21.04.2011, 19:43
Schwarz-Rot-Gold – Wie sieht es aus in der deutschen MMA Szene
Im Oktober des letzten Jahres, habe ich mich letztmals mit der deutschen MMA Szene beschäftigt. Nun haben wir April des Jahres 2011 und einige Events, sowie Kämpfe deutscher im Ausland sind Geschichte. Wie sieht es also um die deutsche Szene aus? Gut, nimmt man vorallem die Auftritte unserer Legionäre, die nicht immer erfolgreich ausgingen, aber immer vielfältiger wurden. Eingehen will ich in diesem Bericht, auf einige Kämpfer, sowie auf die wichtigsten Veranstaltungen des bisherigen Jahren. Anfangen wollen wir dabei mit den Kämpfern. Ich werde hierbei auf einige Kämpfer eingehen, die ich für wichtig empfinde und wo es was zu berichten gibt.
Pascal Krauss: Den Anfang macht der Shootingstar. Pascal Krauss hatte ein hervorragendes Debüt bei der UFC und gewann direkt den Kampf des Abends. Der Panzer, so sein Spitzname, ist wohl der deutsche Kämpfer dem man, neben Dennis Siver, am meisten zutraut. Viele werden sich allerdings fragen, warum es nach UFC 122 so still um Krauss wurde. Das lässt sich leicht beantworten. Der ungeschliffene Stern musste sich an der Schulter operieren lassen. Wer weiß, wie langwierig sowas sein kann, wird verstehen warum er seitdem nicht mehr im Octagon zu sehen war. Ein Kampfangebot für UFC 129 lehnte der Baden Württemberger ab. Krauss selber rechnet mit einer Rückkehr im Spätsommer, bzw. Frühherbst. Wünschen wir ihm in diesem Sinne, eine gute Besserung und ein erfolgreiches Comeback.
Daniel Weichel: Einer der bekanntesten Legionäre, hat einen Vertrag über 6 Kämpfe bei M-1 Global unterschrieben. Weichel hat in seiner Karriere schon einige bekannte Gesichter vor die Flinte bekommen. Oftmals fehlte ihm im richtigen Moment, der nötige Punch. Seine Kämpfe waren nie langweilig, aber selten erfolgreich für den Hessen. Junior, so der Spitzname, fehlte damals auch, das dauerhafte Training auf hohem Niveau. Mittlerweile trainiert er beim MMA Spirit in Frankfurt, zusammen mit unserem besten deutschen Kämpfer Dennis Siver und Christian Eckerlin, zu dem ich im späteren Verlauf auch noch komme. Seit meiner letzten Kolumne hat sich bei ihm viel getan. Im Oktober, musste er noch einen Kampf absagen, da er beim Gewichte machen kollabiert ist. Ebenfalls im Oktober, durfte er bei M-1 antreten und gewann seinen Kampf gegen Yuri Ilvev. Der für Dezember geplante Kampf gegen Jason Ball fand nicht statt, da die Stadt Offenbach in Baumängeln, einen Grund fand die Veranstaltung der Superior FC Promotion abzusagen. Im neuen Jahr ging es weiter bei M1 und zwar am 05. März. Daniel kämpfte gegen Magomedrasul Khasbulaev, einen Combat Sambo Weltmeister, und gewann relativ kontrovers in Runde 1. Warum kontrovers, werden jetzt sicher einige fragen! Daniel hatte seinen Gegner, in einem festen Triangle Choke und der Ringrichter meinte ein Abklopfen gesehen zu haben. In den Fernseheinstellungen war dies erst nicht zu erkennen, nur eine von damals fünf Einstellungen zeigte wie der Combat Sambo Weltmeister abklopfte (so habe ich es gesehen). Trotz des kontroversen Sieges, bekommt Daniel am 08. Juli die Chance auf den M-1 Titel im Leichtgewicht. Er wird dabei auf Jose Figueroa treffen. M-1 wird die Veranstaltung mit Sicherheit wieder übertragen. Wer also Interesse hat, sollte am 08. Mai mal auf die Webseite von M1 gehen.
Peter Sobotta: Unser Bodenkampfspezialist, der in seinen drei UFC Kämpfen, leider nie dem Gegner seinen Kampfstil aufdrücken konnte, ist der nächste. Was man ihm zu gute halten muss, ist das eine deutliche Leistungssteigerung im Verlauf seiner UFC Karriere erkennbar war und das der Balinger nie aufgab. Peter Sobotta hat seitdem nicht wieder gekämpft. Stattdessen befasst er sich momentan mit dem Training und wird wahrscheinlich bei dem ein oder anderen Grapplingtunier auftreten. Außerdem kümmert er sich um sein Team, das Planet Eater, das mit den Buschkamp Brüdern und vielen anderen, jede Menge Potenzial für die Zukunft hat. Peter wird auch Promoter. So veranstaltet er am 05. November seine erste Fight Night, in dem er seine eigenen Talente gegen andere Kämpfer stellt. Seine Karriere selber, ist momentan in der Findungphase. Natürlich gibt es Präferenzen und Gerüchte, wo die Reise als nächstes hingeht, aber solange nichts sicher ist, möchte ich keine halbgaren Eier präsentieren.
