich ausserhalb eines Matches abspielen, Interviews, Backstage Segmente, Segmente die irgendwo aufgezeichnet wurden, Einzuege der Wrestler zum Ring, usw. usw. Der Fokus liegt immer weniger auf das was im Ring passiert sondern immer mehr auf andere Dinge die sich abspielen.
Ich habe die letzten Jahre kaum WWE geschaut, das was ich sah hat mich nicht interessiert weil ich es schlecht fand. Habe ich mal was gesehen was ich gut fand, blieb ich auch dabei, aber das kam so gut wie nicht vor. Ich finde schon das es im Pro Wrestling allgemein eine Entwicklung gibt das sich die Qualitaet verringert. Diese Entwicklung ist auch logisch, erstens wird immer weniger Fokus gelegt auf das Wrestling, also verringert sich die Qualitaet, und zweitens es gibt immer weniger Moeglichkeiten fuer Wrestler um zu arbeiten und die Kunst des Wrestlings zu erlernen. Es gibt Independent Promotions wo die wenigsten Professionel sind. Viele Trainingsmoeglichkeiten sind nicht gut. Das ist aber eine Entwicklung die es schon seit 30 Jahren gibt, nicht erst seit 10 Jahren. In den Territory Days gab es viel bessere und viel mehr Moeglichkeiten als Wrestler sich ausbilden zu lassen und zu arbeiten. Mehr Moeglichkeiten bedeutet auch, mehr aktive Arbeiter. Vor 30 Jahren war die Qualitaet im Pro Wrestling deswegen hoeher weil es mehr gute Wrestler gab, mehr Booker und Promoter die seit Jahrzehnten dabei waren. Damals gab es noch mehr schlechte Wrestler, Booker und Promoter wie es heute der Fall ist, aber damals gab es eben auch viel mehr Wrestler. Heute ist die Zahl der aktiven Professional Wrestler im Vergleich zu den 70er Jahren erheblich geschrumpft.
Hier ziehe ich mal kurz eine Parallele zu anderen Unterhaltungsbereichen. Ich denke nicht nur die Qualitaet im Wrestling hat nach gelassen, sondern die von vielen Unterhaltungsbereichen. Musik, Filme, und Fernsehen. Es gibt z.B. heutzutage sehr viel weniger Theater als frueher. Das bedeutet immer weniger Schauspieler haben die Moeglichkeit am Theater zu spielen und diese Kunst dort zu lernen. Die Folge: Die Qualitaet der Filmindustrie hat nach gelassen, nicht nur deshalb, aber das ist ein Grund. Das heisst nicht das es heute keine guten Filme mehr gibt, die gibt es heute genauso wie vor 50 Jahren, und auch schlechte Filme gab es frueher genauso wie heute. Nur das Verhaeltniss hat sich geaendert. Heutzutage haben die meisten Leute zuhause “Home Entertainment“, man muss nicht mehr ins Theater gehen (oder zum Sport), man schaut sich alles leicht von zuhause aus an. Auch diese Entwicklung war schon immer da, ist nicht neu. Die Unterhaltung ist “leichter“ geworden, und vor allem erfolgreicher, anspruchsvolle Unterhaltung gibt es auch, aber die ist meist weniger erfolgreich. Stattdessen immer mehr Sendeformate die kein Koennen oder nur wenig voraussetzen.
Im Pro Wrestling genauso, es wird heutzutage zwar mehr Athletik erwartet von Wrestlern, dazu muessen sie schauspielern (was sie nicht koennen), jeder muss Interviews fuehren koennen. Es gibt also mehr Anforderungen an Wrestler heutzutage die nichts mit dem Wrestling im Ring zu tun haben, die Folge davon: Es wird immer weniger koennen vorausgesetzt im Ring! Das ist aber auch eine Entwicklung die es auch schon immer gab, die ist nicht neu.
Puhhh, das war es jetzt von mir, wurde sehr lang und bin einige male abgeschweift, ich hoffe ich konnte auch meinen Beitrag zu dem Thema leisten.
