22.02.2006, 01:00
Mehr als die Hälfte der 6000 Sprachen auf der Welt ist nach Einschätzung der Unesco vom Aussterben bedroht. Unesco-Generaldirektor Koichiro Matsuura sagte anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache in Paris, die Sprache mache die Identität einer Person aus. Wenn sie sterbe, "verschwindet eine Sichtweise, die Welt zu betrachten." Der Vorsitzende der Generalsversammlung der Unesco, Musa Bin Jaafar Bin Hassan, forderte, es müsse alles getan werden, damit auch wenig verbreitete Sprachen neben den großen Sprachen dieser Erde existieren könnten. Es sei aber schwierig, sich "der Flut der Globalisierung" entgegenzustellen, die Englisch und damit der gesamten angelsächsischen Kultur eine dominante Position verleihe.
Deutsch im Internet zweithäufigste Sprache
Laut Unesco sind im Internet mehr als zwei Drittel aller Websites auf Englisch verfasst. Auf Platz zwei folgt Deutsch mit immerhin sieben Prozent. Französisch, Japanisch und Spanisch kommen dagegen nur auf drei Prozent. Dagegen seien 90 Prozent der 6000 Sprachen weltweit im Internet überhaupt nicht vertreten. Vor allem bei Sprachen, die ausschließlich gesprochen werden, sieht die UNESCO die Gefahr, dass diese über kurz oder lang verschwinden könnten. Dies betrifft der Organisation zufolge ein Fünftel aller Sprachen, davon ein beträchtlicher Teil in Afrika, wo es rund 2000 verschiedene Sprachen gibt.
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Deutsch im Internet zweithäufigste Sprache
Laut Unesco sind im Internet mehr als zwei Drittel aller Websites auf Englisch verfasst. Auf Platz zwei folgt Deutsch mit immerhin sieben Prozent. Französisch, Japanisch und Spanisch kommen dagegen nur auf drei Prozent. Dagegen seien 90 Prozent der 6000 Sprachen weltweit im Internet überhaupt nicht vertreten. Vor allem bei Sprachen, die ausschließlich gesprochen werden, sieht die UNESCO die Gefahr, dass diese über kurz oder lang verschwinden könnten. Dies betrifft der Organisation zufolge ein Fünftel aller Sprachen, davon ein beträchtlicher Teil in Afrika, wo es rund 2000 verschiedene Sprachen gibt.
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