Jonas Billstein: Der erst 19 Jährige Mann vom Combat Club Cologne hat im Oktober letzten Jahres den Europameistertitel der GMC gegen Matthias Schuck gewonnen. Im November bestand er gegen Hans Stringer seine internationale Feuerprobe, da er ihn bei der Mix Fight Gala via Punktrichterentscheid besiegte. Seitdem war es relativ ruhig um ihn. Am letzten Sonntag hat die WFC ihre 13.te Veranstaltung abgehalten. Dieses Mal in Serbien, trotz aller Probleme, die durch das Verbot von Free Fight im ehemaligen Jugoslawien entstanden sind. Bei dieser Veranstaltung, sollte auch der Youngstar starten. Wie man allerdings dem Interview bei GnP Tv mit Cengiz Dana, dem Manager von Jonas Billstein, entnehmen konnte, startete Jonas nicht. Wie kam es dazu? Erstens machte der Promoter Fehler in der Flugbuchung und wollte Jonas und sein Team von Frankfurt aus starten lassen. Zweitens wollte Jonas Zeit haben, für das Gewichte machen vor dem Fight. Der Flug wäre allerdings so gelegen, das er erst eine halbe Stunde vor dem Wiegen dagewesen wäre. Drittens, gab es auch noch Probleme mit dem Geld. Als ob das nicht genug sei, wurde man noch ausfallend, gegenüber dem Management des Combat Club Cologne. Letztendlich resultierte daraus, das Jonas statt bei der WFC beim Tapout Cup startete. Jonas Billsteins Weg führt kann ihn nur auf die Internationale Bühne führen, sollte er seinen weiter so strikt gehen wie bisher.
Christian Eckerlin: The German Nightmare ist als ehemaliger Regionalligaspieler der Prototyp eines Allround Talents. Oder, wer kann von sich behaupten in zwei Sportarten erfolgreich zu sein. Er entschied sich gegen das große Geld beim Fussball und suchte sein Glück beim MMA. Das Jahr 2010 endete für den schwer tatowierten, aber netten Kämpfer, mit dem Titel im Weltergewicht bei der GMC gegen Piotr Hallmann, der am 09.04.2011 bei den Casino Fights, das dort stattgefundene Turnier gewann. Allerdings stand er auch seit dem Oktober letzten Jahres nicht mehr im Ring. Das ändert sich bald. Am 29.04. folgt er seinem Teamkollegen Daniel Weichel und kämpft auch bei M-1. Gegner dabei ist Alexander Yakovlev sein.
Gregor Herb: In älteren Posts, Berichten von mir habe ich immer gesagt, dass Gregor Herb einmal in der UFC zu sehen sein könnte. Der Meistertrainer von Pascal Krauss, tritt allerdings auf der Stelle. Er gehört zu den deutschen Kämpfern, die international am meisten auftreten. Das, allerdings nicht immer erfolgreich. Sein letzter Kampf, verlief nicht so wie erhofft. In Schweden musste er sich mit Mats Nilsson seinem schwedischen Pendant geschlagen geben. Gregor Herb zeigte allerdings vermehrt seine Grapplingfähigkeiten. Letztmalig bei der Fibo, wo er das Grapplingturnier in seiner Gewichtsklasse gewann. Herb wird nicht jünger und der Weg in die UFC wird nicht leichter.
Ich könnte jetzt, was Kämpfer und ihre Erfahrungen angeht noch viel weiter ausschweifen, will aber den Rest etwas kürzer behandeln um die Kolumne lesbar zu halten. Was ist also sonst passiert? Welche Kämpfer haben auf sich aufmerksam gemacht? Fangen wir doch am besten bei den kleinsten an. Im Bantamgewicht hatte Andreas Bernhard die Chance, den Titel von Cage Warriors zu holen. Cage Warriors ist die Promotion, die Pascal Krauss als Sprungbrett zur UFC genutzt hat. Eine große Chance, für den kleinen Mann. In Paul McVeigh, musste er gegen den besten Bantamgewichtler Europas ran und verlor. Trotz allem eine riesen Chance, die er nutzen musste. Er hatte zudem die Möglichkeit, in seiner eigentlichen Gewichtsklasse zu kämpfen. Sonst bleibt ihm, aufgrund der wenigen Konkurrenz, nur die Möglichkeit in höheren Klassen anzutreten.