Zitat:Die alte Schule des Wrestlings wird immer mehr mit Entertainment übertrumpft.Wie auch hier schon erwaehnt wurde, ich glaube dieser Eindruck ist so alt wie das Wrestling. Mein Vater brachte ihn schon, mein Opa auch…selbst Frank Gotch hat 1908 das “moderne“ Pro Wrestling kritisiert das es sich veraendert und zu Unglaubwuerdig wird. Wrestling IST Unterhaltung, nur die Art und Weise der Unterhaltung veraendert sich, aber die hat sich auch schon immer veraendert und wird sich immer veraendern. Warum? Weil sich die Gesellschaft und ihr Sehverhalten veraendert und weil sich die Medien (Fernsehen, PPV, Internet) mit denen man sich Unterhalten laesst veraendern. Wrestling reagiert wie jede andere Unterhaltungsform auch auf die Gesellschaft und das Sehverhalten, und dadurch das man darauf reagiert beeinflusst man auch wieder die Gesellschaft und ihr Sehverhalten. Paul Boesch meinte mal: “You don't make money by giving fans what they want or what they *think* they want... you make money by making them *want* what you have to give.” Gilt fuer jede Unterhaltungsform.
Zitat:Wenn ich mir so die alten Matches aus 2001 anschaue und sie mit heute vergleiche, sehe ich da nicht mehr die Klasse an Wrestling wie sie einmal da war.Mein Eindruck ist, gerade die Attitude Era der WWF wuerde ich als ueberwiegend mieserabel ansehen was In-Ring Qualitaet betrifft. Klar es gab z.B. im Jahr 2000/2001 gute Matches mit Triple H, Kurt Angle, Chris Benoit, Chris Jericho, Eddie Guerrero. Aber wie viel lausige Matches stehen denen gegenueber? Fuer jedes Top Match, fuer jede Top Fehde gab es mindestens 10 die mieserabel waren, die wurden nur vom Erfolg der gesamten Promotion ueberdeckt, und von einer meist interessanten Main Event Szene.
Zitat:Die wenigen wirklichen Talente die man noch hat dürfen gar nicht ihr volles Können zeigen, sonst stehen die vielen Pseudo-Wrestler die es gibt zu schlecht da.Das war bei der WWF so lange ich denken kann so. Es gibt unzaehlige Beispiele davon in der WWF/WWE Geschichte. The Beverly Brothers, Ted DiBiase, Steve Austin, The Bushwackers, The Steiner Brothers, Curt Hennig, Rick Martel, Taka Michinoku usw. Sehr viele Wrestler die mal zur WWF kamen, haben ausserhalb der WWF bessere Matches und Leistungen gezeigt wie bei der WWF. Das hat aber einen logischen Grund und ist einer der grossen Staerken der WWF/WWE wie ich finde. Wenn es zwei gute Wrestler gibt, wie etwa Bryan Danielson und CM Punk heute bei WWE, und beide das zeigen was sie koennen in einem langen Match, dann wird der restliche Roster schlecht aussehen. Also hat man bei der WWF immer die Top Wrestler an der kurzen Leine gehalten. Die Wrestler muessen sich dem WWF/E Standart anpassen, nicht anders herum.
Zitat:Ich finde, dass das Wrestling in der WWE vor allem ein Glaubwüridgkeitsproblem hat! In den Zeiten des Internets kann man eigentlich keinem älteren Zuschauer mehr vor machen, dass das was dort passiert etwas mit Realität zu tun hat.Ich glaube das Professional Wrestling allgemein hat ein Glaubwuerdigkeitsproblem, aber nicht wegen dem Internet. Das Internet kann nichts dafuer das das Produkt nicht Glaubwuerdig ist, das liegt zu 100% an dem Produkt! Es ist wie die Ausrede wenn das Rating schwach ist und man gerade immer etwas findet womit man es erklaeren kann. Das Rating ist schwach…oh das Wetter war schoen und die Leute sind lieber rausgegangen…es gab Monday Night Football….die neue Sopranos Staffel ist gestartet…gerade fand das US Open Finale statt…usw..usw. Komisch das die wenigsten das Produkt selbst als Referenz heran ziehen, den in 99% der Faelle kann man daran erkennen warum das Rating faellt oder steigt, oder warum es Glaubwuerdig ist oder nicht.
