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UFC 111: St. Pierre Vs. Hardy Card
#27
Willkommen im Prudential Center in Newark. In der Nacht vom 27. März zum 28. März ist es wieder so weit. Die UFC kehrt wieder nach New Jersey zurück um ihre für lange Zeit letzte „Schnapszahl“ Veranstaltung abzuhalten. UFC 111 wartet mit einem Titelkampf im Welterweight, einem Interim Titelkampf und mehreren interessanten Match Ups auf. Der Publikumsliebling Georges St. Pierre muss gegen den einen der Aufsteiger des letzten Jahres, in Form von Dan Hardy ran. Shane Carwin und Frank Mir haben hingegen die Chance sich ihre Chance auf den Titel gegen den wiederkommenden Brock Lesnar zu sichern. Zu beiden Kämpfen aber später mehr. Erstmal beginnen wir mit der Undercard und dem Kampf Matthew Riddle gegen Greg Soto.

-Welterweight Fight:
Greg Soto (7-0-0) vs. Matthew Riddle (3-1-0)

Das Welterweight ruft uns und damit der Kampf zweier talentierter junger Kämpfer. Für Greg Soto, der bisher noch unbesiegt ist, stellt dieser Fight sein Debüt in der Liga der Champions da. Bisher konnte er mit Siegen bei kleineren Promotionen überzeugen. Sein Stil ist ein Mix aus BJJ und Wrestling. Wie er sich im Haifischbecken durchsetzt bleibt allerdings abzuwarten.

Matthew Riddle ist da schon weiter. Der Mann aus Allentown war Mitglied der 7. Staffel von The Ultimate Fighter. Dort musste er sich schlussendlich Tim Credeur geschlagen geben, nachdem er mit einem Sieg über Dan Simmler ins Haus gekommen ist. Von der Niederlage lies er sich aber nicht lange ärgern. Im Finale der 7. Staffel durfte er gegen Dante Riveira ran, den er genauso wie seine zwei nächsten Gegner Steve Bruno und Dan Cramer per Decision besiegen konnte. Wer jetzt glaubt es ging so weiter ist weit gefehlt. Ein jeder Aufstieg hat auch leichte Rückschläge, so auch bei Matthew Riddle der Fall. Er fiel Nick Osipczak zum Opfer und ging KO. Nun ist seine Zeit zur Wiedergutmachung gekommen.

Der Kampf ist kein Brüller, aber er ist einer für die Zukunft der Promotion. Beide Fighter haben stärken im Wrestling und von daher liegt der Verdacht nah, dass es ein Stinkerfight aller Matt Lindland Style werden könnte. Greg Sotos Chance liegt hier in der Submission oder im KO, würde es über die voll Distanz gehen, sehe ich Vorteile bei Matthew Riddle, aufgrund seiner Erfahrung.

Tipp: Matthew Riddle via Unanimous Decision

-Lightweight Fight:
Kurt Pellegrino (14-4-0) vs. Fabricio Camoes (10-4-1)

Weiter geht’s im Lightweight. Es wird hochklassiger, nicht was das Gewicht angeht, sondern was die Namen und die Qualität der Kämpfer angeht. UFC Veteran Kurt Pellegrino trifft auf den Brasilianer Fabricio Camoes. Kurt Pellegrino ist schon lange Mitglied des Kaders der weltbesten MMA Organisation. Seinen ersten Kampf für eben jene Promotion bestritt er bei UFC 61 wo er nach einem Rear Naked Choke gegen Drew Fickett verlor. Eine kurze Auszeit außerhalb und ein Sieg gegen Jesse Chilton brachten ihn wieder zurück. Das wusste der Mann aus Point Pleasent zu nutzen und besiegte seine nächsten beiden Gegner. Dann wartete einer der Top 5 Lightweights auf ihn. Joe Stevenson war eine Nummer zu groß, ebenso wie Nate Diaz. Trotz allem wurde er nicht wie viele andere raus geschmissen. Er schaffte es zurück auf den Weg des Erfolges. Thiago Tavares, Rob Emerson und Josh Neer durften das spüren. Auf den Mann der seine Stärken sein gutes BJJ und Wrestling ist, wartet aber kein leichter Gegner.