Im Leichtgewicht, sowie im Weltergewicht ist Deutschland gut besetzt und einige Kämpfer, aus diesen Gewichtsklassen, wurden auch schon angesprochen. Im Leichtgewicht rocken vorallem Daniel Weichel und Dennis Siver momentan Europa, bzw. die Welt, wenn man den Siegeszug von Dennis Siver sieht. Dieser wird bei UFC 132 auf Matt Wiman treffen und dort zeigen müssen, ob sein Weg weiter nach oben führt. Im Weltergewicht hat man überproportional viele gute Kämpfer. Mit Carlos Eduardo Rocha und Pascal Krauss, hat Deutschland in dieser Gewichtsklasse 2 UFC Fighter. Nordin Asrih ist bei TUF unterwegs und auch wenn er seinen ersten Kampf verloren hat, ist dort noch nicht alles vorbei. Peter Sobotta ist ehemaliger UFC Fighter und mit Christian Eckerlin schwört noch eines der größten Talente Europas in der Gewichtsklasse rum. Alles in allem ein gutes Fundament. Carlos Eduardo Rocha ist momentan aufgrund einer Ellbogenverletzung in einer Verletzungspause. Wie man dem Interview der Kollegen von GnP Tv entnehmen konnte, sieht es so aus, dass er alles versucht, beim UFC Rio Event dabei zu sein. Dieses kann zwar reichlich knapp werden, aber wer Ta Danado mal erlebt hat, weiß mit was für einer Liebe und was für einen Ehrgeiz er an die Sache ran geht. Hoffen wir also, dass er bei seinem Heimatevent auftreten kann. Gegen Jake Ellenberger hat er der Kampfsportwelt auf jeden Fall gezeigt, was für ein guter Sportler er ist.
Das Mittelgewicht wird immer noch von Gregor Herb regiert, der international einfach am erfolgreichsten und erfahrensten ist. Allerdings haben wir, in dieser Gewichtsklasse gute, junge Leute. Ich konnte mich in den letzten Monaten, unter anderem, zweimal davon überzeugen, auf was für einen Weg der junge Bremer Sebastian Risch ist. Dieser besiegte erst vor kurzem bei Respect FC 5 Kroetschzilla, in beeindruckender Manier. In ihm steckt jede Menge Talent, das geschliffen werden muss. Mario Stapel ist auch im Mittelgewicht unterwegs. Meiner Meinung nach 2 Gewichtsklassen zu hoch, aber er als einer der Pioniere des deutschen MMA Sports wird halt auch nicht jünger. Er sollte bei Respect FC 5 antreten, sagte jedoch kurzfristig ab, das ganze nicht zum ersten Mal, was einen kleinen Faden Nachgeschmack gibt. Mit Benjamin Brisna läuft das größte Talent aus dem Osten Deutschlands auch im Mittelgewicht rum. Dieser ist ungeschlagen und wird bei der La Familia Veranstaltung am 07. Mai in Halle an der Saale antreten.
Im Halbschwergewicht regiert mittlerweile Jonas Billstein. Das war nicht immer so. Lange Zeit war King Kong Martin Zawada der Alleinherrscher der Gewichtsklasse. Zawada ist einer der international bekanntesten deutschen Kämpfer. In den Jahren 2007-2008 verlor die Karriere, die vorher steil nach oben ging, mit einer Niederlagenserie an Fahrt. Seitdem ist es ein ständiges Auf und Ab bei ihm. Allerdings kommt aus der Familie Zawada noch was nach. Sein kleiner Bruder David Zawada hat das Talent seines Bruders geerbt und macht kleine Schritte auf dem Weg nach oben. Beeindruckend fand ich bei Respect FC 5, wo David aufgetreten ist, das er trotz seines Kampfes den er eine Woche vorher bestritten hat, 12 Stunden vor dem Event auf eine Anfrage des Promoters Ben Helm via Facebook zusagte. Coole Geschichte, die ihm sicherlich viel Symphatie einbringen wird.
Das Sorgenkind ist und wird das Schwergewicht bleiben. Es gibt zwar auch in dieser Gewichtsklasse Kämpfer die international auf sich aufmerksam machen, aber das alles in einem kleinen Rahmen, weit weg von dem großen Buisness. Andreas Kraniotakes ist hierbei das bekannteste Gesicht. Als einziger deutscher Kämpfer schaffte er es in das EA MMA Game. Grund hierfür, ist vorallem sein Auftreten. Er hat sich einen Namen gemacht, als er bei WFC 9 in Spartaner Aufzug zum Ring kam. Das passt auch zu seiner Herkunft. Big Daddy hat griechische Wurzeln. Seinen letzten Kampf verlor er am Wochenende, gegen Ajlin Ahmic, durch Submission in der zweiten Runde, nachdem es noch in Runde 1, nach einem Sieg aussah. Dem Koblenzer fehlt momentan noch etwas um den nächsten Schritt zu machen. Hoffen wir, dass er diesen machen wird. Weitere internationale Kaliber aus deutschen Landen sind, Janosch Stefan, Björn Schmiedeberg und David Baziak. Alle sind keine schlechten Kämpfer, ihnen fehlt allerdings ein Quäntchen um wirklich international nach oben zu streben.
Ich habe euch einiges zu den deutschen Fightern erzählt. Zu Beginn, habe ich aber auch geschrieben, dass ich einen Lagebericht geben will, zu den Veranstaltungen. Dieser wird natürlich erfahrungsgemäß nicht so groß ausfallen, soll aber dazu dienen, das ihr euch als User Gedanken macht ob und wann ihr zu einer Veranstaltung fahren wollt. Erstmal sei gesagt, es gibt noch keinen deutschen Veranstalter, der das Format von der KSW, M1 oder ähnlichen hat, aber es gibt Veranstalter die erfolgreiche Shows produzieren. Ballungsgebiet mit zwei Veranstaltern von großen Shows ist hier das Ruhrgebiet.