Klar kann man sich ueber das Internet heutzutage ueber alles im Wrestling informieren, es gibt kaum mehr Geheimnisse. Bleiben deswegen Ueberraschungen aus? Die wenigsten weil es das Internet gibt, die meisten Ueberraschungen bleiben aus weil das Booking vorhersehbar und schlecht ist. Zumal das Internet eine sehr geringe Anzahl an Fans aus macht, die meisten Wrestling Fans informieren sich nicht so ueber das Internet, sie sind keine “Smarks“, und selbst wenn, so what? Wenn das Produkt stimmen wuerde waere es kein Problem. Aber warum ist ein Wrestling Match so unglaubwuerdig? Jeder der heute ein normales Wrestling Match sieht kann erkennen das es “Fake“ ist. Das war aber auch schon so vor 20 Jahren und davor auch. Wer wirklich wollte, konnte es schon vor 80 Jahren erkennen. Die Wrestling Matches die ich sah in meinem Leben wo ich am ende nicht wusste ob es Fake ist oder nicht kann ich an einer Hand abzaehlen.
Es gibt die sogenannte “suspension of disbelief“. Fuer diejenigen die nicht wissen was “suspension of disbelief“ ist, das bedeutet das man genau weiss das etwas Fiktion ist, aber waehrend dem schauen dieser Fiktion man nicht daran denkt, sondern sich unterhalten laesst davon, ohne daran zudenken das es Fiktion ist! Die “suspension of disbelief“ gibt es bei Filmen, Serien, Cartoons, Videospielen oder eben Pro Wrestling wo etwas unrealistisch passiert, wo man jedoch waehrend es passiert die Zweifel die man normalerweisse haette, nicht aufkommen laesst, um sich unterhalten zu lassen. Wenn ich mir ein gutes Wrestling Match anschaue, dann habe ich die “suspension of disbelief“, ich schaue es mir an ohne daran zu denken das es Fake ist. Das faellt mir bei einem Lou Thesz Match z.B. sehr leicht, weil er seine Matches auf Basic Holds und Moves aufbaute, super sellte, und die Matches logisch aufbaute. Klar kann man auch diese Matches als Fake entlarven wenn man will, aber es faellt einem leicht den Zweifel den man hat auszuschalten. Es gibt auch neuere Matches wo das zu genuege der Fall ist. Schon seit ueber 60 Jahren sehen Wrestling Fans wie die selben Spots wiederholt werden, in der selben Sequenz in den Matches (bei Routine Wrestlern wie Bret Hart oder Ric Flair). Sie sahen die wiederholten Finishes. Sie sahen die Angles wie sich verschiedene Sequenzen in ihnen immer wieder wiederholten. Sie sahen Wrestler die nicht gut waren, aber dennoch gepusht wurden. Die Fans glaubten trotzdem daran weil sie leicht ihren Zweifel ausschalten konnten.
So was ist gerade in den letzten 30 Jahren verstaerkt anders geworden im Professional Wrestling? Es ist die Praesentation! Die Promotions frueher haben nicht den Fans eine Show geliefert die den Fans ins Gesicht sagt das es Fake ist. Die Shows wurden frueher wie ein Contest praesentiert, und die Matches und Title haben etwas bedeutet. Das liegt nicht am Alter der Fans, an ihrem Gedaechtnis, das liegt nicht am Internet, oder an dem Wissen das man hat, das liegt an der ueberwiegenden heutigen Praesentation! Es ist sehr leicht den Zweifel zu vergessen, selbst heute noch mit Internet, vorausgesetzt die Praesentation stimmt. Die meisten US Promotions lassen es jedoch garnicht zu das man den Zweifel vergessen kann, durch ihre Praesentation des eigenen Produkts.
