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- Blubb - 18.07.2010

Wie durften sich die Sieger der großen jährlichen Heumarkt- und Schützenplatz-Turniere eigentlich bezeichnen? Waren das dann Europa- oder Weltmeisterschaften? Oder gewann man den "Großen Preis vom Schützenplatz" oder wie nannte sich dann der Turniersieg?


- The Crusher - 18.07.2010

EM und DM's gabs bei Gustl Kaiser als Turnier, um den internationalen Charakter des IBV zu kennzeichnen. Kaiser trug auch zahlreiche Turniere mit anderen Bezeichnungen aus. Das machte Rudolf Zurth auch. Es ist fast immer ein Turniersieg gewesen, der sich auf das Turnier bezog. Wenn Horst Hoffmann die EM bei Kaiser gewann, galt er als EM des jeweiligen Jahres. Für den IBV muss man sagen. Da Kaiser die wichtigsten Turniere damals austrug, hatten die IBV Shows einen nicht unwesentlichen Einfluss.

Wanz verteidigte den CWA Title ab 1978 als "CWA Weltmeister". Und das in Österreich und Deutschland. Betrachtet man den Turniersieg allein, so galt das als Saisonsieg und war im nächsten Jahr ohne Belang. Wichtig nur noch für Statistiker wie Gerhard Schäfer. Die Turniersiege eines Wanz kennen selbst in Hannover nur noch Insider. Bei einer EWP Show brauche ich heute nicht mehr danach fragen, weil das schon über 20 Jahre her ist. Der Schützenplatz ist seit dem Rückzug der EWP nach H-Döhren schicht tot. Selbst was hier vor 10 Jahren passierte weiß fast kein Mensch mehr.

Edit: Das Turnier aufm Schützenplatz hatte keinen sonderlichen Namen. Man ging eben zum "Catchen" und es gab dann auch Plakate mit dem Titel "Catch-Weltmeister".


- Cay Fabian - 19.07.2010

Der Veranstalterphantasie waren bei der Benennung von Catch-Turnieren keine Grenzen gesetzt. Beliebt waren z. B. in Hannover "Welt-Cups".

Hier mal Veranstaltungsnamen von Catch-Programmen nur der siebziger Jahre:


WM Programm Hannover 1970 Hannover
Starterliste "Ringkampf-Großturnier um den Europa-Pokal 1971. 27. März - 25. April. Kassel, Kiel, L³beck, Hamm, Wolfsburg
Internationales Catcher-Turnier um die Deutsche Meisterschaft 1972. Eisstadion 15, Juni bis 5. Juli 1972. Beiliegend: Programm für den 24. Juni 1972 K÷ln
Internationales Freistil Berufs-Ringkampf Turnier. Ab 4. Juli 1972 Leoben
Westfalenhalle Dortmund Großer Preis von Dortmund.20.- 30. März 1973. Dortmund
Catch Europameisterschaft 1973 Hannover
Catch Europameisterschaft 1973 Linz
Internationales Freistil-Ringkampf-Turnier Catch diverse
Catch Internationales Freistil Berufsringerturnier Catch Cup Graz 1974 Graz
Catch-World-Pokal im Mittel- und Schwergewicht. Vom 20.11. - 22. 12. 75 Bremen
Internationales Freistil-Berufsringkampf-Turnier um den Preis der Nationen Ab 23. April 1975 Bremen
Catch Welt-Cup Endkämpfe 75. Beiliegend: Starterliste Hannover
Catch Ausscheidungskämpfe zur offiziellen Weltmeisterschaft 75 Langenhagen
catch. Internationales Freistilringen um den Donaupokal 1975 Linz
Großer Bayern-Preis 1975 M³nchen
Catch-World-Cup '75. vom 5.3. - 12.3. 1975 Oldenburg
Westfalenhalle Dortmund. Internationales Freistil-Berufsringkampf-Turnier. Europameisterschaften 1976 im Mittel- und Schwergewicht. vom 21. Okotber bis 6. November 1976. Dortmund
Mercator-Halle Duisburg. Ausscheidungskämpfe zum Europa-Pokal 1976. Am 18. und 19. Okotber 1976. Duisburg
Catch Welt-Cup '76. Beiliegend 2 Starterlisten. Hannover
catch. Internationales Freistilringen um den Donaupokal 1976. Linz
Großer Bayern-Preis 1976. 6.10. - 23. 10. 1976 M³nchen
weser-ems-Halle Oldenburg. Internationales Freistil-Berufsringkampf-Turnier. Ausscheidungskämpfe zum "Catch-Cup '76 Oldenburg
Int. Freistilringer-Turnier auf dem Platz des Wiener Eislauf-Vereins. Beiliegend Paarungen für den 22. Juni 1976 Wien
Stadthalle Bremen. Europa-Meisterschaften 1977 im Mittel- und Schwergewicht. Vom 24. 11 - 22. 12. 1977 Bremen
Stadthalle Bremen. Großer Preis von Bremen. vom 21. April bis 7. Mai 1977. Bremen
Catch Welt-Cup Finale 77. Mit Starterliste Hannover
Catch Welt-Cup Finale 77. Mit Starterliste Hannover
Ringmagazin Catch (Attersee-Pokal) Kammer -Sch÷rfling
Catch-Welt-Cup '78 Taverne am Lützowplatz. 26. April - 21. Mai 1978. Berlin
Catch Internationales Freistil Berufsringerturnier Graz
Catch-Europameisterschaft. 3. Tag, 16. September 1978 Hamburg
Catch Welt-Cup. Hannover
Catch. Wartberg/Krems. 11 - 15. August '78 Wartberg
Stadthalle Bremen. Europameisterschaft. 16. 11. - 22. 12. 79 Bremen
Westfalenhalle Dortmund. Internationales Freistil-Berufsringkampf-Turnier. Großer Preis von Nordrhein-Westfalen. Vom 22. Oktober bis 31. Oktober 1979 Dortmund
Catch um den Hans-Prang-Pokal Hamburg
Catch Welt-Cup 79. Beiliegend Starterliste. Hannover
Halle Münsterland. 29.Internationales Freistil-Berufs-Ringkampf-turnier Preis der Nationen. Vom 14. august bis 28. August 1979. Münster
Messezentrum Nürnberg.28. Internationales Freistil-Berufs-Ringkampf-Turnier Europa-Pokal '79. Vom 4. Oktober bis 19. Oktober 1979 N³rnberg
Weser-Ems-Halle Oldenburg. Internationales Freistil-Berufsringkampf-Turnier. Ausscheidungskämpfe zur Europameisterschaft 1979. Vom 1. -7. November 1979 Oldenburg


