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Der Einfluss der ECW auf das US Pro Wrestling
#1
Eine Frage im Questions Forum vor einiger Zeit brachte mich auf eine neue Thread Idee, und zwar der Einfluss der ECW auf die 90er Jahre und alles was danach kam in Nord Amerika.

Heyman betont ja in jedem Interview wie “Inovativ“ die ECW war, und wieviel WWE von der ECW kopiert hat. Die ECW hat sicherlich das US Pro Wrestling mitte der 90er Jahre gepraegt, nicht nur positiv sondern auch negativ. Bei der ECW war immer etwas los, manchmal war es gut, manchmal war er beschissen. Die ECW war auf jedenfall etwas neues im Gegensatz zu WCW und WWF, doch die ECW begann dann zu straucheln als die Leute in Stamford und Atlanta ihre Ideen auch aus der ECW hollten, und es mieserabel kopierten.

Ich fand die ECW auch okay, sie war “cool“, sie hatte diese Aura, die Fans in der Halle oder die Matches mit dem Mix aus Garbage Wrestling, Hardcore Wrestling und Technical Wrestling. Und ich denke dieser Mix war das besondere an der ECW, man konnte alles sehen (etwas was heute TNA ja auch immer mehr versucht). Auf einer ECW Card fandest du einen harten Brawl genauso wie ein High Flying Match, man sah aber auch gutes Mat Wrestling, man sah Angles, Gimmicks etc etc.

Mit der Zeit hat die ECW aber es uebertrieben wie folgende zwei Beispiele zeigen, da waeren einerseits die High Spots, und andererseits die Chairshots. Sah man 1996 bei einer ECW Show wie einer 1 oder 2 Chairshots abbekam (siehe Dreamer vs Raven), waren es 1999 schon 20 Chairshots die jemand abbekam. Sprang New Jack 1996 noch vom Entrance, sprang er 1999 schon von der Hallendecke runter. Das fuehrte nicht nur zur uebersaettigung, sondern auch zu mehr Verletzung, sprich mehr Painkiller. Einer der negativen Nebeneffekte der ECW waren sicherlich die Drogen, die viele nahmen um “over“ zukommen bei den 800 Fans in der ECW Arena.
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#2
Ich kann mich noch erinnern, wie ich 96 mal einige Ausschnitte aus der ECW zu Gesicht bekam und das zu einer Zeit, wo Diesel in seinen Clips noch ein Glas Milch trank und Geld für Autogrammstunden ablehnte.. ich werde die Bilder nie vergessen (was nicht unbedingt positiv sein soll) und heute sieht man das in jedem WWE Match. Der Sandman bearbeitete sein Opfer mit Stacheldraht, 30 Stühle wurden auf Köpfen zerdeppert, 50 Tische zerbrachen und irgendwelche halbnackte Valets wurden mit Bierdosen vollgestopft und küssten dann die Wrestler und noch ein paar unkeusche Details in diesem knapp 1 Minütigen Clip und andere brutale Dinge geschahen. Wenn man das mit der damaligen WWF verglich waren das zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein konnten und ich war froh, dass ich WWF und nicht ECW Fan war. Seither habe ich die ECW immer als etwas unseriöses angesehen.
Und heute? Da passt die Beschreibung auf ein Standardbooking von Vince McMahon persönlich.

Ich muss aber zugeben, dass ich ausser diesem Clip nur eine einzige Show mal auf einem Tape sah und das mein einziger (geringer) Eindruck von der ECW war.
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#3
Da ist sicher etwas wahres dran, die ECW war ein Gegenpol mit sehr viel positiven aber auch wie du sagtest negativen Geschichten. Als WWE das ganze ein wenig mehr in ihre Shows einbaute und der Style extremer wurde(die Attitude-Zeit) kam der Aufschwung damals. WWE hatte einfach eine viel größere Plattform als die ECW. Doch es ist beachtlich wieviel Aufmerksamkeit man mit Mundproganda und Tape-Traders erreichen kann. Was Heyman perfekt schaffte war, dass er seine Stars selber schuf und nicht irgendwo anders herbekam. Eine Sache das die WCW nie machte, ein Grund warum es diese Promotion heute nicht mehr gibt.