Es gibt Tausende Dinge was die Praesentation betrifft. Soll ich wirklich als Fan glauben das jemand einen harten Gegenstand wie etwa den Sledgehammer an den Kopf bekommt ohne Tod zu sein? Vom Auto ueberfahren? Wieso wird Wrestler A fuer etwas verhaftet, aber alle anderen die auch Straftaten begehen nicht? Wieso schlagen sich Wrestler mit Fauesten, aber man sieht keine Wunden am Kopf? Wieso brechen sie sich nicht die Hand, was normal waere wenn man mit der Hand auf den Kopf schlaegt? Wieso ueberhaupt schlagen Wrestler mit der Faust zu? Es ist bescheuert, der Handknochen ist lange nicht so stabil wie die Knochen im Gesicht und man wuerde sich die Hand brechen wenn man mit voller Wucht zuschlaegt ohne Handschutz. Es ergibt kein Sinn und laesst die Wrestler dumm aussehen die mit Fauesten schlagen. Wieso sind Faustschlaege im Pro Wrestling verboten, aber Tritte mit voller Wucht ins Gesicht erlaubt? Ergibt kein Sinn, letzteres kann noch gefaehrlicher sein aus Medizinischer Sicht. Wieso soll ich mich fuer zwei Wrestler interessieren die sich so hassen das sie sich umbringen wollen? Es sind Idioten und Straftaeter wenn sie das tun! Wieso spielt die Einzugsmusik eines Wrestlers wenn er einen Run In macht zum Ring? Ist er vorher beim Production Truck vorbei gelaufen und hat bescheid gegeben das er einen Run In macht? Ich koennte Tausende weitere Dinge aufzaehlen, aber ihr bekommt meinen Punkt. Durch so viele Dinge ist es so gut wie unmoeglich geworden die “suspension of disbelief“ zu haben. DAS hat sich geaendert, das ist keine Einbildung, keine Nostalgie eines aelteren Fan. Die Praesentation ist dafuer verantwortlich. Ich wuerde mir heute noch gerne Wrestling anschauen und dabei meine Zweifel ausschalten, aber das kann ich nicht bei aktuellen Produkten, selbst in Japan ist es mittlerweile kaum mehr moeglich, in Nord Amerika sowieso nicht.
Ich habe vor ein einigen Monaten ein normales WWE Match gesehen, ich weiss nicht wer die beiden Wrestler waren, der eine war schwarz und hiess Kingston oder so aehnlich (bin mir aber nicht sicher, also nagelt mich nicht darauf fest sollte es nicht stimmen). Das Match war nicht so lange, ich schaetze so um die 5-6 Minuten vielleicht. Dieser eine Wrestler sprang wie ein Flummi durch den Ring und bumpte wie verrueckt. Es sah spektakulaer aus, ergab aber 0 Sinn was er machte. Diese “Highflying“ Aktionen konnte er sicher gut, was er allerdings nicht konnte war Wrestling. In diesem Match hat er ein paar Basic Holds gezeigt, und er hat keinen einzigen richtig ausgefuehrt. Ich konnte erstens meinen Zweifel nicht ausschalten weil es so unrealistisch war was er zeigte, und zweitens muss ich davon ausgehen das er ein lausiger “Wrestler“ ist der nicht mal einen Headlock richtig ansetzen kann (koennen im uebrigen die wenigsten von denen ich es die letzten 10 Jahre sah). Das Finish des Matches? Natuerlich verpfuscht. Das gab es natuerlich frueher auch, versaute Finishes, aber die waren nicht so auffaellig, nicht so haeufig, und dann wurde improvisiert. Was machte Kingston? Er wiederholte einfach den selben Spot noch mal in der Hoffnung das er dieses mal funktionierte. Alles was er tat im Ring war nur ein austauschen von Moves und Spots. Es war unrealistisch und ich konnte meine Zweifel nicht ausschalten, also konnte ich es auch nicht geniessen was ich sah.