Fabricio Camoes feierte einen überragenden Einstand bei der UFC. Oder wer kann sonst von sich behaupten, dass er bei seinem Debüt Caol Uno ein Draw abverlangt? Eine starke Leistung auch wenn Caol Uno in der Lightweight Division nicht mehr das Maß aller Dinge ist. Nach einem stockigen Karrierestart mit Kämpfen in seinem Heimatland Brasilien ging es aber 2006 steil aufwärts mit seiner Karriere. Der Weg führte ihn dann über ShoMMA direkt zur UFC, wo man ihm gleich mit besagten Caol Uno einen Brocken vorgeworfen hat. Sein bevorzugter Stil ist das BJJ und so könnte uns ein interessanter Kampf bevorstehen.

Der Kampf wird sicherlich keine Contenderfragen lösen, allerdings ist er schon ein Fingerzeig gegen wenn man künftig aufstrebende Jungstars stellen kann. Hier haben wir einen Wrestler mit BJJ Qualitäten und einen BJJ Kämpfer. Der Kampf sollte also zum Großteil in der Bodenlage stattfinden. Dort sehe ich Vorteile für Kurt Pellegrino, nicht weil er erfahrener ist, nein er kann mit seinem Wrestling die Punkte sammeln die ihm zum Sieg reichen. Dabei sollte er allerdings seine Submission Defense nicht vernachlässigen den sein Gegner hat derzeit einen Lauf. Ein spannender Ausgang steht uns bevor, mit leichten Vorteilen für Pellegrino.

Tipp: Kurt Pellegrino via Unanimous Decision

-Light Heavyweight Fight:
Rodney Wallace (9-1-0) vs. Jared Hamman (10-2-0)

Der nächste Kampf führt uns in das Land der schwereren Jungs. Genauer gesagt finden wir uns im Light Heavyweight wieder. Dabei trifft Rodney Wallace auf den Jared Hamman. Man könnte den Kampf auch anders nennen, „Wer verliert der fliegt“ könnte sehr wohl zutreffend sein. Jared Hamman dürfte den MMA Zuschauern spätestens seit seinen Hauptkämpfen bei ShowXC ein Begriff sein. Seine größten Meriten sammelte er allerdings gegen Travis Wiuff, als er diesen in Runde 2 KO schlug. Sein Debüt bei der UFC verlief nicht nach seiner Nase. Alexander Gustafsson war eine Nummer zu groß für ihn und machte ihn in nicht mal einer Minute platt. Einen Eindruck den man kein zweites Mal hinterlassen sollte in der UFC, sonst verkündet Dana White die Lieblingsworte von Vince McMahon „You´re fired!!!“

Seinem Gegner erging es nicht besser. In kleineren Ligen hat es Wallace zu einem Kampfrekord von 9-0 gebracht und konnte vorallem in Ligen wie M-1 durch gute Leistungen überzeugen. Er bekam also seine Chance in der UFC und diese gegen keinen schlechten Gegner. Brian Stann, selbst IFL Veteran konnte ihn über Decision besiegen und machte den lupenreinen Kampfrekord damit kaputt. Dies gilt es zu rächen.

Jared Hamman ist vorallem durch seine KO Power gefährlich für seine Gegner. Wallace der ehemalige Footballspieler beendet seine Kämpfe dagegen meist über Decision oder er kriegt eine Submission durch. Wie wird der Kampf also ablaufen? Wird Wallace den Kampf also versuchen am Boden und im Stand auf Distanz zum Gegner zu kontrollieren, oder wird Hamman die Distanz verkürzen können im Stand und seine kräftigen Hände einsetzen können? Wenn man mich fragt, ich glaube an die zweite Variante. Wallace ist noch nicht gewieft genug für Hamman und wird ihn nicht ewig auf Distanz halten. Auf kurzer Distanz wird er harte Hände kriegen und darauf zu Boden gehen, wo er KO geht.

Tipp: Jared Hamman via KO in Runde 2

- Middleweight Fight:
Rousimar Palhares (10-2-0) vs. Tomasz Drwal (17-2-0)

Willkommen in der Division, die eine Terrorherrschaft von Anderson Silva ertragen muss. Das Middleweight ist dran und ein Kampf der vom lesen her schon mal sehr nach Fight of the Night riecht. Rousimar Palhares konnte sich erste Meriten in der Brasilianischen Liga Fury FC erwerben. Danach kam er mit großen Vorschusslorbeeren in die UFC und konnte diese auch zu vollster Zufriedenheit ausfüllen. Ivan Salaverry, war der Gradmesser, ein guter Gatekeeper der UFC und er fiel den Submissionkünsten des Brasilianers zu Opfer. Fortführend ging es zu schnell weiter in seiner Karriere. Der nächste Gegner war gleich die Lebende MMA Legende Dan Henderson. Auch in diesem Kampf schlug er sich nicht schlecht, konnte allerdings dem an Erfahrung und im wrestlerischen Fähigkeiten überlegenden Gegner nicht genug entgegen setzen. So muss er sich nun seinen Weg erneut in die Contender Regionen bahnen. Jeremy Horn und Lucio Linhares fielen ihm dabei schon zum Opfer. Drawl soll der nächste sein.