Wenn eine Sache übertrieben wird oder man es zu oft sieht(wie die Chairshots bei ECW, oder die NWO bei WCW) wird es irgendwan normal und es wird von den Fans nicht mehr als etwas Besonderes angesehen. Das ist aber immer so.
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#4
Zitat:Original von Flow
Ich kann mich noch erinnern, wie ich 96 mal einige Ausschnitte aus der ECW zu Gesicht bekam und das zu einer Zeit, wo Diesel in seinen Clips noch ein Glas Milch trank und Geld für Autogrammstunden ablehnte.. ich werde die Bilder nie vergessen (was nicht unbedingt positiv sein soll) und heute sieht man das in jedem WWE Match. Der Sandman bearbeitete sein Opfer mit Stacheldraht, 30 Stühle wurden auf Köpfen zerdeppert, 50 Tische zerbrachen und irgendwelche halbnackte Valets wurden mit Bierdosen vollgestopft und küssten dann die Wrestler und noch ein paar unkeusche Details in diesem knapp 1 Minütigen Clip und andere brutale Dinge geschahen. Wenn man das mit der damaligen WWF verglich waren das zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein konnten und ich war froh, dass ich WWF und nicht ECW Fan war. Seither habe ich die ECW immer als etwas unseriöses angesehen.
Und heute? Da passt die Beschreibung auf ein Standardbooking von Vince McMahon persönlich.

Ich muss aber zugeben, dass ich ausser diesem Clip nur eine einzige Show mal auf einem Tape sah und das mein einziger (geringer) Eindruck von der ECW war.

Besorg dir die "The Rise and Fall of the ECW" DVD, da ist alles perfekt zusammengefasst. Da hab ich die Geschichte der ECW kennen und lieben gelernt. Da sieht man wirklich was da damals los war. Sehr empfehlenswert. :=:
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#5
Meiner Meinung nach ist die ECW das geilste gewesen was wrestling je hervorbrachte. (Ausnahme evt. Japan wrestling, aber das kenn ich nicht. ROH ist auch sau-geil aber ECW hat mir immer schon am meisten gefallen.
Wäre damals gerne schon älter gewesen, denn als sich Eastern in Extrem verwandelte war ich grade mal 7 Jahre alt.
Später habe ich mir natürlich tapes und dvd's gekauft um wenigstens nachträglich ECW zu sehen.
Leute wie Dreamer, Sabu, Sandman, Raven und auch weniger bekannte wie mikey whipreck, new jack oder the pitbulls zählen zu meinen favourites..

Alleine die Fans waren sooo cool, wie jericho auf rise and fall of ECW sagt: richtige "wrestling-fans" die Bescheid wussten und mit Liebe dabei waren. Meine Mutter würde freaks dazu sagen.. Breites Grinsen
Nicht wie die heutigen wwe-fans, zu 50% keine Ahnung vom Biz.(Ihr wisst welche wwe-fans ich meine, girlis und kleine kiddies) Das waren halt "echte Wrestling fans", die wollten Blut, genau so wie mat- oder high-flying action sehen. Nicht umsonst waren leute wie guererro, benoit oder malenko so beliebt in der ECW obwohl sie sich nicht mit stühlen und barbed-wire-baseball-bats die köpfe einschlugen.
Wie nef geschrieben hat die innovation die abwechslung war der hammer in der ECW..von jedem ein bisschen was egal ob hardcore oder technik-wrestling...

Bezüglich Einfluss ist sicher unbestritten das die Attitude-Zeit der wwe zum größten Teil auf die ECW zurückzuführen ist. Viele Stars wie zb.: Tazz, die Dudleyz kamen schon vor'm Ende der ECW zur WWE und trugen auf jeden fall zur attitude-zeit bei. Oder Cactus Jack mit seinen brutalen matches gegen den taker.
Auf einmal sah mal viel öfters Leiter, Stühle und Tables bei wwe. Es war alles möglich, jederzeit konnte irgendetwas passieren. Die Ausrichtung wurde härter, es wurde mehr geschimpft (zb: Austin, DX)
Es gab viel mehr hardcore und falls-count-anywhere matches. Wie TCO schon sagte, auf der Rise and fall of ist das alles geil zu sehen..
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