Wir fangen also mit den Shows, der German MMA Championship und von Respect FC an. Die GMC hat im Oktober letzten Jahres erfolgreich ihre zweite Show über die Bühne gebracht und mit Christian Eckerlin und Jonas Billstein zwei Titelträger, für die Zukunft aufgebaut. Außerdem hat man, Carlos Eduardo Rocha den Weg in die UFC geebnet. Viel Gutes, für eine noch so junge Promotion. Özhan Altintas hat in der letzten Ausgabe des GnP Journals verlautbaren lassen, dass es ab sofort nur noch Profikämpfe geben wird. Dies war bisher nicht so, es gab Profi und Amateurkämpfe. Ein weiterer Schritt hin zur Professionalisierung. GMC hat noch keine neuen Termine verlautbaren lassen. Allerdings, wird es in diesem Jahr noch 2 Shows geben. Respect FC, die Promotion rund um Ben Helm, ist ebenfalls im Ruhrgebiet beheimatet. Sie kann mittlerweile, auf 5 Shows zurück schauen. Bis zur 4ten Show schaffte man es auch, immer noch einen drauf zu setzen. Die 5.te Show wusste zwar durch kurze und spannende Kämpfe zu begeistern, vollends überzeugen konnte sie allerdings nicht. Auch die Location, hatte mit ihrem Maschendrahtzäunen, den speziellen Reiz, war aber dennoch kein Fortschritt für die Promotion. Grund waren natürlich auch die massenhaften Absagen, von Stars wie Björn Schmiedeberg, Nick Hein und auch Mario Stapel. Eine Show in Geldern, im Octagon war für Ende Mai geplant, findet aber wohl nicht statt. So wirbt man auf der Homepage schon mit dem Termin am 24. September und dem Federgewichtstitelkampf zwischen Ben Boekee und Marcel Jedidi, der sich sein Recht bei Respect FC 5 erwarb. Eine Rückschritt ist noch lange kein Untergang, aber die Zukunft muss zeigen, ob Respect FC wieder auf den Erfolgsweg findet.
Wir gehen weiter in den Süden und befassen uns mit Superior FC. Ja, diese Veranstaltung ist in meinen Aufzeichnungen schonmal vorgekommen. Am 11. Dezember sollte in Offenbach eine Show stattfinden, wurde allerdings unter hervorgeholten Gründen abgesagt. Die Veranstalter ließen sich davon nicht beirren und planten für den 05. März die nächste Veranstaltung. Dieses Mal in Gießen und auch hier wollte man den Jungs das Leben schwer machen. Die Veranstalter konnten sich allerdings gegen alle Instanzen durchsetzen und zogen den Event durch. Hierbei bewies man, dass man, mit dem richtigen Elan, viel erreichen kann und nie aufgeben sollte. Am 12. Juni plant man, ebenfalls in Gießen, einen Länderkampf zwischen der Russischen Legion und Deutschland. Hierfür haben sich schon bekannte Namen zugesagt, was diese Veranstaltung sehr interessant machen wird. Im Osten macht seit langen Jahren vorallem La Onda sehr gute Arbeit und bringt eine Show nach der anderen raus. Seit dem Aufschwung im Ruhrpott liegt der Fokus der Öffentlichkeit zwar nicht mehr auf der bekannten Promotion, trotz allem macht man immer noch anständige Shows. Auch die FFC macht in Köthen seit langer Zeit wichtige Pionierarbeit und hat mit Benjamin Brinsa, einen der besten Deutschen in ihren Reihen kämpfen.
Es gibt natürlich noch einige andere Veranstalter und Veranstaltungen, die es verdient hätten, hier genannt zu werden. Nehmen wir hier beispielsweise die FFA, also den MMA Verband, der Deutsche Meisterschaften veranstaltet, oder die Shooto Reihe, von Peter Angerer, der jungen Kämpfer eine Perspektive gibt oder die DGL von Franco de Leonardis, der mit seiner Grapplingliga hier, das Grappling in Deutschland bekannter macht. Ein Name sei noch in den Raum geschmissen, die Outsider Cups, die einige erfolgreiche Kämpfer hervorgebracht haben und immer noch quer durch Deutschland tingeln. Bodo Elsbeck macht seit Jahren eine riesen Arbeit. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht so viele Veranstalter vergessen. Der Bericht sollte auf die wichtigsten Ereignisse/Shows eingehen und euch Usern einen besseren Einblick in die deutsche MMA Szene geben, in der auch ich immer mehr abtauche, weil sie mich so fasziniert. Schaut euch Events an! Ich selber, habe lange Zeit gebraucht, um mich mal zu einer Show zu begeben und ich habe es nicht bereut. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Wenn nicht, schreibt eure Kritik gerne per PM an mich. Damit sind wir auch, beim Ende meiner Arbeit angelangt. Ich hoffe auf zahlreiche Diskussionen und Fragen zum Thema.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Pahl alias The Russian Zar
Im Oktober des letzten Jahres, habe ich mich letztmals mit der deutschen MMA Szene beschäftigt. Nun haben wir April des Jahres 2011 und einige Events, sowie Kämpfe deutscher im Ausland sind Geschichte. Wie sieht es also um die deutsche Szene aus? Gut, nimmt man vorallem die Auftritte unserer Legionäre, die nicht immer erfolgreich ausgingen, aber immer vielfältiger wurden. Eingehen will ich in diesem Bericht, auf einige Kämpfer, sowie auf die wichtigsten Veranstaltungen des bisherigen Jahren. Anfangen wollen wir dabei mit den Kämpfern. Ich werde hierbei auf einige Kämpfer eingehen, die ich für wichtig empfinde und wo es was zu berichten gibt.