Tomasz Drawl ist einer der besten Mittelgewichtler des Europäischen Kontinents. Sein Weg führte ihn über viele kleinere Veranstaltungen vor allem in Polen und in Deutschland, wo er unter anderem gegen einen in Deutschland sehr bekannten Kämpfer wie Nordin Arish kämpfte, zur UFC. UFC feierte er sein Debüt gegen ein sehr starken Gegner. Thiago Alves war sein Gegner, eben jener Alves der sogar einen Matt Hughes ins Land der Träume schickte. Es kam wie es kommen musste. Für den Polen war der Brasilianer eine Nummer zu groß. Man vertraute ihm allerdings weiterhin und er gewann seinen nächsten beiden Fights. Bei UFC 103, dann der Wechsel. Er ging vom Weltergewicht eine Klasse hinauf ins Mittelgewicht und bekam auch gleich einen guten Gegner. Drew McFedries konnte ihm jedoch nicht lange standhalten. Nach ca. 1 Minute in Runde 2 war Schluss. Sieg durch Rear Naked Choke hieß das Urteil und das Debüt im Mittelgewicht war geglückt.

Der Kampf ist so mit das spannendste was der Abend zu bieten hat. Hier treffen zwei hervorragende Kämpfer aufeinander, wovon jeder noch eine große Zukunft in der UFC haben kann. Wichtig hierfür ist der Sieg am Samstag. Rousimar Palhares wird sein Glück eher am Boden suchen, da er ein hervorragender BJJ Kämpfer ist, ich würde soweit gehen, er gehört zu den besten in der Welt. Tomasz Drawl wird sein Glück im Stand versuchen, dort hat Palhares seine größten Schwächen und hier kann er ihn mit harten Händen treffen, am Boden wäre die Gefahr zu groß in eine Submission zu geraten. Vorteile sehe ich in diesem Kampf bei Rousimar Palhares. Er hat das Zeug die Distanz soweit zu verkürzen, dass er Tomasz Drawl zu Boden bekommen kann, dort angekommen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Drawl in einer seiner Submissiongriffe landet.

Tipp: Rousimar Palhares via Submission in Runde 3

-Lightweight Fight:
Jim Miller (16-2-0) vs. Mark Bocek (8-2-0)

Wir bewegen uns ins Land der kleinen und dünnen Jungs und landen im Leichtgewicht. Dort werden mit Jim Miller und Mark Bocek zwei Submissionkünstler aufeinander treffen. Aber erstmal eine kurze Einleitung zu den Kämpfern. Jim Miller ist der Bruder von Dan Miller und war schon vor seiner UFC Karriere sehr aktiv im MMA unterwegs. Seinen Weg pflastert eine Niederlage gegen keinen unbekannten. Frank Edgar konnte ihn besiegen über die Distanz. Der Weg ging danach wieder auf der Erfolgsspur weiter und so kam es das er zum Ende der IFL nochmal in eben jener Liga antreten durfte. Er besiegte dabei Bart Palaszewski und sein Weg in die UFC war frei. Mit 5 Siegen bei nur einer Niederlage gegen Gray Maynard geht sein Weg steil bergauf in der Division. Damit dies so bleibt muss er aber erstmal Mark Bocek aus dem Wege schieben.

Mark Bocek machte bei KOTC und TKO auf sich aufmerksam und bekam schon sehr früh in seiner MMA Karriere ein Angebot der UFC. Bei UFC 73 war es soweit und er verlor diesen Kampf. Nur wer war sein Gegner? Ich will euch nicht weiter auf die Folter spannen. Es war der gleiche Gegner der Jim Miller seine erste Niederlage bei gebracht hat. Er wurde jedoch nicht aufgegeben und konnte im nächsten Kampf Doug Evans besiegen. Danach wartete Mac Danzig auf ihn. Dieser durfte noch einmal die Luft des Sieges spüren, danach verlor er 3 mal hintereinander. Mark Bocek dagegen zeigte sich nach der erneuten Niederlage verbessert und konnte 3 Siege einfahren.

