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W4E Biografien - ROBINET
#1
W4E Biografien - ROBINET

Truppen aus Kraftakrobaten, Ringern und sonstigen Athleten zogen durch Europa des 19. Jahrhunderts. Dabei wurde vielerorts eine bunte Schau aus Sensation gepaart mit Ringkämpfen sowie verschiedenste Kraftvorführungen geboten. Jene Ringer dieser Zeit, die ihre Kraft in Buden und Zirkussen präsentierten, waren die ersten Professionals des europäischen Ringkampfes. England und Frankreich waren in dieser Hinsicht die eigentlichen Vorreiter gewesen. Die von dort kommenden Ringer bereisten schließlich Mittel- und Osteuropa, wo sie die Kampfstile ihrer Heimat präsentierten, bekannt machten und dadurch ein Interesse an der Art der Schaustellung oder des Ringkampfes einleiteten. Einer aus ihren Kreisen war ein Franzose namens Augustus Faucet, der heute neben all den anderen französischen Ringern beinahe vollkommen vergessen ist. Obwohl er kein großer Champion war, lediglich ein Turniersieg ist datiert, umfasst seine Karriere als Ringer doch rund zwei Jahrzehnte. Am Beispiel von Faucet lässt sich eine Vielzahl der Karrieren von europäischen Ringern dieser Zeit rekonstruieren. Beim Zirkus gestartet, folgten Auftritte in Künstlertruppen bis hin zum Professional der großen Ringkampf-Konkurrenzen, die in den späten 1890er Jahren ihren Anfang nahmen. Dabei sollte er sich mit der Zeit auch als Veranstalter von Championaten und als Kampfleiter (Ringrichter) etablieren.

[Bild: http://www.wwf4ever.de/team//Robinet%201.jpg]

1864 in Toulon an der französischen Mittelmeerküste geboren, beginnt Augustus Faucet um 1882 seine Karriere als Ringer im Zirkus Pastorelli in Nizza. Es ist die Zeitspanne, wo sich Frankreichs Ringkampfszene zum wirklichen Professionalismus hin entwickelt, und der von dort kommende griechisch-römische Stil zur dominierenden Kampfweise in Europa wird. Daran sollte sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts auch nichts mehr ändern. Gab es vorher nur wenige bedeutende französische Ringer wie Charles Arpin, Faouet und Jean Dupuis, stieg ihre Zahl gegen Ende des 19. Jahrhunderts sprunghaft an. Bald kannte man eine ganze Reihe an Spitzenringern die sich in den großen Turnieren gegenüberstanden. In den 1880er Jahren dominierten Pietro Dalmasso, Jean Doublier und Felix Bernard die französische Szene. Sie reisten mit Künstlertruppen durchs Land bis zu den großen Schaubühnen in Paris, Bordeaux, Toulouse und Lyon. Ihnen schloss sich auch Faucet an, der unter zwei verschiedenen Pseudonymen auftrat. Zuerst als „Auguste Robinet" und dann als „Robinetti" angekündigt mit italienischer Herkunft. Faucet selbst bestritt einige Male während der Kämpfe dass er Franzose sei. Er käme eigentlich aus Italien. Einen größeren Auftritt hatte ROBINET in Paris. Zur Weltausstellung 1889 richteten die Veranstalter wieder eine Ringkampf-Arena in Frankreichs Hauptstadt ein. Robinet tourte mit Bernard, Dalmasso und Apollon zur Schaubühne der Sensationen. Immerhin muss diese Arena wohl ein größeres Interesse erzeugt haben, wenn sogar Tom Cannon und Antonio Pierri in Paris auftauchten, um an den Ringkämpfen teilzunehmen. Am Erfolgreichsten erwies sich dabei Cannon der Frankreichs Elite besiegen konnte.