Pascal Krauss: Den Anfang macht der Shootingstar. Pascal Krauss hatte ein hervorragendes Debüt bei der UFC und gewann direkt den Kampf des Abends. Der Panzer, so sein Spitzname, ist wohl der deutsche Kämpfer dem man, neben Dennis Siver, am meisten zutraut. Viele werden sich allerdings fragen, warum es nach UFC 122 so still um Krauss wurde. Das lässt sich leicht beantworten. Der ungeschliffene Stern musste sich an der Schulter operieren lassen. Wer weiß, wie langwierig sowas sein kann, wird verstehen warum er seitdem nicht mehr im Octagon zu sehen war. Ein Kampfangebot für UFC 129 lehnte der Baden Württemberger ab. Krauss selber rechnet mit einer Rückkehr im Spätsommer, bzw. Frühherbst. Wünschen wir ihm in diesem Sinne, eine gute Besserung und ein erfolgreiches Comeback.
Daniel Weichel: Einer der bekanntesten Legionäre, hat einen Vertrag über 6 Kämpfe bei M-1 Global unterschrieben. Weichel hat in seiner Karriere schon einige bekannte Gesichter vor die Flinte bekommen. Oftmals fehlte ihm im richtigen Moment, der nötige Punch. Seine Kämpfe waren nie langweilig, aber selten erfolgreich für den Hessen. Junior, so der Spitzname, fehlte damals auch, das dauerhafte Training auf hohem Niveau. Mittlerweile trainiert er beim MMA Spirit in Frankfurt, zusammen mit unserem besten deutschen Kämpfer Dennis Siver und Christian Eckerlin, zu dem ich im späteren Verlauf auch noch komme. Seit meiner letzten Kolumne hat sich bei ihm viel getan. Im Oktober, musste er noch einen Kampf absagen, da er beim Gewichte machen kollabiert ist. Ebenfalls im Oktober, durfte er bei M-1 antreten und gewann seinen Kampf gegen Yuri Ilvev. Der für Dezember geplante Kampf gegen Jason Ball fand nicht statt, da die Stadt Offenbach in Baumängeln, einen Grund fand die Veranstaltung der Superior FC Promotion abzusagen. Im neuen Jahr ging es weiter bei M1 und zwar am 05. März. Daniel kämpfte gegen Magomedrasul Khasbulaev, einen Combat Sambo Weltmeister, und gewann relativ kontrovers in Runde 1. Warum kontrovers, werden jetzt sicher einige fragen! Daniel hatte seinen Gegner, in einem festen Triangle Choke und der Ringrichter meinte ein Abklopfen gesehen zu haben. In den Fernseheinstellungen war dies erst nicht zu erkennen, nur eine von damals fünf Einstellungen zeigte wie der Combat Sambo Weltmeister abklopfte (so habe ich es gesehen). Trotz des kontroversen Sieges, bekommt Daniel am 08. Juli die Chance auf den M-1 Titel im Leichtgewicht. Er wird dabei auf Jose Figueroa treffen. M-1 wird die Veranstaltung mit Sicherheit wieder übertragen. Wer also Interesse hat, sollte am 08. Mai mal auf die Webseite von M1 gehen.
Peter Sobotta: Unser Bodenkampfspezialist, der in seinen drei UFC Kämpfen, leider nie dem Gegner seinen Kampfstil aufdrücken konnte, ist der nächste. Was man ihm zu gute halten muss, ist das eine deutliche Leistungssteigerung im Verlauf seiner UFC Karriere erkennbar war und das der Balinger nie aufgab. Peter Sobotta hat seitdem nicht wieder gekämpft. Stattdessen befasst er sich momentan mit dem Training und wird wahrscheinlich bei dem ein oder anderen Grapplingtunier auftreten. Außerdem kümmert er sich um sein Team, das Planet Eater, das mit den Buschkamp Brüdern und vielen anderen, jede Menge Potenzial für die Zukunft hat. Peter wird auch Promoter. So veranstaltet er am 05. November seine erste Fight Night, in dem er seine eigenen Talente gegen andere Kämpfer stellt. Seine Karriere selber, ist momentan in der Findungphase. Natürlich gibt es Präferenzen und Gerüchte, wo die Reise als nächstes hingeht, aber solange nichts sicher ist, möchte ich keine halbgaren Eier präsentieren.