Nach jeweils guten Siegesserien wäre es eigentlich Vermessen hier vom Kampf ums Überleben zu sprechen, aber nichts anderes erwarte ich hier. Beide Kontrahenten sind so weit vom Titel entfernt wie die Sonne von der Erde. Sie kämpfen also darum wer weiter den Gatekeeper im Leichtgewicht spielen darf. Jim Miller wie auch Mark Bocek haben ihre Stärken am Boden und von daher wäre es fast ein Wunder wenn beide nicht auf den Boden gehen über kurz oder lang. Dort angelangt dürfte es ein sehr taktisches Match werden, wo es darum geht bloß nicht zuerst einen Fehler zu begehen. Wer den auch immer macht der verliert. Im normalen Bodenduell sehe ich allerdings Jim Miller leicht vorne der mit seinem Wrestling die nötigen Punkte auf den Punktrichter Zetteln sammeln sollte um das Ding zu schaukeln.

Tipp: Jim Miller via Unanimous Decision

-Welterweight Fight:
Nate Diaz (11-5-0) vs. Rory Markham (16-5-0)

Wir nähren uns der Main Card, vorher müssen wir aber noch das Entfant Terrible Brüderpaar des Sports ertragen. Nate Diaz steigt in den achteckigen Käfig gegen Rory Markham. Nate Diaz ist über die 5. Staffel von The Ultimate Fighter zur UFC gekommen, vorher durfte er aber schon vorallem bei der WEC auf sich aufmerksam machen, wo er es sogar bis zum Titelkampf brachte. Gegner dort war Hermes Franca der ihn auch besiegte. In der TUF Staffel trat er im Team vom Jens Pulver an und schaffte es mit Siegen über Rob Emerson, Corey Hill und Gray Maynard ins Finale wo er Manny Gamburyan besiegen konnte und so die Staffel gewann. Danach ging es erfolgreich weiter. Ein Sieg folgte dem nächsten. Das Jahr 2009 kann man dann aber als Seuchenjahr bezeichnen. 3 Niederlagen bei nur einem Sieg brachten den Titelaspiranten wieder auf den Boden. Das Jahr 2010 wird ein ganz wichtiges für ihn. Die Frage ist ob er wieder die Erfolgsspur findet.

Rory Markham ist dafür ein guter Gradmesser. Nicht auf dem Niveau eines Gray Maynard, gegen den Nate Diaz zuletzt verlor, ist er einer der Gatekeeper der UFC. Seine bisher größte Zeit hatte er bei der IFL, wo er mehrere Fights bestreiten konnte unter anderem gegen Mike Pyle. Seine Niederlagen dort stammen gegen Brett Cooper und Chris Wilson. Nach dem Ende der IFL verschlug es ihn kurzzeitig zu Adrenaline. Doch die UFC lockte schnell und in seinem Debüt erreichte er auch gleich den Knockout of the Night gegen Brodie Farber. Der No. 1 Contender auf den Titel, Dan Hardy war allerdings zu gut und knockte ihn nach 1 Minute schon aus. Gegen Nate Diaz sollte er einen besseren Eindruck machen, sonst kann es eng werden.

Ein Kampf zweier Kontrahenten die etwas gut zu machen haben. Nate Diaz hat wie oben schon geschrieben ein Seuchenjahr hinter sich, während sein Bruder bei Strikeforce für Furore sorgt. Das wird ihn ärgern und er wird versuchen dies zu ändern. Die UFC gibt ihm hierbei eine dankbare Aufgabe. Rory Markham ist kein schlechter Fighter, aber er ist nicht auf dem Niveau welches ein Nate Diaz in Normalform hat. Rory Markham´s Chance liegt vorallem im Stand. Sollte er dort Nate Diaz erwischen kann er ihn besiegen. Die größere Wahrscheinlichkeit liegt allerdings darin, dass wir uns schnell auf dem Boden wiederfinden. Dort wird Diaz seinen Gegner auschoken und den Kampf relativ schnell zu Ende der ersten Runde für sich entscheiden.

Tipp: Nate Diaz via Submission in Runde 1

-Welterweight Fight:
Jon Fitch (21-3-0, 1NC) vs. Ben Saunders (8-1-2)

Bei unserem nächsten Kampf geht es ebenfalls ins Weltergewicht soviel ist schon mal klar. Welcher Kampf hier allerdings zu Stande kommt ist noch nicht 100 % klar. Eine Verletzung von Thiago Alves würfelt die Card nochmal ganz schön durcheinander. Von Seiten wwf4ever.de wünschen wir Thiago Alves eine gute Besserung und das er schnell wieder zu Gesundheit findet. Nun aber weiter im Text. Jon Fitch stand also ohne Gegner da. Es sah alles danach aus, als ob er von der Card gestrichen wird, sehr ärgerlich wenn man überlegt, dass dies so eine Art Contender Match schon war. Nun kommt aber ein anderer Weltergewichtskampf in den Mittelpunkt. Jake Ellenberger sollte eigentlich gegen Ben Saunders antreten. Ben Saunders sagte aber nachdem er von der Fitch Geschichte hörte, dass er gegen ihn gerne antreten würde. So wie es ausschaut kommt es auch dazu und deshalb werde ich Fitch gegen Saunders beleuchten. Ellenberger wird seine Börse wohl bekommen ohne gekämpft zu haben.

