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Ich wollte mal folgende Aussage von Triple H zum Anlass nehmen fuer diesen Thread. Triple H sagte vor kurzem in einem Interview:
Zitat:“I don't see us needing to evolve to what UFC does because quite frankly sometimes the fights are long and boring, guys lying around and sometimes the fights are fast and over in five seconds. I've always thought one of the things about us, if you look at us solely from a sports standpoint, is that we always give you a good show. We're never going to give you a crap game. I think if anybody needs to evolve, it's them. Give more of an entertainment standpoint. Give more form; they just have fighters who walk in in T-shirts and shorts and just stand there and then they fight and then they win and then they go "thanks, I'd like to thank my sponsors" and then they leave. The whole world was up in arms when Brock was flipping people off and was cussing at the beer company because they didn't give him any money and everyone thought, "oh my god, he's disrespectful," -- the whole world was talking about it. They couldn't wait to see him get beat up. And then he did well, and he beat some guys and then people jump on his bandwagon going 'Brock's the greatest.' I'm good friends with Floyd Mayweather and Floyd would be the first to tell ya, 'I make the most money in boxing and I have the biggest buyers because I have the biggest mouth.' He'd be the first guy to tell you that. That's what it's about. Sports is entertainment.”
-Quelle
Dazu machte Sherdog ein Interview mit dem Fox Sports Co President Eric Shanks, der einige interessante Aussagen taetigte.
-Sherdog Interview
Nun wie seht ihr die Zukunft der UFC? Was wird sich in den kommenden Jahren veraendern? Wie seht ihr die Aussagen von Triple H oder Eric Shanks?
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Zuerst zu den Aussagen von Triple H. Ich kann verstehen wie Triple H zu seiner Meinung kommt, ich glaube nur das er falsch liegt. Er sieht das ganze als Entertainment, aber aus Wrestling sicht, nicht aus der sportlichen Sicht. Hier mal ein paar Punkte. Es ist richtig das PBF der groesste Draw der US Geschichte im Sport ist, aber warum? Klar weil er redet, weil er charismatisch ist. Aber PBF ist vorallem authentisch! PBF ist ein Heel, eben weil er ein Heel ist, nicht weil er eine Rolle spielt. Man nehme Jon Jones, niemand kauft ihm die brave Junge Tour ab weshalb Jones auch keine grosse Fanbase bisher hat, er ist einfach unglaubwuerdig. Kein Fighter wuerde drawen nur weil er eine Rolle spielt. Genau das ist doch das interessante am MMA, man lernt den wirklichen Athleten kennen, und keine Rolle. Ich glaube auch gerade das MMA bietet Fightern die Moeglichkeit Stars zu sein aufgrund ihres Koennens, nicht ihres Charisma`s oder Gimmicks, das ist anders als im Boxen oder Wrestling. Klar Charisma hilft, auch eine Rolle anzunehmen und Realitaet und Fiktion zu vermischen (Chael Sonnen) hilft solange es nicht gespielt ist, aber in erster Linie zaehlt Leistung im MMA.
Triple H meint das die UFC nur Top Shows zeigen duerfe weil WWE nur Top Shows zeigt. Mal abgesehen davon das es nicht stimmt das WWE nur gute Shows zeigt, ist denke ich der Fehler das man hoehen und tiefen braucht. Wenn man jede Show Top Shows zeigt, wo ist dann das besondere? Es braucht auch mal tiefen um die hoehen zu erkennen. MMA Fans wissen das bei einem Sport es auch tiefen gibt, die gehoeren dazu, das erwartet man. Ich habe ueberhaupt kein Problem als MMA Fan auch mal einen “langweiligen“ Lay and Pray Fight zusehen, das gehoert zum Sport genauso dazu wie die KO`s und die Upsets.