Jonas Billstein: Der erst 19 Jährige Mann vom Combat Club Cologne hat im Oktober letzten Jahres den Europameistertitel der GMC gegen Matthias Schuck gewonnen. Im November bestand er gegen Hans Stringer seine internationale Feuerprobe, da er ihn bei der Mix Fight Gala via Punktrichterentscheid besiegte. Seitdem war es relativ ruhig um ihn. Am letzten Sonntag hat die WFC ihre 13.te Veranstaltung abgehalten. Dieses Mal in Serbien, trotz aller Probleme, die durch das Verbot von Free Fight im ehemaligen Jugoslawien entstanden sind. Bei dieser Veranstaltung, sollte auch der Youngstar starten. Wie man allerdings dem Interview bei GnP Tv mit Cengiz Dana, dem Manager von Jonas Billstein, entnehmen konnte, startete Jonas nicht. Wie kam es dazu? Erstens machte der Promoter Fehler in der Flugbuchung und wollte Jonas und sein Team von Frankfurt aus starten lassen. Zweitens wollte Jonas Zeit haben, für das Gewichte machen vor dem Fight. Der Flug wäre allerdings so gelegen, das er erst eine halbe Stunde vor dem Wiegen dagewesen wäre. Drittens, gab es auch noch Probleme mit dem Geld. Als ob das nicht genug sei, wurde man noch ausfallend, gegenüber dem Management des Combat Club Cologne. Letztendlich resultierte daraus, das Jonas statt bei der WFC beim Tapout Cup startete. Jonas Billsteins Weg führt kann ihn nur auf die Internationale Bühne führen, sollte er seinen weiter so strikt gehen wie bisher.
Christian Eckerlin: The German Nightmare ist als ehemaliger Regionalligaspieler der Prototyp eines Allround Talents. Oder, wer kann von sich behaupten in zwei Sportarten erfolgreich zu sein. Er entschied sich gegen das große Geld beim Fussball und suchte sein Glück beim MMA. Das Jahr 2010 endete für den schwer tatowierten, aber netten Kämpfer, mit dem Titel im Weltergewicht bei der GMC gegen Piotr Hallmann, der am 09.04.2011 bei den Casino Fights, das dort stattgefundene Turnier gewann. Allerdings stand er auch seit dem Oktober letzten Jahres nicht mehr im Ring. Das ändert sich bald. Am 29.04. folgt er seinem Teamkollegen Daniel Weichel und kämpft auch bei M-1. Gegner dabei ist Alexander Yakovlev sein.
Gregor Herb: In älteren Posts, Berichten von mir habe ich immer gesagt, dass Gregor Herb einmal in der UFC zu sehen sein könnte. Der Meistertrainer von Pascal Krauss, tritt allerdings auf der Stelle. Er gehört zu den deutschen Kämpfern, die international am meisten auftreten. Das, allerdings nicht immer erfolgreich. Sein letzter Kampf, verlief nicht so wie erhofft. In Schweden musste er sich mit Mats Nilsson seinem schwedischen Pendant geschlagen geben. Gregor Herb zeigte allerdings vermehrt seine Grapplingfähigkeiten. Letztmalig bei der Fibo, wo er das Grapplingturnier in seiner Gewichtsklasse gewann. Herb wird nicht jünger und der Weg in die UFC wird nicht leichter.
Ich könnte jetzt, was Kämpfer und ihre Erfahrungen angeht noch viel weiter ausschweifen, will aber den Rest etwas kürzer behandeln um die Kolumne lesbar zu halten. Was ist also sonst passiert? Welche Kämpfer haben auf sich aufmerksam gemacht? Fangen wir doch am besten bei den kleinsten an. Im Bantamgewicht hatte Andreas Bernhard die Chance, den Titel von Cage Warriors zu holen. Cage Warriors ist die Promotion, die Pascal Krauss als Sprungbrett zur UFC genutzt hat. Eine große Chance, für den kleinen Mann. In Paul McVeigh, musste er gegen den besten Bantamgewichtler Europas ran und verlor. Trotz allem eine riesen Chance, die er nutzen musste. Er hatte zudem die Möglichkeit, in seiner eigentlichen Gewichtsklasse zu kämpfen. Sonst bleibt ihm, aufgrund der wenigen Konkurrenz, nur die Möglichkeit in höheren Klassen anzutreten.
