Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Historische Wrestling Stories/Artikel
Zitat:Original von zbyszko
Toller Artikel, vielen Dank Smile


Zitat: Im Catcherring gibt es eigentlich nur "Flaschenkämpfe" (so nennt man es im Fachjargon, wenn der Lorbeer schon vor dem Gongschlag verteilt wird). Das bezeugt Fred Vogel-Lehoff, der Vater dieses Tatsachenberichts, der als Mitglied des Internationalen Berufsringerverbandes, als Veranstalter und Turnierleiter jahrelang mehr gesehen hat als der Zuschauer auf dem besten Ringplatz für zehn Mark.


Welche Bedeutung hatte Fred Vogel-Lehoff in der Catch-Szene?

Sind auf dem Foto auf der letzten Seite Conny Rux und Rudolf Zurth abgebildet?

Zitat:Es regieren: Rudolf Zurth die Internationale Catcher-Union, München, und die Bayrische Berufsringer-Vereinigung, München; Erich Kowalski den Internationalen Berufsringer-Verband, Berlin; Hans Ruch den Deutschen Berufsringer-Verband, Berlin; Konstantin Sandorineas den Württ.-badischen Berufsringer-Verband, Stuttgart; Paul Westergaard-Schmidt den Internationalen Berufsringer-Verband, Hamburg.


Ist diese Aufzählung richtig und vollständig oder sollte man sie mit Vorsicht genießen?

@zbyszko
Update - Ringerverbände

Ich hab hier ein paar Infos für dich: Bezüglich der Ringerverbände gab es in Hannover noch den "Zentralverband der Berufsringer / Zentralverband der Berufsringer in Deutschland e.V.". Dieser Zentralverband existierte von 1951 bis 1955. Eine Durchsicht der Geschäftsunterlagen von diesem Verband, gab mit jetzt Aufschluss darüber, wer dort Mitglied war bzw. welche Turniere er beaufsichtigte. Also das Ganze stellt sich so dar: Nach Kriegsende 1945 waren Rudolf Kalweit und Curt Esslinger die ersten Veranstalter, die wieder ein Turnier organisierten. Das war 1948 und bis 1951 standen die Turniere unter der sportlichen Aufsicht des IBV (Hamburg). Nach den Unterlagen war Kalweit bis 1951 Mitglied im IBV. Bei Esslinger weiß ich es nicht, aber er veranstaltete zusammen mit Kalweit von 1948 bis 1952.

1951 kam Veranstalter Rudolf Zurth nach Hannover zurück (war hier schon von 1936 bis 38 aktiv). Diesmal im Team mit Erich Kowalski aus Berlin. Zurth und Kowalski arbeiteten seit 1950 in Berlin zusammen. Dem Duo schloss sich auch Rudolf Kalweit an. 1951 gab es die Veranstalterkrise in Hannover: Bruno Mosig (IBV) gegen Zurth, Kalweit und Kowalski. Anfang 1951 splittete sich Kalweit vom IBV ab. Er und Esslinger veranstalteten vom 28. April bis 10. Juni 1951 das erste Turnier unter der Leitung des Zentralverbandes der Berufsringer. Als Sitz wird Hannover angegeben. Das Turnier vom 10. April bis 18. Mai 1952 veranstalteten Kalweit und Kowalski zusammen. Hier auch Aufsicht vom Zentralverband und vom IRV. Die eigentliche Nachfolge des 1911 formierten IRV übernahm offizielll der 1947 in Hamburg gegründete IBV. Eine Promotergruppe in West Berlin, Zurth und Kowalski, sahen jedoch den alten IRV immer noch als existent an. Noch 1953 erschien bei ihren Turnieren unter sportlicher Aufsicht die Bezeichnung IRV. Nach 1953 scheinen sie das wohl aufgegeben zu haben. 1955 war die letzte Saison von Kalweit, Kowalski und Zurth in Hannover. 8 Jahre gabs dann überhaupt kein Wrestling mehr hier, bis 1964 (alt: 1965) Edmund Schober als Veranstalter auf dem Schützenplatz anfing. Er nannte seine Promotion "Catch Schober".
Zitieren
Hans Schwarz – ein unvergessener Weltmeister (---> Hans Schwarz jun.; sein gleichnamiger Vater war ebenfalls mehrfacher Weltmeister)

(Gerhard Schäfer, 1974)

„Was ein Max Schmeling für die Boxsportfreunde ist, das bedeutet Hans Schwarz gleichermaßen den Anhängern des Berufsringkampfes. Als mehrfacher Welt- und Europameister führte er jahrzehntelang das Feld der Spitzenkönner im europäischen Bereich an und hatte hier eine derart dominierende Stellung, daß sein Name in der Historie des Berufsringkampfes unvergessen bleiben wird. Als Sohn eines nicht minder berühmten Vaters debütierte der Junior am 28. Oktober 1930 bei einer Ringkampf-Konkurrenz im Wiener Zirkus Zentral als Berufssportler. Nach dem Abitur und zwei Semestern Studium an der Technischen Hochschule mit dem Berufsziel eines Diplomingenieurs trat er dann in Vaters Fußstapfen. Es waren Semesterferien und ein Besuch bei seinem gerade in Budapest ringenden Vater, der dort in einer großen Konkurrenz seinen letzten Weltmeistertitel erringen konnte, ließen in dem sportlich durchgebildeten Filius den Wunsch aufkommen, es auch einmal zu versuchen.