Nun bilde da mal title-histories Smile

Die bei den G. Kaiserschen EM-Turnieren bis 1975 übrigens recht übersichtlich sind: Von den 20 EM gewann Horst Hoffmann 9. Dreieindrittelmal wurde er Zweiter. Es folgen Gedeon Gida mit 4 Titeln und Jean-Louis Breston mit 2 Titeln. Je einen Titel gewannen Willi Müller, Herbert Audersch, Stan Karolyi, Billy Robinson und 1974 Roland Bock. Otto Wanz darf sich zweimal Vizeuropameister von Kaisers Gnaden nennen. Ein letztes "Europa-Championat" 1976 in Nürnberg gewann schließlich Chris Taylor, zu seinen Amateurzeiten 1972 das Opfer des berühmten Überwurfs von W. Dietrich.

Von den 25 DM des Veranstalters Kaiser bis 1975 gewannen Hoffmann 11, Gida 4, Iffland und Walloschke je 2, Westphal, Hans Schwarz Jr., Rösges, Fritz Müller, Josef Kovacs und Roland Bock je eine.

* * *

Kann mir jemand etwas über Stan Karolyi sagen (1959 Kaiser-EM), war der nicht schon in den dreissiger Jahren in Paris aktiv ?

Ebenso fehlt mir Biografisches zu einem Berufsringer namens Bruno Zimmermann, der auch bei Kaiser beschäftigt war - hatte der irgendeine künstlerisch-zeichnerische Begabung ? Das auf vielen alten Plakaten prangende Catcher-Logo mit zwei Ringern und gesprungener Beinschere soll lt. einer Catch-Revue von ihm stammen.


- Blubb - 19.07.2010

Zitat: Nun bilde da mal title-histories smile


Es gibt halt Titel, die in kurzen Abständen verteidigt werden müssen und Titel die man bei Turniersiegen erhält. Bei ersterem ist das mit den Title Histories sicherlich leichter, da man bei zweiterem einen eindeutigen Bezug zwischen den jeweiligen Turnieren herstellen müsste. Und das ist bei den vielen unterschiedlichen Bezeichnungen (und Austragungsorten) sicher schwierig.

Eine Frage dazu: Wenn beispielsweise ein René Lasartesse in Europa ein Weltmeisterschaftsturnier gewonnen hat und dann jahrelang diesen Titel "verteidigte". Hieß das dann, dass er immer wieder ein jährliches Turnier gewann, dass ihn immer wieder zum Weltmeister machte oder konnte das auch heißen, dass er seinen Weltmeistertitel in turnierunabhängigen Kämpfen aufs Spiel setzen und theoretisch verlieren konnte?


