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Sammelklage gegen die UFC eingereicht
#1
Ich mache mal einen eigenen Thread auf, da das hier eine groessere Geschichte werden koennte.

Originalposting aus dem UFC News Thread:
Einige Fighter haben nun die UFC in einer Sammelklage verklagt. Grund ist, das die UFC gegenueber den Fightern ihre Macht ausnutzt. Welche Fighter hinter der Klage stehen, ist noch nicht bekannt.
http://www.bloodyelbow.com/2014/12/13/73...ass-action


Update:
Die Klage wird heute in San Jose, California verkuendet werden auf einer Pressekonferenz.


Sean Sherk zur Klage gegen die UFC
"They have stuck it to too many people too many times. It's time to fight back! UFC has monopolized the entire MMA industry and they have used there monopolization to take away from the fighters 'myself included' and they've lined their own pocketbooks even more. Giving the fighters less in return and taking more."

Finde ich ueberraschend das sich Sean Sherk dazu auessert, da bisher Sherk immer als Freund von Dana White galt.
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#2
Die Sammelklage gegen die UFC wurde gestern eingereicht und stammt ua von Cung Le, Jon Fitch, Nate Quarry und Carlos Newton (letzterer hat das ganze in Gang gebracht). Cung Le ist dabei der einzig aktuelle UFC Fighter. Gestern wurde eine Pressekonferenz in San Jose abgehalten um die Klage vorzustellen.

Die Firmen die diese Klage vertreten sind Joseph Saveri Law Firm; Cohen Milstein Sellers & Toll, PLLC; und Berger & Montague, P.C. Es sind also bekannte Anwaltsfirmen. Diese haben schon zwei Jahre (!) die Anklage vorbereitet.

Der UFC wird vorgeworfen das sie vor allem ihre Macht ausnutzt um ein Monopol geschaffen zu haben, und das keine Konkurrenzsituation entsteht. Die Key Punkte der Anklage sind:
-Die UFC missbraucht ihre Marktmacht gegenueber den Fightern.
-Die UFC missbraucht ihren Einfluss bei Titlefights gegenueber den Fightern.
-Sponsoren muessen exklusiv fuer die UFC arbeiten. Sponsoren die auch fuer andere MMA Promotions arbeiten werden abgelehnt.
-Aufkaufen der Konkurrenz um dadurch die Marktmacht zu behalten/auszubauen.
-Zwingt Hallen dazu exklusiv nur fuer die UFC zur Verfuegung zu stehen.


Die UFC gab nur folgenden Satz bekannt:“The UFC is aware of the action filed but has not been served, nor has it had the opportunity to review the document. The UFC will vigorously defend itself and its business practices.”


Wer die 63 seitige Anklage durchlesen will, der kann das hier tun:
https://www.scribd.com/doc/250324403/Jon...st-the-UFC

Hier findet man einen interessanten Auszug zu dem UFC Angebot an Eddie Alvarez:
https://www.scribd.com/doc/132929624/Alv...ary-Rights

Hier die Pressekonferenz:
[YOUTUBE]IgOaRxc9L74[/YOUTUBE]
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#3
Ich bin jetzt nicht die ganzen 63 Seiten durchgegangen, und bin auch kein Anwalt um beurteilen zu koennen wie die genauen Erfolgschancen sind fuer die Klage. Generell kann ich sagen das einige der Vorwuerfe man 1-1 ins Pro Wrestling (WWE) uebernehmen koennte.

Beim lesen habe ich gedacht das man mit einigen Punkten nicht durchkommen wird, bei anderen Punkten wuerde ich (als Laie) aber gute Chancen sehen. Ich glaube schon das die Klage etwas bewirken kann, wie gross die Aenderungen sein werden wird sich dann zeigen.

Ein Vorwurf ist zum Beispiel das Fighter Sponsoren gesucht haben, und die UFC diese Sponsoren zuerst ablehnte, und dann selbst mit ihnen die Vertraege machte, wie jetzt bei Reebok.

Ein anderer Vorwurf ist das die UFC nur die WEC aufkaufte das niemand anderes den Timeslot auf Versus bekommt.

Oder das Fighter auf Lebenszeit Namensrechte abgeben an die UFC, die Fighter dafuer aber nicht ausreichend kompensiert werden.

Das die UFC eine Monopolstellung hat, glaube ich nicht. Aktuell gibt es WSOF, Bellator, One FC die in Konkurrenz zur UFC stehen. Der Vergleich von UFC zur NFL halte ich auch fuer unzutreffend, und ich denke die UFC hat bei ihren Events auch die Rechte an der Produktion, und damit die Rechte an den Sponsoren.

