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Lucca verbietet ausländische Restaurants
#1
Die Stadt Lucca, gelegen in der Toscana Italiens, verbietet die Eröffnung nichtitalienischer Restaurants innerhalb ihrer Stadtmauern.

Mit diesem Schritt will die Stadt einen Verfall der italienischen Küche verhindern. Außerdem dürfen auch generell keine Lokale eröffnen, die auf andere Ethnien zurückzuführen sind.
Man muss aber dazu sagen, dass diese Regelung nur für den Stadtkern zählt.

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Was soll man von diesem Schritt halten? Ich habe die Stadt im Jahr 2001, während einer LK-Fahrt besichtigt. Es ist eine kleine Gemeinde aus rund 8.000 Einwohner, die in ihrem Kern sehr traditionell ist. Eine kleine historische Kleinstadt halt.
Ich verstehe schon, dass man es nicht möchte, wenn vielleicht große Ketten ala McDonald´s etc. an jeder zweiten Ecke ihre Pforten dort eröffen. Dennoch darf in einer modernen globalen Welt nicht vorgeschrieben werden, welche Läden eröffnet werden dürfen.
Mir stößt speziell das Wort "Ethnie" sauer auf.

Ich hoffe, dass dies nur ein Einzelfall bleibt und nicht weitere Gemeinden auf diesen Zug aufsteigen.

Als Notiz am Rande sollte man erwähnen, dass Pasta und Pizza ihre Herkunft anderen Ländern zu verdanken haben ;)

Wie ist eure Meinung dazu?
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#2
Zitat:Original von Carlito

Wie ist eure Meinung dazu?
Die spinnen, die Römer!
[Bild: http://www.infekt.ch/updown/images/Obelix_spinnen.jpg]
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#3
In meinen Augen gewissermaßen latenter Rassismus.
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#4
Zitat:Original von DiViNo
In meinen Augen gewissermaßen latenter Rassismus.
Soewit würde ich nicht gehen, ich denke, die wollen da nur ihre eigene Kultur schützen, was nicht das schlechteste ist. Aber schwachsinnig ist es trotzdem, dann soll man eben heimische Küche subventionieren, wenn man zwangsläufig die Tradition erhalten will. Erzwingen kann man sowas doch eh nicht. Was kommt als nächstes? Dürfen Supermärkte dort nur noch Obst anbieten, was in der Umgebung wächst?
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#5
Naja, ich kann es genauso wie Carlito in gewisserweise schon verstehen. Aber die italienische Küche muss nun wirklich keine Angst haben dass ihre Kochtradition verloren geht.

Und von den Italienern weiss man dass sie sehr patriotistisch sind, fast ein wenig zu krass.
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#6
Also das ganze wirkt zumindestens anrüchig rechts...Es ist ja prinzipiell nichts schlimmes seine Kultur ein bisschen weiterzugeben, so sollten aber trotzdem die Bürger selbst entscheiden was sie machen wollen...sei es beim essen, trinken oder auch bei Sachen die sie besuchen...So werden die Bürger in ihrer freien Wahl eingeschränkt was man nicht gut heißen kann...Italien hat viele Sehenswürdigkeiten und eine gute Küche, da braucht man solche schwachsinnigen Beschränkungen doch eigentlich nicht.
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#7
Sehe ich genauso. Da wird der Mensch doch in seinen Freiheiten beschränkt. Für manche Wirte, Köche oder was auch immer geht es da doch auch um die Existenz.
Da werden Leute, die damit ihr Geld verdienen quasi gezwungen den Ort zu verlassen. Ist ja irgendwie nicht der Sinn der Sache.
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#8
Wer weiß, wie die Rechtslage in Italien ist, hier würde sowas nicht gehen, da könnte man wegen Verletzung aus Art. 12 Grundgesetz klagen und würde wegen der nicht angemessenen Beschränkung des Grundrechts Recht bekommen.
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#9
Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es da in Italien gewisse Gesetzesvorschriften gibt und falls doch ... Hallo!? Wir sprechen von Italien, dem Land in dem die Korruption erfunden wurde. ;)
Nicht falsch verstehen, aber in einem Land, in dem der korrupteste aller Politiker ( Wenn man den Berlusconi als solchen bezeichnen kann ) an der Spitze des Staates steht, in einem Land, das seit Ende des 2.Weltkrieges über 60 Regierungen hatte, wird man schon einen Weg finden um das durchzudrücken, auch wenn ein Gesetz dagegensprechen würde.
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#10
Permanenz. Was anderes fällt mir zu dem Thema nicht ein.
Seit Jahren gibt es riesige Mauern in Städten, um die "Auslädnerviertel".
Klingt blöd ich weiß, aber genau dort fing es schonmal an.
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#11
Ich fass es nicht, was ist denn momentan mit den Italienern los???

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#12
Ich persönlich sehe das ganze gelassen. Politik bestimmt das Leben, sprich die Gesetze/Vorschriften. Und Politiker sind nunmal gewählt. So ist das mit der Demokratie.

Und mal ehrlich, würden stärkere Probleme vorliegen, könnten die Einwohner bishin zum europäischen Gerichtshof gehen. Wird ja niemand unterdrückt.

Im Prinzip ist es ja so das sich Erfolg durchsetzt, nun wird hier wohl versucht Döner und Co. zu eliminieren, lange wird sich das nich halten insofern da nicht eine breite Mehrheit dafür ist, und mit breit meine ich 100%.

Schließlich ist in einer vergleichbaren Stadt auch schon das Kirchenglockenläuten deutlich eingeschränkt wurden (um knapp 70% reduziert). Durch eine Italienerin und ein italienisches Gericht. Wenn das nix aussagt. ;)
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