Wie so oft blieb Robinet auch in Paris ohne großen Erfolg, also versuchte er sich drei Jahre später auf der Bühne in Amerika zu etablieren. „August Robinet, the champion wrestler of France", wie die New York Times berichtet, erschien am 09. März 1892 im Office der New Yorker Police Gazette, um eine Herausforderung an die Champions der neuen Welt zu richten. Richard Fox, Chefredakteur der Police Gazette, stimmte der Veröffentlichung zu und bald kam es zu einem Match, das Robinet wohl noch lange in den Knochen stecken sollte. Mit großen Worten forderte er auf: „Ernest Roeber and William Muldoon claim to be the champion wrestlers of the world at Graeco-Roman wrestling. August Robinet can be backed from $1 to $1.000 to wrestle either Muldoon or Roeber or both, Graeco-Roman style. There must be no hippodrome, and the winner of the contest must be considered the champion. Ernest Roeber, being the champion and holder of the championship trophy, is preferred. Should Roeber and Muldoon refuse to wrestle, Robinet will claim the championship and stand ready to wrestle any man in the world for that title." So groß diese Ankündigung auch war, gegen Ernest Roeber hatte er am 12. April 1892 in der Central Turn Hall von New York dann doch keine Chance. Rund 400 Zuschauer sahen das Match um den „Graeco-Roman Championship". Muldoon fungierte an diesem Abend als Announcer, als Referee erschien Frank Bosworth. In Runde 2 klagte Robinet über Schmerzen in den Rippen und erklärte nicht weiter ringen zu können. Damit hieß der Sieger Ernest Roeber. Es war wohl der einzige Kampf von Robinet in Amerika. Die Berichte der Presse über diese Meisterschaft fielen sehr unterschiedlich aus: die Ankündigung reichte bis hin zum „grand and fascinating spectacle", das Nachwort endete mit „Fiasco". Zu einem Match zwischen ihm und Muldoon kam es in der Folgezeit nicht mehr, da er nach Europa zurückkehrte. Jetzt wurde der Zirkus wieder zur Bühne des Auguste Robinet.

Tourte Robinet das erste Jahrzehnt seiner Karriere vor allem durch Frankreich, so war er in den 1890er Jahren auch öfters in Mittel- und Osteuropa unterwegs. Zurück aus Amerika ging es anschließend auf längere Tournee nach Budapest und Wien. Der Zirkus Wulff in Budapest präsentierte seine Vorstellungen ab Juli 1892 mit drei Ringern aus Frankreich. Von allabendlich etwa 2000 Zuschauern ist in den Zeitungsartikeln die Rede. Auf den hiesigen Plakaten erschienen die Namen Robinetti, Boyer und Pierre Masson. Eigentlich sprach die Reklame nur von zwei Franzosen, denn Robinetti wurde als Italiener angekündigt. Dahinter verbarg sich aber in Wirklichkeit Augustus Faucet. Neben ihren Auftritten gegen lokale Herausforderer standen dann vor allem die Kämpfe Robinetti vs. Masson im Mittelpunkt des Interesses. Die ersten Tage kämpfte Masson gegen Herausforderer aus dem Publikum, die er laut der Reklame und Pressemeldungen allesamt besiegen konnte. Er setzte 300 Forint aus für denjenigen der ihn besiegte. Diese Summe stieg auf 500 Forint als die Zirkusdirektion den „Italiener" Robinetti als Gegner ankündigte. In zwei von drei Kämpfen unterlag Masson, wie auch ein weiterer Ringer namens Rosenberg, der Robinetti herausgefordert hatte. Der Zirkus präsentierte nun als nächste Sensation einen maskierten Ringer von dem spekuliert wurde, ob er einem der ungarischen Athletenclubs angehörte. Seine Identität aber blieb im Dunkeln verborgen. Am 25. Juli 1892 lud der Zirkus Wulff zur Sensation ein: „Maskenringer vs. Italiener". Robinetti ging aus diesem Kampf als Sieger hervor. Maskenringer waren durchaus ein probates Mittel um für mehr Aufsehen zu sorgen. An der Kasse merkte man schnell einen steigenden Zulauf. Solche Shows gab es seit dem ersten Auftreten eines maskierten Ringers in den 1860er Jahren beim Veranstalter Rossignol-Rollin in Paris dann immer öfters. Die einschlägige Sportpresse konnte sich mit dem Charakter dieser Ringkämpfe im Zirkus nur schwerlich anfreunden. Der sportliche Aspekt wurde zwar nicht ausgelassen, der Schwerpunkt lag jedoch eindeutig auf der Präsentation der unterschiedlichsten Sensationen (Maskenringer, Riesen, Zwerge). So urteilte dann die Allgemeine Sportzeitung Wien am 20. August 1892 über Robinet, Boyer und Masson: „Alle drei Ringer, obgleich sehr fettreiche, plumpe, dickbäuchige und nichts weniger als schöne Figuren, sind gutgeschulte, gewandte und erstaunlich ausdauernde Leute, die sich mit noch so starken Laien, die es mit ihnen versuchen, nur wie Katzen mit der Maus spielen." Abschließend schreibt die Zeitung, dass Robinet nicht der Klasse eines Jean Doublier angehöre, da dieser einst in Wien (1870er Jahre) „so schön gerungen" hätte. Vergessen wurde dabei jedoch, dass auch ein Doublier damals mit einer Künstlertruppe durch Frankreich zog und im Zirkus gegen Herausforderer antrat. Da ein Großteil dieser Athleten ganzheitlich auftrat (als Ringer, Artist, Akrobat, Gewichtheber) lässt sich diese Szene der Stabuffringer (Zirkus-Budenringer), wie sie fachlich heißen, auch nur schwer von anderen Bereichen der Athletik gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgrenzen. Eine strikte Trennung beanspruchte hingegen das Lager der Amateurringer. Allerdings gab es auch dort Ringer, die zeitweise im Zirkus oder in Buden auftraten. Diese Herausforderungen ohne ernstlichen sportlichen Wettkampfcharakter gepaart mit Sensationen passten nicht zu einem Amateur eines Athletenclubs.