Im Leichtgewicht, sowie im Weltergewicht ist Deutschland gut besetzt und einige Kämpfer, aus diesen Gewichtsklassen, wurden auch schon angesprochen. Im Leichtgewicht rocken vorallem Daniel Weichel und Dennis Siver momentan Europa, bzw. die Welt, wenn man den Siegeszug von Dennis Siver sieht. Dieser wird bei UFC 132 auf Matt Wiman treffen und dort zeigen müssen, ob sein Weg weiter nach oben führt. Im Weltergewicht hat man überproportional viele gute Kämpfer. Mit Carlos Eduardo Rocha und Pascal Krauss, hat Deutschland in dieser Gewichtsklasse 2 UFC Fighter. Nordin Asrih ist bei TUF unterwegs und auch wenn er seinen ersten Kampf verloren hat, ist dort noch nicht alles vorbei. Peter Sobotta ist ehemaliger UFC Fighter und mit Christian Eckerlin schwört noch eines der größten Talente Europas in der Gewichtsklasse rum. Alles in allem ein gutes Fundament. Carlos Eduardo Rocha ist momentan aufgrund einer Ellbogenverletzung in einer Verletzungspause. Wie man dem Interview der Kollegen von GnP Tv entnehmen konnte, sieht es so aus, dass er alles versucht, beim UFC Rio Event dabei zu sein. Dieses kann zwar reichlich knapp werden, aber wer Ta Danado mal erlebt hat, weiß mit was für einer Liebe und was für einen Ehrgeiz er an die Sache ran geht. Hoffen wir also, dass er bei seinem Heimatevent auftreten kann. Gegen Jake Ellenberger hat er der Kampfsportwelt auf jeden Fall gezeigt, was für ein guter Sportler er ist.
Das Mittelgewicht wird immer noch von Gregor Herb regiert, der international einfach am erfolgreichsten und erfahrensten ist. Allerdings haben wir, in dieser Gewichtsklasse gute, junge Leute. Ich konnte mich in den letzten Monaten, unter anderem, zweimal davon überzeugen, auf was für einen Weg der junge Bremer Sebastian Risch ist. Dieser besiegte erst vor kurzem bei Respect FC 5 Kroetschzilla, in beeindruckender Manier. In ihm steckt jede Menge Talent, das geschliffen werden muss. Mario Stapel ist auch im Mittelgewicht unterwegs. Meiner Meinung nach 2 Gewichtsklassen zu hoch, aber er als einer der Pioniere des deutschen MMA Sports wird halt auch nicht jünger. Er sollte bei Respect FC 5 antreten, sagte jedoch kurzfristig ab, das ganze nicht zum ersten Mal, was einen kleinen Faden Nachgeschmack gibt. Mit Benjamin Brisna läuft das größte Talent aus dem Osten Deutschlands auch im Mittelgewicht rum. Dieser ist ungeschlagen und wird bei der La Familia Veranstaltung am 07. Mai in Halle an der Saale antreten.
Im Halbschwergewicht regiert mittlerweile Jonas Billstein. Das war nicht immer so. Lange Zeit war King Kong Martin Zawada der Alleinherrscher der Gewichtsklasse. Zawada ist einer der international bekanntesten deutschen Kämpfer. In den Jahren 2007-2008 verlor die Karriere, die vorher steil nach oben ging, mit einer Niederlagenserie an Fahrt. Seitdem ist es ein ständiges Auf und Ab bei ihm. Allerdings kommt aus der Familie Zawada noch was nach. Sein kleiner Bruder David Zawada hat das Talent seines Bruders geerbt und macht kleine Schritte auf dem Weg nach oben. Beeindruckend fand ich bei Respect FC 5, wo David aufgetreten ist, das er trotz seines Kampfes den er eine Woche vorher bestritten hat, 12 Stunden vor dem Event auf eine Anfrage des Promoters Ben Helm via Facebook zusagte. Coole Geschichte, die ihm sicherlich viel Symphatie einbringen wird.
Das Sorgenkind ist und wird das Schwergewicht bleiben. Es gibt zwar auch in dieser Gewichtsklasse Kämpfer die international auf sich aufmerksam machen, aber das alles in einem kleinen Rahmen, weit weg von dem großen Buisness. Andreas Kraniotakes ist hierbei das bekannteste Gesicht. Als einziger deutscher Kämpfer schaffte er es in das EA MMA Game. Grund hierfür, ist vorallem sein Auftreten. Er hat sich einen Namen gemacht, als er bei WFC 9 in Spartaner Aufzug zum Ring kam. Das passt auch zu seiner Herkunft. Big Daddy hat griechische Wurzeln. Seinen letzten Kampf verlor er am Wochenende, gegen Ajlin Ahmic, durch Submission in der zweiten Runde, nachdem es noch in Runde 1, nach einem Sieg aussah. Dem Koblenzer fehlt momentan noch etwas um den nächsten Schritt zu machen. Hoffen wir, dass er diesen machen wird. Weitere internationale Kaliber aus deutschen Landen sind, Janosch Stefan, Björn Schmiedeberg und David Baziak. Alle sind keine schlechten Kämpfer, ihnen fehlt allerdings ein Quäntchen um wirklich international nach oben zu streben.
Ich habe euch einiges zu den deutschen Fightern erzählt. Zu Beginn, habe ich aber auch geschrieben, dass ich einen Lagebericht geben will, zu den Veranstaltungen. Dieser wird natürlich erfahrungsgemäß nicht so groß ausfallen, soll aber dazu dienen, das ihr euch als User Gedanken macht ob und wann ihr zu einer Veranstaltung fahren wollt. Erstmal sei gesagt, es gibt noch keinen deutschen Veranstalter, der das Format von der KSW, M1 oder ähnlichen hat, aber es gibt Veranstalter die erfolgreiche Shows produzieren. Ballungsgebiet mit zwei Veranstaltern von großen Shows ist hier das Ruhrgebiet.