Abgesehen davon hat Triple H recht das sich die UFC weiter entwickeln muss (was sie ja auch wird und macht), da kommt Fox ins Spiel und die Aussagen von Eric Shanks. Ich glaube Fox wird was die Produktion betrifft die UFC auf ein neues noetiges Level heben, das brauchte die UFC seit Jahren. Auch koennte Fox dafuer sorgen das die UFC mehr Stars produziert, bisher hat die UFC ja nie wirklich viele Stars gehabt. Das koennte das Matchmaking erheblich veraendern.
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Ich denke der UFC und den Kämpfern würde es durchaus gut tun, etwas mehr "Unverwechselbarkeit" auf die einzelnen Köpfe zu verteilen. Vielleicht liegts an meinem Alter, aber selbst nach 10+ Jahren MMA und keinem einzigen verpassten PPV tue ich mir bei vielen Midcarder schwer, mir das Gesicht zum Namen zu merken und umgekehrt.
Das soll nicht bedeuten daß ich es gut fände, plötzlich einen Undertaker-Cartoon-Charakter im Octagon zu sehen, aber die Fighter würden schlichtweg mehr Wiedererkennungswert gewinnen wenn sie sich interessanter präsentieren. Das Mic-Work von Josh Barnett (nach seinen letzten 2 Strikeforce-Siegen) fand ich unglaublich unterhaltsam, genauso wie mich das Bad-Boy-Verhalten von den Diazbrüdern zum schmunzeln bringt (im Ring - nicht die verpasste Pressekonferen-Idiotie...), mir die Frisur von Dan Hary gefällt, Rampage Jacksons Kette + "auuuuuuuuh"-Wolfsschrei usw.
Der Wiedererkennung-Wert macht für die Popularität eine Menge aus - und je populärer der Sport ist, je länger die Leute ihn verfolgen, desto mehr "lernen" sie den Sport als Zuschauer - und irgendwann muss ich mir hoffentlich nicht mehr von Bekannten anhören, daß alles was kein Slugfest ist, langweilig ist...
Nicht falsch verstehen, MMA ist ein Sport und soll es auch bleiben, aber gerade diese Art von Sport profitiert so unglaublich von bekannten Gesichtern, daß ich mir wünsche die Sportler würden sich mehr Mühe geben, ihr eigenes Gesicht bekannter zu machen. Klar geht das auch auf rein sportlichem Weg - aber ein PPV ist für "Otto Normalfan" trotzdem interessanter, wenn er auch 2,3,4 Leute von der Midcard kennt, und nicht nur die Main-Eventer. Die eigentlichen Kämpfe sollen sich ja gar nicht verändern - es wird weiterhin schlechte, langweilige, durchschnittliche, gute und sehr gute Kämpfe geben, nur eben mit mehr Wiedererkennungswert der Akteure.
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Triple H muss das MMA bzw. die UFC meiner Ansicht nach schon ziemlich fürchten wenn er sich zu solchen Aussagen bekennt. Man kann die beiden Produkte zwar nur bedingt vergleichen, aber die WWE ist nicht halb so gut wie er sie mit seinen Statements verkaufen möchte.
Zudem macht die seit Jahren schon genau das, was Triple H andeutet: Es entwickelt sich ständig weiter und hat meiner Meinung nach in seiner Entwicklung noch lange nicht Halt gemacht.
Ich denke, dass der FOX Deal die Produktion der UFC Shows massiv aufwerten wird, allerdings sehe ich eine Kehrseite: Dieses künstliche Drama wie z.B. Spygate bei Jones vs Rampage und vor allem dessen Präsentation erscheint mir alles viel zu sehr produziert und suckt fürchterlich. Der FOX Deal wird das meiner Ansicht nach nur fördern und noch weiter ausbauen - das lese ich indirekt auch zwischen den Zeilen des Sherdog-Artikels. Insofern wird sich die UFC dahingehend in Richtung der WWE wandeln und der Bullshit-Gehalt im Hype neue Dimensionen erreichen. Chael Sonnen lieferte die Vorlage und FOX macht wird sicherlich eine Kür daraus machen. Von daher würde es mich nicht wundern wenn der Diaz-Vorfall nicht auch produziert war.
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