Zitat:Da stimmt für mich einfach alles von vorn bis hinten. Die Kommentatoren sind voll bei der Sache und beim Match. Das Wrestling auf hohen Niveau, die Art wie man wrestlet, sich kackfrech die Finisher klaut und jedes mal denkt jetzt ist es zu Ende...aber nein KICKOUT und es geht weiter...sowas seh ich heutzutage nur noch sehr sehr selten. Nach spätestens dem 2. Finisher war es das in 99,99999% der Fälle gewesen, das war früher nicht so.Meine Meinung: Das sehe ich um genau 180 Grad anders. Zur Attitude Era wurde das bis zum Erbrechen gemacht was du beschreibst, so das es am ende nichts mehr bedeutete. Finisher bedeuteten nichts mehr weil jeder auskickte. Near Falls bedeuteten nichts mehr weil es sie staendig gab. Jeder Fall in der Attitute Era war ein Near Fall. Regeln bedeuteten nichts mehr bei der WWF weil jeder sie um ein vielfaches brach und selbst Referee`s nicht mehr darauf achteten. Matches wurden nach belieben nach draussen verlagert, und der Idiotische Referee ging mit anstatt beide auszuzaehlen. Wenn das heute anders ist bei WWE, dann super! Das waere ja klatt ein Grund wieder mal eine WWE Show sich anzuschauen. Und wieso sollte der Ringrichter nicht sofort jemand disqualifizieren wenn der Wrestler etwas falsches macht oder die Referee KO gehen? Die Goofy Referee`s und das nicht einhalten der Regeln waren meine groessten Kritikpunkte der Attitude Era. Gerade das machte die WWF u.a. so unglaubwuerdig, und gerade das fuehrte dazu das sich die WWF weiter entwickelte vom alten weg.
Auch einfach mal die Ringrichter ausnocken oder allgemein etwas mit den Ringrichter machen, ohne das sofort DQ kommt und das wars...sowas sehe ich heute auch nicht mehr.
Das Match kurz nach draußen verlagern, dann wieder rein in den Ring...einfach Sachen tun die unvorhersehbar sind und man das Gefühl bekommt jeden Moment passiert etwas anderes.
Ueber die ganzen Punkte die ich ansprach habe ich in meiner letzten Kolumne vor ein paar Jahren geschrieben, hier mal ein Link dazu:
hier
Zitat:Ich hab mir eben Lockdown angesehen und hier gibt es eben noch das Blading und den ein oder anderen Unprotected Chairshot. Natürlich ist das glaubwürdiger, denn wer würde schon mit einem Stuhl in der Hand eher auf den Rücken, statt auf den Kopf schlagen und danach gibts eben auch mal eine Platzwunde. Das gehört zum "Kampfsport" dazu und sollte beim Pro Wrestling eben nicht einfach ignoriert werden.Auch das sehe ich komplett anders. Auch darueber habe ich in der Kolumne geschrieben. Pro Wrestling ist kein Kampfsport, es simuliert nur den Kampfsport. Das heisst, im Idealfall verletzen sich die Wrestler nicht, und sie sollten so sicher wie moeglich Moves ausfuehren. Chairshots sind ein Wiederspruch im Pro Wrestling, den entweder sie sehen Fake aus (auf den Ruecken ausgefuehrt), oder sie sind echt! Chairshots kann man nicht faken, wenn man einen Chairshot auf den Kopf bekommt ohne sich zu schuetzen, dann ist das Automatisch eine Erschuetterung des Kopfs, und jede Erschuetterung ist eine Gehirnerschuetterung, sprich eine Verletzung. Wenn man das hundert und tausendfach macht dann ist irgendwann das Gehirn soweit beschaedigt das es erhebliche Gesundheitliche Folgen hat. Football Spieler, Eishockey Spieler und mittlerweile Pro Wrestler haben ein sehr hohes Risiko fuer Hirnschaeden wenn sie staendig den Kopf einer Erschuetterung aussetzen. Der Fall Chris Benoit haette spaetestens hier ein klares Umdenken erfordern sollen.