Wir fangen also mit den Shows, der German MMA Championship und von Respect FC an. Die GMC hat im Oktober letzten Jahres erfolgreich ihre zweite Show über die Bühne gebracht und mit Christian Eckerlin und Jonas Billstein zwei Titelträger, für die Zukunft aufgebaut. Außerdem hat man, Carlos Eduardo Rocha den Weg in die UFC geebnet. Viel Gutes, für eine noch so junge Promotion. Özhan Altintas hat in der letzten Ausgabe des GnP Journals verlautbaren lassen, dass es ab sofort nur noch Profikämpfe geben wird. Dies war bisher nicht so, es gab Profi und Amateurkämpfe. Ein weiterer Schritt hin zur Professionalisierung. GMC hat noch keine neuen Termine verlautbaren lassen. Allerdings, wird es in diesem Jahr noch 2 Shows geben. Respect FC, die Promotion rund um Ben Helm, ist ebenfalls im Ruhrgebiet beheimatet. Sie kann mittlerweile, auf 5 Shows zurück schauen. Bis zur 4ten Show schaffte man es auch, immer noch einen drauf zu setzen. Die 5.te Show wusste zwar durch kurze und spannende Kämpfe zu begeistern, vollends überzeugen konnte sie allerdings nicht. Auch die Location, hatte mit ihrem Maschendrahtzäunen, den speziellen Reiz, war aber dennoch kein Fortschritt für die Promotion. Grund waren natürlich auch die massenhaften Absagen, von Stars wie Björn Schmiedeberg, Nick Hein und auch Mario Stapel. Eine Show in Geldern, im Octagon war für Ende Mai geplant, findet aber wohl nicht statt. So wirbt man auf der Homepage schon mit dem Termin am 24. September und dem Federgewichtstitelkampf zwischen Ben Boekee und Marcel Jedidi, der sich sein Recht bei Respect FC 5 erwarb. Eine Rückschritt ist noch lange kein Untergang, aber die Zukunft muss zeigen, ob Respect FC wieder auf den Erfolgsweg findet.
Wir gehen weiter in den Süden und befassen uns mit Superior FC. Ja, diese Veranstaltung ist in meinen Aufzeichnungen schonmal vorgekommen. Am 11. Dezember sollte in Offenbach eine Show stattfinden, wurde allerdings unter hervorgeholten Gründen abgesagt. Die Veranstalter ließen sich davon nicht beirren und planten für den 05. März die nächste Veranstaltung. Dieses Mal in Gießen und auch hier wollte man den Jungs das Leben schwer machen. Die Veranstalter konnten sich allerdings gegen alle Instanzen durchsetzen und zogen den Event durch. Hierbei bewies man, dass man, mit dem richtigen Elan, viel erreichen kann und nie aufgeben sollte. Am 12. Juni plant man, ebenfalls in Gießen, einen Länderkampf zwischen der Russischen Legion und Deutschland. Hierfür haben sich schon bekannte Namen zugesagt, was diese Veranstaltung sehr interessant machen wird. Im Osten macht seit langen Jahren vorallem La Onda sehr gute Arbeit und bringt eine Show nach der anderen raus. Seit dem Aufschwung im Ruhrpott liegt der Fokus der Öffentlichkeit zwar nicht mehr auf der bekannten Promotion, trotz allem macht man immer noch anständige Shows. Auch die FFC macht in Köthen seit langer Zeit wichtige Pionierarbeit und hat mit Benjamin Brinsa, einen der besten Deutschen in ihren Reihen kämpfen.
Es gibt natürlich noch einige andere Veranstalter und Veranstaltungen, die es verdient hätten, hier genannt zu werden. Nehmen wir hier beispielsweise die FFA, also den MMA Verband, der Deutsche Meisterschaften veranstaltet, oder die Shooto Reihe, von Peter Angerer, der jungen Kämpfer eine Perspektive gibt oder die DGL von Franco de Leonardis, der mit seiner Grapplingliga hier, das Grappling in Deutschland bekannter macht. Ein Name sei noch in den Raum geschmissen, die Outsider Cups, die einige erfolgreiche Kämpfer hervorgebracht haben und immer noch quer durch Deutschland tingeln. Bodo Elsbeck macht seit Jahren eine riesen Arbeit. Ich hoffe, ich habe jetzt nicht so viele Veranstalter vergessen. Der Bericht sollte auf die wichtigsten Ereignisse/Shows eingehen und euch Usern einen besseren Einblick in die deutsche MMA Szene geben, in der auch ich immer mehr abtauche, weil sie mich so fasziniert. Schaut euch Events an! Ich selber, habe lange Zeit gebraucht, um mich mal zu einer Show zu begeben und ich habe es nicht bereut. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Wenn nicht, schreibt eure Kritik gerne per PM an mich. Damit sind wir auch, beim Ende meiner Arbeit angelangt. Ich hoffe auf zahlreiche Diskussionen und Fragen zum Thema.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Pahl alias The Russian Zar