Nun zum Kampf und zum Decision Man Jon Fitch. Dieser gehört wohl zum besten was die UFC im Weltergewicht zu bieten hat. Angefangen hat er allerdings im Light Heavyweight. Da die Karriere dort nicht so erfolgreich war kam nach der Niederlage gegen Wilson Gouveia, seine 2.te im vierten Kampf der Wechsel ins Middleweight. Auch da blieb er nicht ewig, doch sein UFC Debüt gab er in eben jener Klasse, nachdem er nochmal die Gewichtsklasse nach oben gegangen war. Erster Gegner war Brock Larson und dieser verlor gegen Jon Fitch wie viele andere in Zukunft auch verlieren sollten, über Decision. Sein Weg war also geebnet, trotz allem ging es die Gewichtsklasse wieder runter und nach Siegen gegen u.a. Thiago Alves und Diego Sanchez hieß es bei UFC 87, Titelkampf. Was soll man lange sagen? Er wurde 5 Runden nach Strich und Faden vermöbelt und nur sein riesiger Kampfgeist brachte ihn hin zur Decision. Danach hieß es wieder hochkämpfen. 3 Siege gegen Leute wie Paulo Thiago und der Weg war wieder bereitet. Ein letztes Puzzleteil zum erneuten Titelkampf fehlte, Thiago Alves. Schauen wir also was ihm ein Sieg bringen würde.

Sein Gegner Ben Saunders hatte einen interessanten Karrierebeginn. Ich kenne persönlich kein Fighter der es schaffte nach 2 Kämpfen einen Kampfrekord von 0-0-2 zu haben. Ihm ist es gelungen. Doch danach ging der Weg erst richtig los. 4 Siege in den nächsten Fights brachten ihm das Eintrittsticket zur UFC, wo er auch gleich Dan Barrera besiegen konnte. Zwei weitere Siege und die UFC dachte er wäre für größere Dinge bestimmt. Dafür testete man ihn gegen einen der Top 5, in Form von Mike Swick. Dieser konnte ihn allerdings in Runde 2 besiegen, das ganze in der Kölner Lanxess Arena. Wer vor Ort war, wird sich gerne dran erinnern. Das ganze war aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Stattdessen arbeitete er weiter an sich und konnte bei UFC 106 einen überraschenden Erfolg gegen Marcus Davis erringen. Jon Fitch ist nun nochmal ein großer Gradmesser für seine weitere Karriere.

Jon Fitch ist das was man einen Allrounder nennt. So kann er in allen Teilen eines Kampfes etwas, ist aber gleichzeitig nicht der größte Puncher und auch nicht der größte Submissionmann. Wenn man seine größte Stärke nennen sollte, dann wohl das Wrestling, hier durch holt er sich die Punkte auf den Zetteln der Punktrichter. Ben Saunders kommt er vom BJJ, seine Hände und Knien sollte man aber auch nicht außer acht lassen. Nicht jeder kann von sich behaupten Marcus Davis KO geschlagen zu haben. Wenn man ihm einen Tipp geben sollte, dann den, dass er nicht auf den Boden mit Fitch sollte. Im Stand hat er eine Chance, weniger über KO den aber über Decision zu gewinnen. Geht es zu Boden gewinnt Fitch. Die Erfahrung und auch die individuelle Klasse sprechen dafür, dass Fitch gewinnt, was ihm das allerdings für seine Karriere bringt bleibt abzuwarten.