Chairshots sollten generell verboten werden, sie sind unnoetig und gefaehrlich. Frueher reichte ein Chairshot auf den Ruecken, dann Chairshots zum Kopf wo sich Wrestler mit den Haenden schuetzten, schliesslich waren es ungeschuetzte Chairshots, und dann etliche ungeschuetzte Chairshots gleich hintereinander. Das ist nur ein Beispiel von vielen das im Pro Wrestling es immer schon eine Entwicklung gab wo immer alles uebertroffen werden musste. Warum? Wenn man als Zuschauer das Gefuehl hat das etwas Wirksam ist, dann braucht man nicht eine Aktion die noch Wirksamer ist. Ein Piledriver etwa, ein Chairshot, wirksame Waffen frueher im Pro Wrestling. Warum nicht mehr? Weil sie uebertroffen wurden? Nein, weil zuerst diese Sachen nicht mehr genug gesellt wurden! Sie wurden zu oft gezeigt, dann nicht mehr als so gefaehrlich gesellt vom Wrestler der es einsteckte oder vom Booking, und dann passierte es das die Reaktionen der Zuschauer nach liesen. Ist ja logisch, wenn etwas als nicht mehr so gefaehrlich angesehen wird, und man es Regelmaessig sieht, dann braucht man darauf auch nicht mehr reagieren. Also wurden immer gefaehrlichere Aktionen gezeigt, und immer wieder passierte das selbe. Man sellte die Sachen nicht mehr richtig, und sie wurden staendig wiederholt, und wieder liesen die Reaktionen nach. Aber die Reaktionen liesen nicht nach weil der Move/Hold schlecht ist, sondern weil man es haeufig sah und weil nicht genug gesellt wurde.
Selling ist eines der groessten Bestandteile im Pro Wrestling, und es gibt so viele Wrestler die es nicht koennen (frueher genauso wie heute). Es gibt so viele Booker die es nicht verstehen wie sie Reaktionen von Zuschauern bekommen, also versuchen sie es mit der “Wir uebertrumpfen das bisherige“ Karte. Nur irgendwann ist ein Limit erreicht und es geht nicht mehr weiter. Bei etlichen Dingen im Pro Wrestling hat man es laengst erreicht und ueberschritten. Wrestler mussten Sterben weil man immer bessere Koerper sehen wollte, weil man immer hoeher gehen musste, weil man immer brutaler sein musste, weil man das bisherige immer uebertrumpfen musste. Wenn WWE also Schritte zurueck geht mit der “PG Era“ dann ist das gut und sie bekommen von mir davon Lob, selbst wenn man das nur macht um hoehere Werbeeinahmen zu haben, mehr Merchandise zu verkaufen und eine Wirtschaftliche Notwendigkeit bestand, und man es nicht vorwiegend aus den “richtigen“ Gruenden machte.
Ansonsten noch ein paar Anmerkungen:
Ich denke das Anliegen vom Threadstarter war vor allem auf die Qualitaet bezogen, und nicht die Quantitaet. Aber ich habe vor einigen Wochen gelesen dass es bei einer WWE Raw Show in den zwei Stunden der Sendung nicht einmal 15 Minuten Matchzeit gab. Fuer eine Show die abzueglich Werbung etwa 90 Minuten Sendezeit hat ist das enorm wenig, rein von der Quantitaet schon. Hier hat sich das Wrestling allgemein und WWE damit auch dahin entwickelt das pro Show es immer weniger Wrestling zusehen gibt. Dieser Fakt kann man an Matchzeiten ablesen pro Show. Es gibt immer mehr Dinge die sich ausserhalb eines Matches abspielen, Interviews, Backstage Segmente, Segmente die irgendwo aufgezeichnet wurden, Einzuege der Wrestler zum Ring, usw. usw. Der Fokus liegt immer weniger auf das was im Ring passiert sondern immer mehr auf andere Dinge die sich abspielen.