- Cay Fabian - 19.07.2010

Zitat:Original von zbyszko
Zitat: Nun bilde da mal title-histories smile


Es gibt halt Titel, die in kurzen Abständen verteidigt werden müssen...


Zu einer Entwicklung eines derartigen am Berufsboxen orientierten Systems ist es aber beim deutschen Catchen nicht gekommen. Wollte man es ernst nehmen, dann hat Lasartesse seinen Titel 1978 eigentlich nicht verteidigt und verloren. Vielmehr hat Roland Bock nur gegen ihn das Finale des Stuttgarter WM-Turniers 1978 gewonnen.

Also etwa wie Deutschland im Fussball 54, 74, 90 ...

Wie dem auch sei. Jedenfalls für einige alte Catcher scheinen ihre Siege doch wichtig zu sein. Auf der Webseite von Axel Dieter sen. kann man z. B. unter "Erfolge" nicht nur den (jahrgangsweisen) Gewinn von Europameisterschaften sehen, es wird auch klar gemacht, das bei ihm ein Weltcup-Sieg mehr als bei Otto Wanz zu Buche steht. Und also Rekord !


- Blubb - 25.07.2010

In diesem Interview erzählt René Lasartesse: "Meisterschaftskämpfe zum Beispiel wurden immer am Morgen ausgetragen. Das war eine kurze Sache, ohne Publikum und meist nicht schön anzusehen. Wer dann am Morgen im echten Kampf gewann, der hat auch am Abend vor dem Publikum gewonnen, das war so ausgemacht."

Was haltet ihr davon, besteht die Chance, dass dies wirklich regelmäßig so gehandhabt wurde? Gibt es Berichte anderer Catcher, die sich auf so eine Praxis beziehen?


- Cay Fabian - 28.07.2010

Sympathisch von L., dass er noch heute seinem kayfabe-Showstil treu bleibt. Mit neuen Variationen.

Mir fehlt bei seiner Erzählung nur ein bisserl das Wort "Veranstalter". Nach allen Überlieferungen waren Leute wie Kaiser, Selenkowitsch, Blemenschütz nicht nur fürs Geldzählen zuständig. Smile


- Cay Fabian - 28.07.2010

[Bild: http://a.imageshack.us/img43/8788/engelmann.jpg]


Wrestling 1937 in Österreich ! Im Deutschen Reich zu diesem Zeitpunkt so unmöglich.

Kann mir jemand sagen, was für eine Ringertruppe das war ? Außer Poldi Steinbach sagen mir zu meiner Schande die Namen nichts. Mit Ausnahme wohl von Mike Brendel tauchen die bislang bei mir auch nicht unter "Deutschland"auf.


- The Crusher - 30.07.2010

@zbyszko
Hier noch was bezüglich deiner Anfrage nach Frank Sexton. Zu Frank Sexton fand ich in meinen Unterlagen noch das:

Frank Sexton
“The ex-world champion was booked by promoter Rudolf Zurth for some bouts in Munich - the year was 1954.”

München
16.03.1954
Frank Sexton def Adolf Porizek

17.03.1954
Frank Sexton def Josef Stofan

18.03.1954
Frank Sexton def Wilson Kohlbrecher

19.03.1954
Frank Sexton def (DQ) I.K. - staatenlos

Anhang: Foto mit Zurth und Sexton
“Rudolf Zurth verpflichtete mit Weltmeister Frank Sexton seinen 1000. Profi-Ringer - München, im Frühjahr 1954.”

Wolltest du jetzt noch was über Verne Gagne in Deutschland haben? Über den hab ich auch noch 2 oder 3 Auftritte in Deutschland.

Ansonsten hätte ich dann noch Daten zu: (In Bezug auf Matches in Deutschland und Österreich)

Mehrfachnennungen kommen vor, da einige auch ihr Pseudonym wechselten.