Tipp: Jon Fitch via Unanimous Decision

-Welterweight Fight:
Matt Brown (11-7-0) vs. Ricardo Almeida (11-3-0)

Ihr werdet es nicht glauben, aber auch im nächsten Kampf bewegen wir uns im Weltergewicht. Aufeinander treffen werden hierbei Matt Brown und Ricardo Almeida. Matt Brown ist ebenso wie viele andere Kämpfer ein Kind der Ultimate Fighter Staffeln. Dort brachte er es bis in die Viertelfinals, als er sich Amir Sadollah geschlagen geben musste. Seine Karriere bis dahin war eher durchwachsen, Siegserien folgten, schnell wieder Niederlagenserien und so ist sein Kampfrekord dann auch nicht der beste. Trotz allem geht er seit seinem Debüt bei der UFC einen beständigen Weg. Dieser beinhaltet zwar auch eine Niederlage, welche aber auch knapp und gegen kein schlechten Gegner war. Dong Hyun Kim gewann damals über Split Decision. Seit dem gab es nur Siege die ihn zu einem schweren Gegner jetzt führen.

Richardo Almeida, war oder ist einer der besten Grappler der Welt. In den frühen 90er Jahren gewann er sogar mal das berühmte ADCC Tournament, eine Auszeichnung für einen jeden Grappler. So kam es auch, dass er eigentlich sein ganzes Leben nie in einer kleinen Liga kämpfen musste. Pride, UFC und Pancrase, die Ligen lesen wie eine Creme de la Creme der Kampfsportorganisationen. Nachdem er in seinem Debüt gleich Akira Shoji besiegen konnte ging es zur UFC, erst im Light Heavyweight, dann im Mittelgewicht. Der erste Run war nicht sehr erfolgreich und nach seiner schon zweiten Niederlage im dritten Kampf, ging es erstmal wieder zurück nach Japan, besser gesagt zu Pancrase. Dort sammelte er die Meriten und wurde schlussendlich sogar Middleweight Champion gegen Nate Marquardt. Ein Kampf noch für Pride gegen Ryo Chonan und dann war es vorbei. Der Brasilianer machte Schluss mit dem MMA damit er sich um seine Schule kümmern konnte. 2008 dann die Rückkehr! Und was für eine. In nur knapp einer Minute fertigte er Rob Yundt ab. Die darauf folgende knappe Niederlage gegen Patrick Cote steckte er gut weg und hat zuletzt gegen Kendall Grove gewonnen.

Ein Kampf der Männer auf der Überholspur. Beide kommen mit Erfolgen in den Kampf und werden sicherlich motiviert sein in der Division weiter nach oben zu kommen. Das der Vorteil am Boden bei Almeida liegt, habe ich ja vorhin schon mal raus klingeln lassen. Es gibt nicht viele MMA Kämpfer in der UFC die da ähnlich seinem Niveau sind. Brown ist da so mehr der Allrounder, obwohl er in den letzten 2 Kämpfen zeigte das er die Knockout Power hat. Diese muss er nutzen, er muss Almeida in den Standkampf binden und gleichzeitig alle Takedown versuche abwehren. Größer ist allerdings das wir uns am Boden wiedersehen. Dort liegt der Vorteil natürlich bei Almeida und hier wird er Brown auch abfertigen.

Tipp: Ricardo Almeida via Submission in Runde 2

-Interim Heavyweight Title Fight:
Frank Mir (13-4-0) vs. Shane Carwin (11-0-0)

Die Show neigt sich ihrem Ende zu und auch dieser Text dürfte keine 2 Seiten mehr dauern. Wir befinden uns nun im Reich der Schweren Jungs. Das kann man nach dem Wiegen am gestrigen Abend wohl wirklich sagen. Beide sind am Gewichtslimit. Für Shane Carwin und Frank Mir geht es um nichts weiter als die Titelchance. Frank Mir hat diesen Titel sogar schon mal. Ein schwerer Motorradunfall brachte ihn aber fast um seine Karriere, die davor dank einem Sieg gegen Tim Sylvia auf dem Höhepunkt war. Zur Erinnerung, Sylvia galt damals noch als Monster und es bestand die Angst das er die Division über Jahre dominieren würde. Nach dem Unfall sah es erst gar nicht gut aus und spätestens nach der Niederlage gegen Brandon Vera durfte man eigentlich von einem Karriereende des ehemaligen Champions ausgehen. Was danach passierte kann man eine Wiederauferstehung nennen. War der Sieg gegen Hardonk schon eine Überraschung nach den zuvor gezeigten Leistungen, kam man später gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Brock Lesnar verlor nach einer Submission. Was dann geschah ist fast schon geschichtsträchtig. Ausgerechnet der Grappler Mir schlägt den Großmeister Minotauro das erste Mal KO. Der Titelkampf rief, wieder ging es gegen einen erfahrender gewordenen Lesnar. Diesmal konnte Mir ihm nichts entgegensetzen. Aber Mir wäre nicht Mir, wenn er nicht an sich arbeiten würde. Die Zeichen der Zeit erkennend legte er viel an Muskeln und Gewicht zu und besiegte zuletzt leicht und locker Cheick Kongo.