Ich bin gespannt was raus kommt. Die Firmen die man angaciert hat, deuten darauf hin das es hier nicht darum geht das man eine Klage aufsetzt und sich dann aussergerichtlich einigen will. Die Fighter die hier die Klage unterstuetzen, werden wahrscheinlich keinen Benefit haben. Bei solchen Klagen ist es jedoch so das sie Jahre gehen bevor sie ueberhaupt verhandelt werden, und dann kann es noch Mal Jahre gehen bis ein Urteil gesprochen wird, und das kann man dann auch noch Mal revidieren etc etc.
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#4
Das ist schon eine spannende Klage. Wenn das auch nur teilweise begründet ist, was da vorgebracht wird, kann sich auch die WWE warm anziehen.
Zu den Erfolgschancen kann ich auch nicht so viel sagen. Ich kenne mich mit amerikanischem Recht nicht wirklich gut aus, aber Monopole sieht man selbst dort nicht so gern.
Sicher eine wichtige Klage und eine gut vorbereitete (anscheinend) dazu. Das könnte Wellen schlagen.
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#5
Laut Tito Ortiz wurde er gefragt ob er Teil der Klage sein will, Ortiz lehnte jedoch eine Beteiligung ab.

Ich denke da spekuliert jemand auf eine UFC Rueckkehr...
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#6
Javier Vazquez und Dennis Hallman haben sich der Klage gegenueber der UFC angeschlossen.
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#7
An Weihnachten haben sich Brandon Vera und Pablo Garza der Klage gegen die UFC angeschlossen, bzw um es genauer zu sagen haben eine eigene Klage gegen die UFC eingereicht.

Zu Brandon Vera eine interessante Info:
2006 als Brandon Vera auf seinem Karrierehoehepunkt war, lief ja sein UFC Vertrag aus, und er machte deshalb eine einjaehrige Pause. Die UFC bot ihm damals $200.000 als Garantiesumme an, sowie einen Titlefight in seinem naechsten Fight, und wenn er den Title gewinnt, dann einen PPV Bonus. Insgesamt war es ein Vertrag der ueber 4 Jahre gehen sollte und Brandon Vera insgesamt $7 Millionen eingebracht haette. Das Management von Brandon Vera hat den Vertrag abgelehnt und wollte einen $1,5 Millionen Signing Bonus, und mindestens $1 Millionen als Garantiesumme pro Fight. Ausserdem $1 Million fuer jedes Jahr als Bonus wo Brandon Vera ungeschlagen bleibt. Die UFC lehnte das Gegenangebot sofort ab, und erst als Brandon Vera sein Management wechselte einigte man sich. Vera kam dann ein Jahr nach seinem Sieg ueber Frank Mir zurueck und verlor gegen Tim Sylvia, und danach ging es steil bergab fuer ihn.
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#8
Interessanter Fact zu Vera. Ich hätte das Angebot seitens Vera's Management anstelle der UFC aber auch ersatzlos abgelehnt.
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#9
Das war damals Brandon Vera nie Wert. Er waere der best bezahlteste MMA Fighter geworden, ohne dafuer viel getan zu haben. Selbst das UFC Angebot fuer ihn war hervorragend, mit dem UFC Deal waere er sofort zu den Top 10 Verdienern der UFC aufgestiegen, und das obwohl er damals keinen einzigen Top 15 Sieg hatte (und bis heute auch nicht hat). Sein bester Sieg war gegen einen Frank Mir, der damals nicht gut war (nach seinem Unfall) oder gegen Assuerio Silva. Haette er den UFC Deal angenommen, haette Vera den Heavyweight Titlefight Anfang 2007 bekommen und nicht Randy Couture. Vielleicht haette ja Vera, ohne den langen Layoff und gegen einen sehr schwachen Tim Sylvia auch den UFC Heavyweight Title gewonnen. Alles Spekulation, aber die damalige Vertragssituation hat seine Karriere geschadet.
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#10
Die UFC hat nun die New Yorker Firma Boies, Schiller & Flexner LLP angaciert um sie in dieser Klage zu vertreten. Diese Firma war zum Beispiel in der Bush vs Gore Klage vertreten, und vertrat auch die NFL in einer aehnlichen Klage.

Ausserdem gab die UFC folgendes Statement bekannt:
Zitat:“We have built a popular business from modest beginnings by meeting the needs of fans and fighters. Millions of people have watched our bouts, we have instituted leading health and safety measures for our athletes, and fighters are free to negotiate contract terms.

We will stand up against the plaintiffs in this litigation every step of the way, and have engaged attorneys from Boies, Schiller & Flexner LLP with a depth of experience in antitrust issues.

We are proud of the company we have built, confident in our legal position, and intend to prevail in this lawsuit.”
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