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Was sind den Gründe um Fristlosentlassen zu werden?
Geht um folgendes, ich habe mich bei einer andern Firma beworben und wenn ich jetzt diese bzw nächste Woche die Zusage bekommen würde, kündige ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber nur hab ich da 2 (oder gar 3) Monate Kündigungsfrist... Fristlos kann man nicht kündigen, einzige Möglichkeit ist fristlos rausgeworfen zu werden....
Ich weiß, meinem Arbeitgeber gegenüber nicht die feine englische Art, aber er verhält sich uns Arbeitnehmer gegenüber auch nicht korrekt, womit ich das mit meinem Gewissen vereinbaren kann
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Also du willst fristlos gekündigt werden?
Grundsätzlich kann man entweder darüber reden die Kündigungsfrist in diesem besonderen Fall nicht anwenden zu wollen weil man schon beim neuen Arbeitgeber anfangen möchte. Das geht durchaus, falls das Unternehmen kein Interesse daran hat deine Kündigungsfrist aufrecht zu erhalten.
Ansonsten, wenn du die fristlose Kündigung forcieren willst, ist das nicht so einfach.
Ganz pauschal gesagt sind das Fälle bei Straftaten gegen das Unternehmen, also Diebstahl oder Unterschlagung von Eigentum des Unternehmens. Wenn du da einen besonders verrückten Arbeitgeber hast, reicht manchmal auch das Nehmen eines Muffins (bei einer Frau im Supermarkt war das mal so).
Problematisch bei diesen Fällen ist aber, dass du dich möglicherweise auch strafrechtlich relevant machst, von daher würde ich davon abraten.
Beleidigungsdelikte können auch schon für eine fristlose Kündigung ausreichen, bzw. reichen regelmäßig aus - das ist dann wohl eher der Weg, den man gehen könnte. Diese sind strafrechtlich auch nicht besonders relevant.
Also vermutlich ist es das Einfachste einen Streit mit deinem Boss vom Zaun zu brechen - am Besten noch wenn du vorher gefragt hast, ob du die vorige Zeit nicht zu Arbeit zu kommen brauchst.
Dabei fällt mir ein: Unentschuldigtes Fehlen beim Arbeitgeber reicht nach einiger Zeit auch schon als Grund für eine fristlose Kündigung aus.
Wie da die Rechtslage allerdings ist, kann ich gerade nicht überblicken.
Ich kann das aber nochmal für dich recherchieren, wenn ich soll.
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Ganz ehrlich: Ich würde einfach mit dem Arbeitgeber reden und ihm die Sachlage erklären.
Vielleicht zeigt er sich ja verständnisvoll... passiert gerade auch oft bei den Leuten bei denen man es nicht erwartet.
Sollte er deiner Bitte nicht nachkommen wird es schwer. Dann kommt es darauf an, ob du ein Problem damit hast einen heftigen Streit anzufangen. Könntest ihn beleidigen und einfach nicht mehr erscheinen, denke nach zwei Wochen hat er dann keinen Bock mehr auf dich. Weiß jedoch nicht, was das für Konsequenzen haben wird...
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Ich stell mir das insofern schwierig vor, dass er scheinbar eh kein einfacher Mensch ist wie du schreibst von wegen Gewissen. Wenn du dann erst mit ihm redest und danach alles dran setzt gekündigt zu werden, könnte er dich absichtlich noch da behalten unter schlechteren Konditionen oder so, genau kenn ich mich da auch nicht aus. Aber wenn er weiß dass du es darauf anlegst, wird er halt eventuell absichtlich abblocken.
Wenn du willst kann ich morgen mal meine Mutter anrufen und fragen, die arbeitet bei einem Anwalt für Arbeitsrecht. Wenn sie es nicht eh weiß, könnte sie spätestens Mittwoch Nachmittag eine Info haben.
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Mal über einen Aufhebungs/Auflösungsvertrag nachgedacht? Im Grunde, würde dies ein neutrales Ende sein, zwischen dir und deinem Arbeitgeber (dein Nachteil - könntest keine sozialen Leistungen über Hartz 4 bekommen, spielt hier aber keine Rolle).
Prinzipiell solltest du deinen derzeitigen Arbeitgeber immer informieren. Ein neuer Arbeitgeber sollte, insofern seriös, immer abwarten können.
Wenn du es aber darauf anlegen möchtest - poche einfach auf deine Rechte. Sprich sei unflexibel...das macht eine Person immer unbeliebt. Möchtest es forcieren - gib gezielt Kontra.