Shane Carwin ist dagegen das Monster der Division. Neben Lesnar ist er wohl die imposanteste Erscheinung in Reihen der UFC. Wie er in seiner Karriere bisher jeden seiner Gegner überrannt hat lässt einen echt Staunen. Einziges Manko dabei war lange Zeit, dass in seinem Kampfrekord auch kein namenhafter Gegner stand. Das änderte sich mit seinem Fight gegen Gabriel Gonzaga. Dieser legte es auf einen offenen Schlagabtausch mit dem Monster Carwin an. Trotz schwerer Treffer war es allerdings Carwin der seinen Gegner nach nicht mal 2 Minuten fällen konnte. Insgesamt muss man sagen das er das Octagon noch nie länger als 3 Minuten gesehen hat. Eine Kampfmaschine halt, der bisher alles überlaufen hat was ihm in den Weg gesetzt wurde.

Der Kampf zweier Giganten und zweier Kampfsysteme. Während Mir auf Zeit spielen muss um die noch nie getestete Cardio von Carwin zu strapazieren, wird dieser versuchen ihn zu überpowern. Carwin ist zweimaliger Division II NCAA Meister und von daher ein hervorragender Wrestler, was Mir vor ein großes Problem stellen dürfte, weil seine größte Stärke das Grappeln schon beim zweiten Kampf gegen Lesnar nichts gebracht hat und die Defense von Carwin ist nicht schlechter als die von Brock. Wie Mir mit seiner neu gewonnen Kraft gegen Carwin bestehen kann bleibt abzuwarten. Meine persönliche Meinung ist, dass Carwin mit Mir das machen wird, was er mit jedem seiner Gegner gemacht hat, innerhalb von 3 Minuten heißt es Ground and Pound und der Kampf muss abgebrochen werden.

Tipp: Shane Carwin via TKO in Runde 1

-Welterweight Championship Fight:
Georges St. Pierre (19-2-0) © vs. Dan Hardy (23-6-0) (1 NC) (4th defense)

Die Zeit ist gekommen, wir können den Main Event angehen. Georges St. Pierre will seinen Welterweight Title ein viertes Mal verteidigen, diesmal gegen den Engländer Dan Hardy. GSP war seinen bisherigen Herausforderern bisher so überlegen, dass die Angst besteht er würde nie wieder verlieren. Aber gehen wir mal die Karriere ein bisschen zurück. GSP seine Karriere liest sich wie die einer Bilderbuchsportlers. Mit einem Kampfrekord von 5-0 betritt er die UFC und besiegt gleich den damals noch nicht so angeschlagenen Karo Pariysan. Schnell hieß der Gegner Matt Hughes und nach heutiger Sicht war es der Unerfahrenheit GSP´s geschuldet das er diesen Kampf velor. Man sah allerdings schon das er noch irgendwann Champion werden würde. Dieses Vorhaben schloss er bei UFC 65 ab, in dem er im Rückkampf Matt Hughes besiegte. Vorher besiegte er aber das Who is Who des MMA, mit Namen wie BJ Penn und Sean Sherk. Den Titel sollte er allerdings nicht lange halten. Matt Serra besiegte ihn durch KO, die bis heute wohl schmerzhafteste Niederlage des Kanadiers. Er wollte seinen Titel wieder, Matt Serra hatte sich aber am Rücken verletzt und so musste Matt Hughes wiedermal dran glauben. Aber er befindet sich in guter Gesellschaft. Was GSP mit seinen Gegner in den letzten Jahren veranstaltet ist überirdisch.

Sein Gegner Dan Hardy ist ein Kind des Englandfeldzuges der UFC. So wundert es auch keinen das er in Birmingham sein UFC Debüt gab, nachdem er vorher mit Siegen u.a. gegen Daniel Weichel auf sich aufmerksam gemacht hat. Akihiro Gono war das Opfer, mit welchem die UFC den gefrässigen Briten fütterte. Er gewann via Split Decision. Sein nächster Gegner Rory Markham, der ja selbst auf der Card dabei ist durfte dagegen den Ringboden küssen und so stand es schon 2-0 im UFC Kampfrekord. Seine letzten beiden Siege ebneten ihn den Weg zum Titel. Vorallem beim Kampf gegen Mike Swick wirkte der noch junge Mann verbessert und rechtfertigt damit seine Chance, die er am Abend des 27. März bekommt.

