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- The Crusher - 01.06.2010 Ich habe noch Zeitungsartikel und Bilder zu Selim und Mehmet Kodjali. Sagen die dir was? Sind auch zwei Türken, die Doublier und Antonio Pierri aus der Türkei holten. 1903 kam ja auch Ahmed Madrali durch Pierri nach London. Edit: Zwei Türken kenne ich noch - Koca Yusuf und Mehmet Effendi. ![]() Wie ist das jetzt mit dem American Heavyweight Title? Das müssen wir noch mal ausführlich hier erörtern! Also vom 02. März 1893 an - Lewis gegen Roeber. - Blubb - 01.06.2010 Selim, Kodjali und Effendi sagen mir jetzt nichts. Ist aber gut möglich, dass man auf türkischen Seiten über den Ölringkampf Yagli Güres noch irgendwas über sie findet. Ahmed Madrali ist mir da eigentlich auch nie begegnet, obwohl er ja den großen Kampf gegen Hackenschmidt hatte. Koca Yusuf ist Yusuf Ismail. Unter diesem Namen ist er in der Ölringkampf-Szene bekannt gewesen. Koca ist sein Beiname gewesen und bedeutet scheinbar sowas wie "Mann" oder "der Große"(?). Was den American Heavyweight Title betrifft so folge ich mittlerweile den Ergebnissen, die mal bei wrestlingclassics präsentiert wurden. Also, dass durch Lewis vs. Roeber nicht der American Heavyweight Title sondern nur der Mixed Style Title entstand. Der American Heavyweight Title ist nur ein Freestyle-Titel und letztlich identisch mit dem Catch as Catch Can-Title von Joe Acton. Joe Acton und Edwin Bibby hatten sich wohl beide als Catch as Catch can-Champions in den USA präsentiert, bis Acton Bibby besiegte. Anschließend galt Acton als der unangefochtene Champion. Diese Ergebnisse sind mittlerweile auch bei wrestling-titles.com ergänzt worden. Edit: Hab grad gefunden, dass Halil Adali eigentlich Adali Halil genannt werden müsste. Genau wie bei Kurtdereli Mehmet ist Adali nur ein Beiname, der besagt, dass er aus der Stadt Ada stammt. - The Crusher - 01.06.2010 Also wird der Beginn jetzt bei Joe Acton 1887 in Chicago angesetzt? Nun Acton hat den American CACC Title ja am 03. Dezember 1881 in London gewonnen, als er Tom Cannon besiegte. Das Match in Chicago 1887 müsste gegen Evan Lewis gewesen sein. - Blubb - 01.06.2010 Ich finde leider den entsprechenden Thread bei Wrestlingclassics nicht mehr. Ich kann das ganze nur aus den Listen bei Wrestling-titles.com rekonstruieren. Wenn das stimmt, was da so steht (ich hatte es aus dem damaligen Thread etwas anders in Erinnerung), dann gewann Edwin Bibby 1881 ein Match gegen Duncun C. Ross und durfte sich anschließend Champion of America nennen. Kurz darauf gewann Joe Acton seinen Freistil-Titel gegen Tom Cannon in England und wurde scheinbar bei seiner Ankunft in den USA als Champion of England bezeichnet. Zwischen Acton und Bibby kam es 1982 zu einem Kampf um einen "World" Title, den Acton für sich entschied. Bibby trat anschließend aber durchaus noch als Champion auf. Bald wurde aber nur noch Acton als amerikanischer Freistil-Champion bezeichnet. Acton hielt den Titel bis zu seiner Niederlage gegen Lewis. Sollte das Match zwischen Ross und Bibby tatsächlich um einen American Title im freien Stil gegangen sein, sollte dieses Datum als Ursprungspunkt des American Heavyweight Titles angesehen werden. Cannon gewann ja keinen amerikanischen Titel. Feststeht, dass Acton irgendwann in den Augen der Presse mit seinem Titelanspruch Bibby abgelöst hat, ob nun durch den Kampf der beiden oder nicht. Edit: Hier ist der besagte Thread bei Wrestlingclassics.com. - The Crusher - 01.06.2010 Ich schreib jetzt mal, was der Historiker Tom Gannon auflistet: 19. Januar 1881 Edwin Bibby def Duncun C. Ross American CACC Championship 02. März 1881 William Muldoon def Edwin Bibby World Heavyweight Championship (hier dann Greco-Roman; zu der Zeit bezeichneten die Amerikaner schon ihre Turniere als "World", wobei es ja einen eigentlichen World Title noch nicht gab.) 07. August 1882 Joe Acton def Edwin Bibby World CACC Championship - Blubb - 01.06.2010 So war der gute Herr Gannon schon vor Jahren schlauer als die Macher des Title History-Buchs. Es ist ja eigentlich egal, ob die amerikanischen Zeitungen ihre Titel mal als "World"-Title und am nächsten Tag als "American"-Title bezeichnen. Es bleibt ja trotzdem derselbe Titel. Wenn der Namenswechsel offiziell wird, ist es ja nur eine Umbenennung, gegebenfalls in Verbindung mit einer Regeländerung, die Identität des Titels bleibt in meinen Augen aber unangetastet. Daher kann ich mit der Reihe Edwin Bibby - Joe Acton - Evan Lewis - Martin Burns u.s.w. als American Heavyweight Champions gut leben, auch wenn der Titel ursprünglich American Catch as Catch can Championship hieß. EDIT: Ich hab gleich mal ne neue Frage an die Euro-Experten. Cay hat ja auf seiner Flickr-Seite ein Bild von Rudolf Zurth und Frank Sexton und Steve Yohe schreibt irgendwo, dass laut Gerhard Schaefers Aufzeichnungen Frank Sexton ein paar Matches in Deutschland absolviert hat. Was waren das für Kämpfe und in welcher Weise wurde Sexton den Deutschen präsentiert? Er trägt auf dem Zurth-Foto einen Gürtel, doch seine AWA-Regentschaft war ja längst vorbei, was war das für ein Titel? - The Crusher - 01.06.2010 Tom Gannon und Gerhard Schäfer haben sich über viele Jahre mit Infos gegenseitig ausgetauscht. Schäfer sendete die Results aus Europa und Gannon im Gegenzug die USA-Kanada Results. So hatten beide die identisch gleichen Listen vor sich. Die Idee zu seiner Resultsliste, sie heißt "A History of Wrestling", kam von Gannon in den 60er Jahren. Der Austausch von Turnierdaten erfolgte bis Schäfers Tod im Juli 1995. Gannon starb nur wenig später - 1996. Das Archiv von Gannon hat dann Libnan Ayoub übernommen, der mit ihm 1990 das Buch "100 Years of Australian Professional Wrestling" schrieb. So ganz genau kann ich nicht sagen, wann der Kontakt zw. Schäfer und Gannon abgebrochen ist. Seit November 1994 hatte sich jedoch der Gesundheitszustand von Schäfer verschlechtert. - Blubb - 01.06.2010 Yohe schreibt, dass laut Schaefers Aufzeichnungen Sextons Auftritte in München im März 1954 gewesen sein sollen. - The Crusher - 01.06.2010 Zitat:Original von zbyszko Insofern Sexton nach dem Januar-Februar 1952 noch für Bowser in Boston kämpfte, handelt es sich um den Eastern Heavyweight Title, der aus dem AWA World Title hervorging. Das NWA Board verstärkte Anfang 52 den Druck auf Mitglieder, die noch eigene World Title aus der Zeit vor der NWA Alliance Gründung 1948 kontrollierten. Al Haft (Ohio) weigerte sich, dem Mehrheitsbeschluss zu folgen und nur den NWA World Title anzuerkennen. Haft trat 52 aus und Bowser änderte den Namen von AWA World Title in Eastern Heavyweight Title um. Diese Situation ging dann bis zum Chicago Desaster, als Bowser danach die NWA Splittergruppe mit Eddie Quinn und Johnny Doyle formierte. - Blubb - 01.06.2010 Laut den Title Histories bei WT.com wird Sexton nicht als Eastern Heavyweight Champ geführt. Hier übrigens ein paar schöne Bilder von den Statuen, die man in Edirne zu Ehren der großen Kirkpinar-Heroen Kel Alico, Kurtdereli Mehmet und Koca Yusuf aufgestellt hat: [Bild: http://e-turkey.net/turkeyguide/d/2682-3/dia_vu_edirne_kurtdereli_kelalico_kocayusuf_005651xw.jpg] Hier noch eine Statue von Adali Halil: [Bild: http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/10405129.jpg] Edit: Da ein Bild zu groß geraten ist, hier der Link |