Die Auftritte von Robinet in Budapest dauerten noch vier Wochen bis ein weiteres Angebot aus Wien lockte. 1892 war Österreichs Hauptstadt voll von Schaubühnen und Zirkusvorstellungen. Gleich vier Gesellschaften öffneten ihre Manegen: Renz, Schumann, Henry und Busch. Die Zirkusse Schumann und Busch ließen auch Ringer auftreten. Erstmals seit Mitte der 1870er Jahre, wo der Zirkus Carré Ringkämpfe in Wien präsentierte, gab es wieder solche Veranstaltungen die sich eines großen Interesses erfreuten. Masson reiste zuerst nach Wien wo er für den Zirkus Busch auftrat. Albert Schumann präsentierte wenig später Robinetti als seine neue Sensation aus Italien. Neben den üblichen Kämpfen gegen lokale Herausforderer und Amateure fehlte es aber noch an größeren Darbietungen. Für ein steigendes Interesse drehte Schumann schließlich kräftig an der Werbetrommel und lockte zwei bekannte Ringer aus Hamburg nach Wien: Heinrich Niemann und Carl Abs standen nun mit auf der Ringmatte. Abs kämpfte zum ersten Mal in Wien, befand sich aber bereits auf dem absteigenden Ast seiner Karriere. Im September 1892 bestritt Robinetti zwei Kämpfe gegen Deutschlands bekanntesten Ringer. Als Abs nach 10 Minuten bekannt gab nicht weiter ringen zu können, sprach man Robinetti den Sieg zu. Ein Kampf zwischen beiden kam 1892 noch in Hamburg zustande. Dort konnte Abs den Sieg einheimsen. Auguste tourte so über viele Jahre weiter als Ringer im Zirkus durch Europa. Für eine längere Saison kehrte er im Zeitraum August - September 1897 nach Budapest zurück. Der Zirkus Kremser veranstaltete dort Ringkämpfe bei denen er wieder als Italiener angekündigt wurde. Wiederum in der Rolle des Auguste Robinet trat er im Juli 1898 zusammen mit Paul Pons in Berlin auf. Impresario Emil Voß holte die beiden bekannten Franzosen zu „Herausforderungskämpfen gegen Berliner Amateure" ins Moabiter Gesellschaftshaus. Robinet und Pons traten an gegen Theodor Heidtke, Reinhold Tonn, Robert Röpnack, Bernhard Döbeling und Fritz Eidinger. Doch bald sollte sich dieses Bild einzelner Ringkämpfe (Herausforderungen) grundlegend verändern. Dabei sollte Robinet eine nicht unwesentliche Rolle spielen.