Sehen wir wieder einmal eine Show des Kanadiers? Es dürfte keinen überraschen wenn auch Dan Hardy es trotz verbesserter Form nicht schafft auf dem Level von GSP zu kämpfen. Dieser ist mittlerweile in allen Kampflagen hervorragend trainiert und man fragt sich eigentlich wo seine Schwächen sind. Ich finde da auch keine wirklich. Vielleicht sein Chin, aber ähnlich wie Wladimir Klitschko geht er jeder Gefahr für sein Kinn aus dem Wege. Seine große Stärke ist sein Wrestling welches er für das MMA wirklich perfektioniert hat. Aufgrund dieser ganzen Attribute wird es Dan Hardy schwer haben zu bestehen. Wie jeder andere Gegner von GSP sollte er versuche ihn im Stehen zu erwischen, schafft er dies nicht war es das über kurz oder lang. Im gesamten MMA Geschäft im Weltergewicht sehe ich persönlich nur eine Person die am Boden mit ihm mithalten kann und die ist bei Strikeforce unter Vertrag, mit Namen Jake Shields. Georges St. Pierre wird diesen Kampf über Submission gewinnen, nachdem sich Dan Hardy versucht aus dem GnP zu winden.

Tipp: Georges St. Pierre via Submission in Runde 3

Fazit: Mit dem Main Event und dem Co Main Event hat die Card zwei echte Brocken auf der Liste. Alleine für diese beiden Fights lohnt sich das anschalten schon bald. Der Rest der Card hat leider einen Einbruch erlitten. Der Ausfall von Thiago Alves schmerzt nicht nur die UFC, sondern auch das Herz eines MMA Fans. Adäquater Ersatz ist der Kampf von Jon Fitch gegen Ben Saunders nicht, aber es ist das beste was man aus der Situation machen konnte. Gespannt darf man darauf sein, wie sich die PPV Verkaufszahlen diesmal entwickeln. Mit GSP und Frank Mir hat man zwei dicke Fische ins Wasser geschmissen um den Abwärtstrend von UFC 110 abzuwehren. Die Card kann nicht in allen Zügen überzeugen was sich aber aufgrund von ca. 20 Shows im Jahr nicht machen lässt. Hier sollte die UFC mal aufpassen, dass sie den Markt nicht noch übersättigt. Wir von wwf4ever.de wünschen euch allerdings einen schönen Kampfabend, der hoffentlich noch schöner wird, da Arthur Abraham gegen Direll gewonnen hat. Der Boxkampf findet kurz vor der UFC wahrscheinlich statt und so kann man danach gleich auf bleiben. Auf dem Board wird es natürlich wieder einen Chat, sowie die Live Results geben, wozu wir euch natürlich wieder herzlich Einladen. Ich will meinen Preview hiermit abschließen und hoffe ich habe nicht zu sehr verkalkt geschrieben.
#28
Sehr schöne Preview Daumen hoch, bin wirklich gespannt auf den Mir und Diaz Fight.
Von St.Pierre bin ich kein Fan, denke aber auch Hardy wird ihn nicht stoppen können.
#29
Klasse Preview Chris!! Daumen hoch Daumen hoch

Ich freu mich, wie schon erwähnt sehr auf den Event und finde die Lower Card eigentlich gar nicht so schlecht. Denn ich sage nur UFC 109, wo keiner mit einem guten Event rechnete. Viele wurden überrascht und das wird auch hier passieren!

WAR GSP ;)
#30
Danke für den Preview. Damit haben dann auch Laien wie ich ein bisschen Ahnung, wenn sie sich das ganze ansehen.

Nur eine Sache: GSP hat natürlich das "Who is Who" und nicht das "How is how" der MMA-Szene besiegt.
#31
Zitat:Original von Geeps
Danke für den Preview. Damit haben dann auch Laien wie ich ein bisschen Ahnung, wenn sie sich das ganze ansehen.

Nur eine Sache: GSP hat natürlich das "Who is Who" und nicht das "How is how" der MMA-Szene besiegt.


Wird geändert, danke im übrigen für die positive Feedback...
#32
Um wieviel Uhr fängt der Spaß eigentlich an?

4 Uhr wie immer? Und stellen die Amis ihre Uhren auch dieses Wochenende um?
#33
03:00 SpikeTV (02:00 alte Winterzeit) ===> 2 Prelim Kämpfe
04:00 PPV

USA hat schon seit 2 Wochen auf Sommerzeit umgestellt (Zumindest die Ostküste) ;)


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