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Sendehinweis auf Werner Seelenbinder
#1
Der Sender "Phoenix" zeigt am 26. März 2010 um 18.30Uhr die Dokumentation "Ein Ringer gegen Hitler - Der Kampf des Werner Seelenbinder".

Werner Seelenbinder gehörte zu den bedeutendsten deutschen Ringern, die sich für den Erhalt des Amateurringkampfes einsetzten. Beim Arbeiter-Turn- und Sportfest im Juli 1926 in Wien gewann Seelenbinder im Mittelgewicht der Klasse A. Den größten Erfolg erreichte er 1933, als er Deutscher Meister im Halbschwergewicht wurde. Seelenbinder, einst die Sport-Hoffnung des Nazi-Regimes, fiel der Berliner Verhaftungswelle vom 04. Februar 1942 zum Opfer. Man steckte ihn ins Zuchthaus in Brandenburg-Görden. Am 24. Oktober 1944 wurde Seelenbinder dort hingerichtet. Nach Kriegsende beerdigte man ihn am Sportstadion im Berliner Bezirk Neucölln. Er galt in der DDR als einer der Leitfiguren des Sports. In Ost-Berlin wurde ihm zu Ehren die Werner-Seelenbinder-Halle errichtet. Sie existiert aber schon lange nicht mehr.

Literaturhinweis:

Der Stärkere - Ein Buch über Werner Seelenbinder
Walter Radetz

33 Monate - Erinnerungen an Werner Seelenbinder
Friedel Schirm
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#2
Vielen Dank für den Hinweis! Ich werds mir anschauen, wenn es passt!
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#3
- Der Sender Phoenix zeigt heute Nacht wieder die Dokumentation "Ein Ringer gegen Hitler - Der Kampf des Werner Seelenbinder". Das Programm wird im Rahmen des 75. Jahrestages der Eröffnung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin gesendet. Bei den finalen Kämpfen unterlag Seelenbinder gegen den Schweden Axel Cadier und erreichte Platz 4 (Gr.-röm. Stil).

Seelenbinder galt damals als einer der besten deutschen Ringer im gr.-röm. Stil (Amateurringkampf - Arbeitersportvereine). Er wurde im Oktober 1944 hingerichtet und 1945 am Sportstadion in Berlin-Neucölln beerdigt. Zu seinen Andenken baute die DDR die Werner-Seelenbinder-Halle auf dem Gelände, wo heute das Velodrom steht.

Literaturhinweis:

Der Stärkere - Ein Buch über Werner Seelenbinder
Autor: Walter Radetz

33 Monate - Erinnerungen an Werner Seelenbinder
Autor: Friedel Schirm

^^ Mit der Familie Schirm stand Seelenbinder in freundschaftlichem Kontakt.
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#4
Hatte Seelenbinder irgendeinen Bezug zum Berufsringkampf?
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#5
Nicht das ich wüsste. Wahrscheinlich hätte es damals in der Szene auch großes Aufsehen gegeben, wenn einer der besten deutschen Ringer plötzlich bei den Profis kämpfen würde. Ein früherer Gegner von ihm, Kurt Hornfischer, wechselte 1949 ins Profilager. Und das hat noch zu diesem Zeitpunkt für Aufregung in beiden Ringerlagern gesorgt.

Es gab eine strikte Trennung von Amateur- und Profiverbänden, auch wenn diese mit der Gleichschaltung 1933 alle zum Reichssportbund für Leibesübungen gehörten. Das machte im Prinzip keinen Unterschied, da der Berufsringkampf in Deutschland in der Masse keine größere Anerkennung fand. Eine Anerkennung seitens der Amateure für den Berufsringkampf gab es in der Mehrzahl der Ringer nicht - und wenn Seelenbinder übergetreten wäre, auch nur für ein Turnier (Ringkampfkonkurrenz), dann hätten die Presse und die Amateurverbände wohl entsprechend harsch reagiert. Kontakte zum Profilager würde ich daher eher ausschließen.
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