[Bild: http://www.wwf4ever.de/team//Robinet%202.jpg]

Das bestimmende Bild in Europa von einzelnen Ringkämpfen im Zirkus, Buden oder umherziehenden Künstlertruppen veränderte sich in den späten 1890er Jahren durch das Aufkommen ganzer Turniere, genannt Konkurrenzen. Mit Ausnahme von Großbritannien, wo es bereits seit Längerem große Turniere unter freiem Himmel in den regionalen Kampfstilen gab (z.B. das Grasmere Turnier). Hier war hingegen der freie Stil die dominierende Kampfweise, der griechisch-römische Stil noch nicht so bekannt und geläufig. Europa hatte einen Anstieg an Athleten zu verzeichnen, die ihr Können auf einzelne Bereiche spezialisierten und weniger als ganzheitlicher Schwerathlet auftraten (Ringer, Athlet und Gewichtheber vereint). Zirkusse und Theaterdirektionen passten sich diesem Wandel mit der Veranstaltung von Turnieren an, bei denen nun ganze Gruppen von Ringern aus unterschiedlichen Gewichtsklassen um Preise, Pokale und Titel kämpfen konnten. Brüssel machte den Auftakt mit der ersten WM im Mittelgewicht 1897 (gr.-röm. Stil). Bei der ersten WM im Schwergewicht Ende 1898 im Casino de Paris trat auch Robinet auf. Jedoch erreichte er keine Platzierung, Sieger wurde Paul Pons. Zur Jahrhundertwende stieg die Zahl der Weltmeister- und dann Europameisterschaften sprunghaft an. 1900 fand man sie gleich in Paris, Berlin, Wien und St. Petersburg. Bei den allermeisten Turnieren ging Robinet ohne Trophäe nach Hause. Außer beim Turnier in Lüttich (Liege / Belgien) im April 1899 wo er als Sieger der Schwergewichtsklasse hervorging. Im April 1901 in Regensburg erreichte er hinter Michael Hitzler den zweiten Platz (hier als Robinetti). Das waren im Prinzip seine besten Platzierungen bei den Konkurrenzen. Für ihn begannen aber auch fünf turbulente Jahre als Kampfleiter mit dem „Ringer-Critérium" im altehrwürdigen Folies Bergére Theater in Paris. Kurz nach der WM 1899 im Casino de Paris, die Kara Ahmed gewann, forderte eine Reihe von Ringern den neuen „Champion du Monde", den „Weltmeister" zu Titelkämpfen heraus. Es wurde ein weiteres Turnier mit Robinet als Kampfleiter festgelegt. Die Kämpfe, speziell zwischen Ahmed und Paul Pons, zogen sich lange ohne wirkliche Entscheidung hin. Als kein Ende in Sicht schien wurde das Turnier im Januar 1900 schließlich abgebrochen. Robinet reiste jetzt als Ringer und Kampfleiter durch Europa (besonders Frankreich, Deutschland, Russland). Er leitete die Turniere in Paris um den Goldenden Gürtel (1902, 1904), die Deutsche Meisterschaft im Zirkus Busch in Hamburg 1904, schließlich auch die frühen „Championate" in Moskau und St. Petersburg. Robinet stand als Offizieller mit auf der Ringmatte, als die Elite des europäischen Ringkampfes um Siege und Prestige konkurrierte. Sei es Paul Pons, Raoul le Boucher, George Hackenschmidt, Heinrich Weber, John Pohl (Abs II) oder Ernst Siegfried. Auguste Robinet hat sie allesamt kämpfen sehen.