- Ali Abdula
- Kenny Ackles
- Mr. Hito
- Sheik Ali
- Jerry America
- Andre the Giant
- Dark Angel
- Afa und Sika Anoia
- Tony Anthony
- Hercules Ayala
- Ali Baba
- King Badu
- Lance Baines
- Bambula
- David Barbee
- Sam Bates
- Brutus Beefcake
- Colonel de Beers
- Jack Bence
- The Destroyer
- Marcel Blaise
- Nick Bockwinkel
- George Bollas
- Jerry Botbyl
- Al Bourgeois
- Hercules Boyd
- Butcher Brannigan
- Dino Bravo
- James Brown
- Jimmy Brown
- Sweet Sugar Brown
- Fred Buesing
- Charles Buffong
- King Kong Bundy
- Roy Callender
- Primo Carnera
- Vince de Carty
- Jack Cassidy
- Cowboy Lance Cassidy
- Raoul Castro
- Boris Cervankov
- Chief Billy Two Rivers
- Chief Suni War Cloud
- Chief Billy White Cloud
- Chief Billy White Wolf
- Bull Christie
- Ted Christy
- Bruce Clay
- Bud Cody
- Randy Colley
- Chris Colt
- Jim Corbett
- Cuban Assassin
- Pat Curry
- Frank Danholder
- UFO Bob Dellaserra
- Rocky Dellaserra
- Leo Demetral
- Len Denton
- The Intelligent Sensational Destroyer
- Ernesto Diaz
- James J. Dillon
- Dimitar Dimitrov
- Mc Donowan
- Derek Draper
- Gene Dubuque
- Bobby Duncum
- Johnny War Eagle
- Lee Flash Edwards
- Bobby Eisenburg
- Eric Fröhlich
- Verne Gagne
- Regeau Gagnon
- George Gordienko
- Flash Gordon
- Denis Goulet
- Rene Goulet
- Jakob Grobbe
- Jim Hady
- Bolo Hakawa
- Jim Harris
- Bret Hart
- Bruce Hart
- Keith Hart
- Smith Hart
- Owen Hart
- Ross Hart
- Marion Hathaway
- Michael Haynes
- Bob Heffernan
- Larry Hennig
- Dizzy Hogan
- Al Hoosman
- Dutch Howlett
- Adam Jawrenko
- Don Leo Jonathan
- Junkyard Dog
- Kahito
- Sheik Adnan El Kaissy
- Charly Kalani
- Hans Kämpfer
- Pat und Mike Kelly
- Kimala
- Kublai
- Manuula Khan
- Dan Kolov
- Bull Komar
- Tito Kopa
- Jack Larush
- Jack Laskin
- Louis Laurence
- Sky Hi Lee
- Pierre Lefebvre
- Tony Lewis
- Lou Macera
- Frank Maniassi
- Chris Markoff
- Mil Mascaras
- Phil Mercado
- Bill Merrick
- Missouri Bill
- Molnar
- El Mongol
- Moondog Rex
- Moose Morowski
- Hans Mortier
- Dick Murdoch
- Max Murphy
- Sandor Nandor
- Jim Neidhardt
- Gordon Nelson
- Bob Nilson
- Jerry Novak
- Mikhali Orgovany
- King Parsons
- Steve Pearsay
- Gilles Poisson
- Leon White (Vader)
- John Quinn
- Buck Ramstad
- Baron von Raschke
- Bruce Reed
- Brad Rheingans
- Sylvester Ritter
- Yvon Robert jr.
- Buddy Rogers jr.
- Bob Roop
- Mike Rotundo
- Raymond Rougeau
- Harold Sakata
- Mikel Seitz
- Frank Sexton


- Blubb - 31.07.2010

Zitat:Original von Crusher Kane
@zbyszko
Hier noch was bezüglich deiner Anfrage nach Frank Sexton. Zu Frank Sexton fand ich in meinen Unterlagen noch das:

Frank Sexton
“The ex-world champion was booked by promoter Rudolf Zurth for some bouts in Munich - the year was 1954.”

München
16.03.1954
Frank Sexton def Adolf Porizek

17.03.1954
Frank Sexton def Josef Stofan

18.03.1954
Frank Sexton def Wilson Kohlbrecher

19.03.1954
Frank Sexton def (DQ) I.K. - staatenlos

Anhang: Foto mit Zurth und Sexton
“Rudolf Zurth verpflichtete mit Weltmeister Frank Sexton seinen 1000. Profi-Ringer - München, im Frühjahr 1954.”

Wolltest du jetzt noch was über Verne Gagne in Deutschland haben? Über den hab ich auch noch 2 oder 3 Auftritte in Deutschland.

Vielen Dank Smile Wie ich sehe, hast du ja zu André und Verne schon in den Genealogie-Threads ihre deutschen Kampfrekorde gepostet (Wie kam es eigentlich zum Sieg von Wanz gegen André im WM-Kampf?). Ansonsten würden mich noch besonders die deutschen Auftritte von Nick Bockwinkel, Dick Beyer und Mil Máscaras interessieren.