Aber jemand dem mal gekündigt wurde...so jemanden würde ich nur bedingt beschäftigen. Der wäre/ist bei mir unter Beobachtung.
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In meinem jetzigen Betrieb, sind ca 700 Leute beschäftigt... Also mit dem Chef selber, werde ich eh nicht sprechen, sondern nur mit der Personalbteilung und die kommen dir keinen Schritt entgegen. Das weiß ich durch andere Mitarbeiter die Gekündigt haben und auch die Frist abwarten mussten um zu ihren neuen Arbeitgeber zu wechseln...
Das ist ja das Problem, ich will mich jetzt nicht unbedingt strafrechtlich belasten. Wäre super, wenn ich erfahren könnte was mir drohen würde wenn ich einfach nicht mehr zur Arbeit erscheinen würde... Ich hab auch schon daran gedacht, dass ich dem Personalchef sage, dass ich mich die restliche Zeit krankschreiben lasse, wenn sie auf die Kündigungsfrist bestehen...
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Also im Enddefekt hast du nur die Möglichkeit die Frist abzuwarten. Alles andere wirkt sich später bei anderen Personalchefs schlecht aus. Wäre allerdings interessant zu wissen wie viel Urlaub du noch hast. Vielleicht schaffst du es ja über diesen Weg, früher rauszukommen. Ansonsten ist krankschreiben auch eine Möglichkeit, aber da bist du ja trotzdem noch im Betrieb und der neue Arbeitgeber, wird sich auch so seine Gedanken machen, ob du das nicht auch dort machst.
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Wie sieht es mit dem Betriebsrat aus? Evtl. kann man über diesen bzw mit diesem eine Einigung erzielen?
Die Varianten mit Beleidigung oder unregelmäßiges Erscheinen sehe ich eher kritisch. Soweit ich weis, muss der Arbeitgeber erstmal bis zu 2 Abmahnungen aussprechen, um eine Kündigung zu verfassen.
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Wichtig wäre noch zu wissen, für die Ermittlung der Kündigungsfrist, wie lange du bereits angestellt bist.
Erscheinst du einfach nicht mehr zur Arbeit sollte dir eigentlich nicht viel mehr drohen als Abzüge bei der Lohnzahlung, bis hin zur Kündigung. Weitere Ansprüche sollten in der Regel nicht bestehen.
Ansonsten können auch noch traifvertragliche Vereinbarungen eine Rolle spielen...
EDIT:
Also grundsätzlich gilt:
Lässt du dich wegen ungebührlichen Verhaltens feuern, hat dein Arbeitgeber einen Schadenersatzanspruch gegen dich. Das könnte dir drohen, wenn du einfach zu Hause bleibst. Wahrscheinlich ist so ein Vorgehen aber wohl nur bei Leuten, bei denen es sich lohnt. Ich weiß ja nicht, was du verdienst, aber ich denke da könnte die Gefahr eher geringer bei dir sein.
Grundsätzlich können du und dein Arbeitgeber den Vertrag auch aus wichtigem Grund kündigen (§ 626 I BGB). Das "Problem" in deinem Fall ist, dass diese Norm restriktiv auszulegen ist. Und als wichtiger Grund ist eben auch keine neue Stelle anzusehen. Da muss dann schon soetwas wie Mobbing (deinerseits) angeführt werden oder eben Diebstahl/Unterschlagung (von Seiten des Arbeitgebers).
Ich weiß jetzt nicht, inwieweit dein Arbeitgeber ein Interesse daran hat dich noch lange an deinen Arbeitsplatz zu binden. Dementsprechend könnte er sich mit einer solchen Erklärung zufrieden geben. Vermutlich versucht sich der Arbeitgeber mit dem Einhalten der gesetzlichen Kündigungsfrist nur selbst abzusichern.
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Nicht zur Arbeit erscheinen davon würde ich abraten. Ich würde bei der persönlichen Seite ansetzen. Wenn es in deinem Fall der Abteilungsleiter ist, gehe zu ihm und zeig ihm deine Unzufriedenheit über die Arbeit. Am besten mehrmals täglich. Ein genervter Abteilungsleiter / Chef etc. sagt dann in der Regel irgendwann, wenn das "Fass" voll ist (er ist auch nur ein Mensch): "Mach deine Arbeit wie besprochen. Passt sie dir nicht, pack die Sachen und geh nach Hause." Vielleicht noch mit dem Satz hinterher: "Dann brauchst du dich hier nicht wieder blicken lassen."
Ist dieser Punkt erreicht, bist du der fristlosen Kündigung schon um einiges näher und es fehlt nur noch der finale Grund.
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