Ich habe die letzten Jahre kaum WWE geschaut, das was ich sah hat mich nicht interessiert weil ich es schlecht fand. Habe ich mal was gesehen was ich gut fand, blieb ich auch dabei, aber das kam so gut wie nicht vor. Ich finde schon das es im Pro Wrestling allgemein eine Entwicklung gibt das sich die Qualitaet verringert. Diese Entwicklung ist auch logisch, erstens wird immer weniger Fokus gelegt auf das Wrestling, also verringert sich die Qualitaet, und zweitens es gibt immer weniger Moeglichkeiten fuer Wrestler um zu arbeiten und die Kunst des Wrestlings zu erlernen. Es gibt Independent Promotions wo die wenigsten Professionel sind. Viele Trainingsmoeglichkeiten sind nicht gut. Das ist aber eine Entwicklung die es schon seit 30 Jahren gibt, nicht erst seit 10 Jahren. In den Territory Days gab es viel bessere und viel mehr Moeglichkeiten als Wrestler sich ausbilden zu lassen und zu arbeiten. Mehr Moeglichkeiten bedeutet auch, mehr aktive Arbeiter. Vor 30 Jahren war die Qualitaet im Pro Wrestling deswegen hoeher weil es mehr gute Wrestler gab, mehr Booker und Promoter die seit Jahrzehnten dabei waren. Damals gab es noch mehr schlechte Wrestler, Booker und Promoter wie es heute der Fall ist, aber damals gab es eben auch viel mehr Wrestler. Heute ist die Zahl der aktiven Professional Wrestler im Vergleich zu den 70er Jahren erheblich geschrumpft.
Hier ziehe ich mal kurz eine Parallele zu anderen Unterhaltungsbereichen. Ich denke nicht nur die Qualitaet im Wrestling hat nach gelassen, sondern die von vielen Unterhaltungsbereichen. Musik, Filme, und Fernsehen. Es gibt z.B. heutzutage sehr viel weniger Theater als frueher. Das bedeutet immer weniger Schauspieler haben die Moeglichkeit am Theater zu spielen und diese Kunst dort zu lernen. Die Folge: Die Qualitaet der Filmindustrie hat nach gelassen, nicht nur deshalb, aber das ist ein Grund. Das heisst nicht das es heute keine guten Filme mehr gibt, die gibt es heute genauso wie vor 50 Jahren, und auch schlechte Filme gab es frueher genauso wie heute. Nur das Verhaeltniss hat sich geaendert. Heutzutage haben die meisten Leute zuhause “Home Entertainment“, man muss nicht mehr ins Theater gehen (oder zum Sport), man schaut sich alles leicht von zuhause aus an. Auch diese Entwicklung war schon immer da, ist nicht neu. Die Unterhaltung ist “leichter“ geworden, und vor allem erfolgreicher, anspruchsvolle Unterhaltung gibt es auch, aber die ist meist weniger erfolgreich. Stattdessen immer mehr Sendeformate die kein Koennen oder nur wenig voraussetzen.
Im Pro Wrestling genauso, es wird heutzutage zwar mehr Athletik erwartet von Wrestlern, dazu muessen sie schauspielern (was sie nicht koennen), jeder muss Interviews fuehren koennen. Es gibt also mehr Anforderungen an Wrestler heutzutage die nichts mit dem Wrestling im Ring zu tun haben, die Folge davon: Es wird immer weniger koennen vorausgesetzt im Ring! Das ist aber auch eine Entwicklung die es auch schon immer gab, die ist nicht neu.
Puhhh, das war es jetzt von mir, wurde sehr lang und bin einige male abgeschweift, ich hoffe ich konnte auch meinen Beitrag zu dem Thema leisten.