Nach dem gelungenen Auftakt in Wien folgte nun ein systematisches Training, das hart und eisern war und rücksichtslos bis an die Grenzen seiner Leistungskraft ging. Von den sich anbahnenden Erfolgen des jungen Schwarz soll hier sein erster Start 1932 in Hannover und Gewinn des Sommer-Turnieres erwähnt sein. 1934 kann man als das Jahr des großen Durchbruches bezeichnen. Nach dem Sieg in einem Berliner Großturnier im Zirkus Busch – hier wurden der Weltmeister von 1933, Alexander Garkawienko, und die Weltelite auf die Plätze verwiesen – konnte zwar Garkawienko in Frankfurt/Main die Revanche um den Europatitel für sich entscheiden, aber im Breslauer Zirkus Busch-Gebäude gab es dann im Kampf um die Weltmeisterschaft im griechisch-römischen Stil den Sieg des jungen Hans Schwarz vor dem Polen Garkawienko.

In folgenden Turnieren bewies Schwarz, daß er ein würdiger Weltmeister war, 1935 holte er sich in München gegen Garkawienko den Europameistertitel. Das nächste Zusammentreffen dieser beiden ewigen Rivalen erfolgte 1936 in Hamburg, wo sich 38 Ringkämpfer im Flora-Theater um den Welttitel bewarben. Erneut siegte Hans Schwarz, der diesen Erfolg im Jahr danach in Dresden wiederholte, wo das Weltmeisterschaftsturnier an 59 Tagen von 150.000 Zuschauern besucht wurde.

Die Vorkriegsjahre standen im europäischen Bereich ganz im Schatten dieser beiden Rivalen, die sich erbitterte Kämpfe lieferten, die Höhepunkte der Ringkampfgeschichte waren. Obwohl zu dieser Zeit mit Jaan Jaago, Alexander Peterson, Jan Leskinowitsch, Manuel d'Oliveira, Regis Siki, Peter Ferestanoff, Vasil Colev und Adolf Berber (---> Adi Berber sen.) sowie seinen Landsleuten Leo Pinetzki, Herbert Audersch und Ludwig Dose zahlreiche internationale Ringergrößen am Start waren, gelang es keinem von ihnen, Hans Schwarz und Alex Garkawienko von ihrer Position als Turnierendkampfgegner zu verdrängen.

Es war eine Blütezeit des Berufsringkampfes, die man in diesen Jahren erlebte, getragen von Hans Schwarz und einigen anderen Spitzenkönnern. Hans Schwarz war ein Kredit für das professionelle Ringen, bei dem zu seiner Zeit von Trägern echten Leistungsvermögens die heutigen Schaueffekte in den Hintergrund gestellt wurden. Sein Auftreten sicherte überall volle Häuser. Im Ring gab es für Schwarz keine Atempause, als eleganter Temporinger mit einem großen Griffrepertoire sorgte sein kraftvoller Stil dafür, daß man bei ihm in seinen Kämpfen den Ringkampf als Zweikampf in seiner ursprünglichen Bedeutung erlebte, als Kampf Mann gegen Mann um Sieg und Ehre des Stärkeren und Besseren.

In den Nachkriegsjahren konnte Hans Schwarz 1950 in den Berliner Messehallen noch einmal den Weltmeistertitel erringen, dann wurde der klassische Stil vom Freistilringen abgelöst. Aber auch hier hielt Schwarz jahrelang mit den Besten der Welt mit, vielfache Turniersiege zeugen davon. Später, dem Alter Tribut zollend, trat Hans Schwarz von der sportlichen Bühne ab, blieb aber dem Berufsringkampf treu und öfter noch sah man ihn als sportlichen Leiter von zahlreichen Turnieren.

Wenn auch nicht mehr unter dem gleißenden Licht der Ringscheinwerfer, so hat es der sich nie in den Vordergrund drängende Hans Schwarz verstanden, sich auch als Leinwand- und Bühnenstar einen Namen zu schaffen. Von 1939 – als Partner der bekannten Schauspielerin Jenny Jugo in „Nanette“ und zahlreichen weiteren Spielfilmen, in Fernsehfilmen und letztlich zahlreichen charakteristischen Bühnenrollen, Schauspielhaus Hamburg, drei Jahre unter Barlog, Schloßpark- und Schillertheater Berlin mögen nur genannt sein – bis heute bewies er auch hier Fleiß und Können.