Paris, Brüssel, London, Berlin, Budapest, Wien, Hamburg - auch als Ringer tourte Robinet intensiv in den Jahren 1900, 1901 und 1902 durch Europa. Ab 1903 konzentrierte er sich mehr auf seine Funktion als Kampfleiter, die Auftritte als Ringer wurden weniger. Im April 1905 bewies er ein letztes Mal sein Können als Kampfleiter bei der Europameisterschaft im Etablissement Bostock in Paris. Wieder traf sich Europas Elite in der französischen Hauptstadt zu den alljährlichen Konkurrenzen im griechisch-römischen Stil. Am finalen Tag siegte Jakob Koch über den gewichtigen Franzosen Laurent le Beaucairois und wurde somit neuer Europameister der Schwergewichte. Zu diesem Zeitpunkt wussten viele noch nicht dass dies der letzte Auftritt von Robinet war. Es war ein stiller und plötzlicher Abschied aus dem Wrestling. Robinet zog sich in seine Heimat nach Südfrankreich zurück. Nach längerer Krankheit starb er Ende Mai 1906 im Kreise seiner Familie in Hyéres nahe Toulon im Alter von 42 Jahren. Tage später vermeldete die Internationale Athletik-Sportzeitung von Albert Stolz in München: „Sein Tod wird namentlich in französischen Ringerkreisen allgemein bedauert." Wie die meisten seiner Landsleute geriet auch Robinet mit der Zeit immer mehr in Vergessenheit. Dass er dennoch ein Teil der frühen europäischen Ringkampf-Geschichte ist, beweist seine rund zwei Jahrzehnte andauernde Karriere in der Art sich viele andere widerspiegeln.
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#2
Sehr interessant und auch sehr schön geschrieben! Danke dafür! :winke:
Ich lese deine Biografien/Kolumnen gerne!

Was ich mich allerdings frage: Warum hat die New York Times Robinet als "The champion wrestler of France" bezeichnet, wenn er ohne "großen Erfolg" blieb. Sein einziger Turniersieg, wie du schreibst, war erst Jahre später. Oder hing das einfach damit zusammen, dass es zu dieser Zeit nur wenige Ringer aus Frankreich gab?
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#3
Dies galt mehr der Sensationsmache und einer Steigerung des Interesses an den Matches, da Robinet in Amerika so gut wie unbekannt war. Hinter solchen Ankündigungen stand zu dem auch das Interesse an einem längeren Push oder einer Tournee. Dass ein Wrestler z.B. in Mitteleuropa etwa sehr bekannt war, bedeutete in den USA wenig bis nichts zu diesem Zeitpunkt. Auch wenn Robinet tatsächlich eine bedeutende französische Meisterschaft gewonnen hätte, wäre dies in den USA vielleicht in den Zeitungen erwähnt worden, aber auf den Verlauf seiner Karriere dort hätte das wohl keinen weitergehenden Einfluss gehabt. Abhängig war man da eher von der richtigen Reklame und dem richtigen Management. Dies war ja noch die Zeitspanne wo kein eigentlicher World Heavyweight Title existierte, sondern zahlreiche lokale Meisterschaften, die in den allermeisten Fällen woanders nicht anerkannt wurden oder gar keine Erwähnung fanden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich Robinet in Amerika eine längere Tournee erhofft hatte, wie es etwa bei seinem Landsmann Andre Christol der Fall war. Der reiste vor Robinet bereits öfters in die USA und konnte sich dort auch gut behaupten. Christol trat auch als französischer Champion in Amerika auf, Carl Abs 1885 als deutscher Champion, obwohl Abs - genau genommen - in seiner Heimat keinen Titel in der Art was wir unter Champion Titel verstehen gewonnen hatte.
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#4
Toller Artikel!

Allerdings frage ich mich wieso er sich "Robinet" nannte? Das bedeutet ja soviel wie "Wasserhahn" oder "Zapfhahn".
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#5
Vielen Dank für das positive Feedback!
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