Jetzt hat Hans Schwarz als ruhmreichster Ringkämpfer der letzten Jahrzehnte die Schirmherrschaft des Hannover-Turnier übernommen. Erinnerungen werden wachgerufen. Möge er einen glanzvollen Auftakt erleben bei seinem Meisterschaftsturnier, das in seinem Verlauf und seiner Bedeutung denen früherer Jahre nicht nachstehen wird. Möge Hans Schwarz den Aktiven Verpflichtung sein, ihr Bestes zu geben und dieses von Promoter Edmund Schober ausgerichtete Turnier zu einem weiteren Höhepunkt in der langen Geschichte des Ringkampfes werden zu lassen.“
Zitieren
http://www.tvweek.com/blogs/2011/03/whoa...restli.php
Zitieren
Angeregt durch die Diskussion mit Nef, hab ich hier mal eine Chronik des deutschen Wrestlings aus dem Newsletter "Wrestling in Germany" eingescannt. Diese Chronik erstellte der deutsche Historiker Gerhard Schäfer, der auch Autor und Verleger dieses Newsletters war. 1984 erschien die 500. Ausgabe von Wrestling in Germany. Es war der erste deutsche Wrestling-Newsletter, der 1967 gegründet wurde. Aufgrund des geringen Interesses hatte Schäfer den Vertrieb selbst übernommen, und auch die Anzahl der Exemplare war nicht sonderlich hoch. 1984 gab es halt diese doch interessante Aufstellung. Deutsche (und europäische) Wrestlinggeschichte von Ende des 19.Jh. bis 1982:

http://www.imgbox.de/users/public/images/LMHe3Xs4Xq.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/s2yuzCI3K6.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/v7SmM4T4da.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/uaqjpaezh6.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/pq9eOpSA4x.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/koH5rbACM8.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/2vtR40QWhU.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/WA6g5L1Pen.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/n0Dp2jUa7c.jpg
http://www.imgbox.de/users/public/images/WouqCQxywT.jpg
Zitieren
Fundstück aus der Rheinischen Post

Boxer und Catcher auf der Düsseldorfer Kirmes 1958:
http://www.rp-online.de/duesseldorf/dues...83980.html
http://www.rp-online.de/duesseldorf/dues...57001.html

Zitat:Nicht nur Boxen, sondern auch Catchen war damals auf der Kirmes beliebt. 1958 trat der ungarischer Catcher Sandor Nagy (Foto, Mitte) in Düsseldorf an.
Zitieren
Zeitungsartikel zur "Deutschen Freistil-Meisterschaft 1950" in Hannover:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44448678.html

(Quelle: Spiegel, 15.06.1950)

---> Results zu diesem Turnier gibts im Archiv:
http://wwf4ever.de/246-12-w4e-turnierarc..._info.html

Zitat:1950
24.05. - 02.07.1950
Deutsche Freistil-Meisterschaft 1950
Zitieren
Das George Hackenschmidt - Sammelalbum

http://www.starkcenter.org/research/hack/#/2/

Man findet dort sehr viele Bilder und Zeitungsartikel meistens aus seiner Zeit in England und in den USA. Quasi über seine wichtigsten Matches gegen Ahmed Madrali (1904), Tom Jenkins (1905) und Frank Gotch (1908 & 1911).

Über Hackenschmidt wurde damals am meisten berichtet, was aus der Masse der Bilder und Artikel sehr gut hervorgeht. Das Album beginnt 1901, dem Jahr seines eigentlichen Durchbruchs in Europa. In dem Jahr gewann Hackenschmidt zwei der drei WM Turniere im gr.-röm. Stil in Wien und Paris.
Zitieren
Hat mittlerweile mal jemand einen Hinweis gefunden, wie Hackenschmidts Vorname tatsächlich geschrieben (bzw. ausgesprochen) wird?

Georg .... George ... oder vielleicht Georges?

Er muss doch sowas wie einen offiziellen Geburtsnamen gehabt haben Smile Meinetwegen auch in kyrillisch!
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Why NXT May Be A Long-Term Negative For Pro-Wrestling (Artikel) Nefercheperur 0 1.087 08.03.2016, 19:57
Letzter Beitrag: Nefercheperur
  Interessante und Historische Photos vom Original Sheik Nefercheperur 0 734 09.11.2006, 11:39
Letzter Beitrag: Nefercheperur
  Historische Wrestling Sammelkarten Nefercheperur 0 598 11.10.2006, 15:14
Letzter Beitrag: Nefercheperur
  Wo kann man Stories nachlesen? TrentReznor 21 3.771 18.06.2003, 21:11
Letzter Beitrag: DiViNo

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste