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Als HBK sein lachen verlor
#1
1997 gewann Shawn Michaels ja bekanntlich den WWF World Titel von Sid beim Royal Rumble. Geplant war dann ein ReMatch bei WM gegen Bret Hart, dass dieser gewinnen sollte. Allerdings weigerte sich (Ego) Shawn den Titel zu verlieren und gab den Titel kampflos ab. Somit wurde bei In Your House - Final 4 aus einem Nr. 1 Contenders Match ein Titel Match um den vakanten Titel. Das Match gewann Bret Hart, nur um den Titel am Tag darauf gegen Sid wieder zu verlieren. Bei WM traf dann Bret auf Austin und Sid verlor seinen Titel gegen den Undertaker.

Was mich jetzt interessieren würde, ob ihr mir einen Grund sagen könnt warum....

... man Bret Hart den Titel bei Final Four gibt und ihm am Tag darauf wieder verlieren lässt? Man hätte bei WM doch auch Bret vs. Austin um den Titel machen können!

...man nicht Vader beispielsweise den Titel gegeben hätte, wenn man ihm am Tag darauf bei Raw ohnehin wieder mit Sid als Champion bei WM plante nach dem HBK alles über dem Haufen warf?


Was mich aber am meisten interessieren würde ist, was man ursprünglich für WM geplant hätte? Als wenn HBK vs. Bret um den Titel stattgefunden hätte, was wäre dann aus Austin, Taker, Sid geworden?
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#2
Ich schätze, man ließ Bret hart den Titel bei Final Four gewinnen, da man ihm ja schon den geplanten Main Event Spot bei WrestleMania wegnehmen wollte. Sein Ego ist ja auch nicht zu unterschätzen. Jetzt mussten sie halt stattdessen Hart vs. Austin bei WrestleMania bringen, aber Austin hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine Siege gegen Main Eventer in der Tasche und galt als Upper Midcarder. Daher traute man sich nicht, das als Titelkampf und WM Main Event zu promoten.

Vader wäre für Vince McMahon als Champion nicht in Frage gekommen, der stand nicht mehr besonders hoch im Kurs. Eigentlich befand sich Vader ja noch einer Fehde mit dem Undertaker, den er beim Royal Rumble besiegen konnte. Bestimmt wären die beiden eigentlich bei WrestleMania aufeinandergetroffen.

Man nutzte dann aber die Gelegenheit, auch dem Undertaker mal einen WM Main Event zu gönnen und Sycho Sid hatte sich kurz zuvor als Heel Champion schon bewähren können.

Für Austin wäre dann vielleicht ein schönes Match gegen Mankind übrig geblieben, den man dann ja zusammen mit Vader in einen Tag Team Titelkampf gegen den Bulldog und Owen Hart steckte.
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#3
Zu Punkt 1: Bret vs Austin verkaufte sich auch ohne Title gut, Sid vs Taker nicht.

Zu Punkt 2: Es gab 1996 Plaene Vader den Title zu geben, aber einmal weigerte sich Shawn (beim Summerslam), und einmal war Vader kurz vorher verletzt (Survivor Series) als er dann das #1 Contender Match gegen Sid bei IYH verlor. 1997 gab es kein Plan mehr Vader den Title zu geben.


Laut Bret Hart war auch Sid vs Taker dann der Plan um den WWF Title, und das seit Januar 1997, also noch bevor Shawn Michaels entschied dass er nicht mehr will. Laut Bret war der urspruengliche Plan das er den Title gegen Shawn gewinnt im Februar, und dann gegen Sid wieder verliert durch ein Screwjob, was dazu gefuehrt haette das Shawn vs Bret bei Wrestlemania ohne Title geplant war als Semi Main Event.

Urspruengliche geplante Matches fuer Wrestlemania 13:
Sid vs Taker, WWF Title Match (Main Event)
Bret vs Shawn (Semi Main Event)
Vader vs Mankind (war sogar mal in einem WWE.com Artikel erwaehnt)
Rocky Maivia vs Marc Mero, IC Title (bevor Mero sich verletzte und der Sultan einsprang).


Laut Austin gab es keine definitiven Plaene fuer Wrestlemania 13, das sagte er mal in einem Interview, was sich auch mit Bret Hart`s Erinnerungen aus seinem Buch decken. Die Frage ist gut, auf wen haette er ueberhaupt treffen koennen? So viele gute Gegner gab es nicht. Ich glaube der wahrscheinlichste Kandidat war der British Bulldog. Die beiden hatten eine Mini Fehde die im Dezember 1996 begann, und beim Rumble fortgesetzt wurde, und auch im Februar noch stattfand.

So wie es lief, war es definitiv fuer Steve Austin viel besser, das Match mit Bret Hart bei Wrestlemania 13 machte ihn endgueltig zum WWF Top Star, und das ohne Title.
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#4
Für Austin war es natürlich am besten. War dann der Heel turn von Bret auch geplant wenn er auf HBK getroffen wäre? Ich dachte immer Bret vs HBK wäre bei WM um den Titel gegangen, quasi als ReMatch zum Vorjahr.

Ich werde es wohl nie verstehen dass HBK sich so oft weigern könnte Titel zu verlieren und doch immer wieder gepusht wurde.

Schade für Vader. Hätte ihm einen Titel Run gegönnt. Speziell 96 hätte es sich angeboten, da der Run von HBK einfach nur schwach war.

Schon fahrlässig, dass Austin irgendwo in der Midcard versauert wäre, wenn alles nach Plan gelaufen wäre
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#5
Man sieht, es ist oft auch Zufall wie manches sich entwickelt, auch wenn Austin`s Push dann zur Spitze 1997/Anfang 1998 Beispielhaft war. Steve Austin`s KOTR Sieg war auch Zufall, den sollte ja eigentlich Triple H gewinnen. Es ist schon lustig wenn man bedenkt, die zwei groessten Draws der Attitude Era in Rock und Austin, hatten sicherlich unglaublich viel Talent und Potential, aber kommen 1-2 Dinge anders, und sie waeren nie an die Spitze gekommen.

Bret waere denke ich so oder so Heel geturnt in den USA. Seine Charackter Entwicklung war schon bei seinem Comeback 1996 gut zusehen, dann der Rumble wo er gescrewt wurde, das alles lies schon im Januar/Februar eine Linie erkennen zu einem Heel Turn.
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#6
Interessieren würde mich auch, wie Bret eingesetzt worden wäre wenn es den Screwjob nicht gegeben hätte und Bret bei WWF geblieben wäre. Vince wäre nie zu dem Top Heel geworden und somit die Austin vs McMahon Fehde auch nie so zustande gekommen. Wenn sich dann ein HBK nicht am Rücken verletz hätte, wäre Austins Weg wohl auch nicht so eindeutig nach oben gegangen.

Ich hab sogar gehört, dass HBK sich bei WM trotz seiner Verletzung nicht für Austin hinlegen wollte. Erst der Undertaker brachte dann Shawn dazu denn Job zu machen.
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#7
Es wäre wohl weiter bergab gegangen, bis es einen anderen Punkt gegeben hätte wo es die Möglichkeit gegeben hätte einen Radikalen Wechsel zu vollziehen. Ob der Hauptprotagonist dann Austin oder Denver gehießen hätte wäre eine andere Frage. Die WWE war damals am Boden (wie auch heute). Heute hat man aber nicht den Mut oder Willen etwas wie Austin zu installieren - Vince ist stubborn. Die Zeiten sind denke ich halbwegs vergleichbar, nur das es heute keine Konkurenz mehr gibt.
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#8
Bret wäre wohl auch ohne Screwjob zur WCW gegangen, sein Abwanderungswunsch und die Angst den WWF Title bei WCW zu sehen, waren ja der Grund für den Screwjob.
Der Rest ist natürlich durchaus schwierig, denn der Screwjob war ja die Geburtsstunde des Vince McMahon on screen charakters. Und ohne McMahon als Villain kein Austin als Hero (jedenfalls in dem unglaublichen Ausmaß, wie mit Vince), davon bin ich überzeugt.

Im Nachhinein könnte man also sagen, dass der Screwjob den Grundstein zum Sieg der WWF gelegt hat. Wie Nef es schon gesagt hat, es sind oft Kleinigkeiten.

Zu der Sache ob man heute den Mut hätte etwas/jemanden wie Austin zu bringen!? Ich denke schon, dass man es tun würde, wenn es der WWE wieder zu einem Aufwärtstrend verhelfen könnte, aber zwei Sachen stehen dem im Wege: Erstens kann man einen neuen Austin nicht einfach so kreiren. Du brauchst den richtigen Worker, mit dem richtigen Charisma, der Überzeugungskraft den Charakter glaubwürdig darstellen zu können, der eigene Kreativität mit einbringt um den Charakter weiter zu entwickeln (notfalls auch spontan mittendrin) und nicht nur gescriptete Promos nachspricht usw. Und zweitens PG-Era. Wenn da heute einer daherkäme und die Mittelfinger hochstreckt, wäre backstage wohl die Hölle los. Und drittens bräuchte man denke ich auch ein anderes storyline-Ventil um den Charakter zu entwickeln, da die anti-authority Nummer mittlerweile auch schon alt ist und Vince bei weitem nicht mehr so der Super Heel ist der er vor fast 20 Jahren mit Austin war.
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#9
Bret wollte bei WWF ja bleiben, Vince hat ihm ja quasi nahegelegt das WCW Angebot anzunehmen weil er ihn nicht mehr bezahlen konnte/wollte.

Ganz ehrlich will ich Vince eigentlich auch nicht mehr in einer solchen On Air Rollen sehen. Er hat nun auch schon ein Alter erreicht, wo er es eigentlich langsamer angehen könnte. Dann doch eher Hunter oder sein Sohn Shane McMahon als Evil Boss.

Wie Red Rabbit es schon sagte, braucht man den richtigen Worker dazu. Das ist das Hauptproblem an der momentanen Lage. Man kopiert mehr oder weniger die Austin Story, nur ist Reigns eben die totale Fehlbesetzung in jeglicher Hinsicht! Zum anderen auch die PG Geschichte. Ich kann mich eigentlich nur das selbe sagen. Kinder und Wrestling sind für mich ein Widerspruch. Egal ob da jetzt Schimpfwörter, nackte Frauen oder geblutet wird. Ich lass meinem Kind auch jetzt kein Wrestling schauen, da es einfach Gewalt darstellt. Was sagt das aktuelle geschehen den einem Kind? Man kann sich die Köpfe einschlagen, ohne das sich jemand ernsthaft verletzt also ich die Nachahmungsgefahr meiner Meinung noch größer....
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#10
Shane hat soweit ich weiß nichts mehr mit Wrestling zu tun. Ob Trips in der Rolle ankommt, wenn jeder halbwegs informierte Fan weiß, dass er bei NXT im Grunde genommen genau das Gegenteil ist, nämlich fast schon eine Vaterfigur für viele der jungen Worker dort, ist die nächste Frage.

Das Gedankenspiel von "was wäre wenn..." mit Bret bei der WWF ist wirklich wahnsinnig komplex. Wir haben keinen Vince als Überheel, wir haben somit zumindest nicht dieses Ventil für Austin um der Megastar zu werden, wir haben keine Corporation, die für viele ein weiterer Stepping Stone war (Triple H, The Rock, Mankind als Gegner). Nun ist die Frage, wie hätte der Main Event der WWF damals ausgesehen? Und hätte das gereicht um die WCW zu besiegen? Ja, die WCW hat viel von ihrem Untergang selbst zu verantworten, aber davon war sicher einiges in Verzweiflung begründet, eben weil die Attitude Era WWF immer stärker wurde. Hätte es ohne Vince vs. Austin eine Attitude Era gegeben? In diesem Ausmaß sicher nicht. Es lässt jedenfalls sehr viel Raum für Spekulationen, die fast 20 Jahre Wrestlinggeschichte betreffen. Ich persönlich traue mich da nicht ran, aber interessanter Diskussionsstoff ist es allemal.

Positiver Effekt wäre wohl gewesen, dass Bret niemals zugelassen hätte, dass Owen sich von der Hallendecke abseilt. sad
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#11
Es ist in der Tat verdammt schwierig wie es ohne Screwjob weiter gegangen wäre... Ich behaupte, dass Austin so oder so Champion geworden wäre bei WM. Ob nun gegen HBK oder in einem ReMatch gegen Bret Hart sei dahingestellt. Beides hätte sich gut verkauft! Das Hauptproblem wäre wohl gewesen, dass Vince McMahon nie DER Heel geworden wäre ohne Screwjob. Ich könnte mir zwar vorstellen, dass sich McMahon nach WM mit Austin angelegt hätte. Nach dem Motto, Austin vertritt WWF als Champion nicht würdig. Er hätte ihm dann auch das Leben schwer machen können und alles unternommen um Austin als Champion wieder los zu werden... HBK hätte vielleicht keine Rückenverletzung zugezogen beim Rumble 98 und wäre nicht ausgefallen... Dann hätte Austin mit HBK und Bret Hart 2 Main Event gehabt, die ihm mit Sicherheit beim steilen Aufstieg im Weg gestanden wären. Gleiche gilt wohl für The Rock Ende 98. Der zwar über kurz oder lang in den ME rein geschnuppert hätte, aber mit 2 Alpha Tieren wäre das bei weitem schwerer geworden als ohne. Auch wäre es interessant gewesen, wie es mit Bret Hart an sich weitergegangen wäre. Er war mit seiner Hart Foundation in einer Ecke, wo er nur schwer wieder raus gekommen wäre. Allerdings war sein Plan ohnehin 99 aus dem aktiven Geschehen zu verschwinden und dann Backstage Arbeit zu leisten oder? Auf jeden Fall wäre -wie Rabbit es schon sagte- es wohl mit ziemlicher Sicherheit zu keinem tragischen Owen Hart Unfall gekommen. Sind zwar alles nur Spekulationen, aber die Attitude Ära hätte mit Sicherheit anders ausgesehen...
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#12
Also Steve Austin`s Aufstieg zum Megastar war Ende 1997 schon abzusehen, egal ob Bret geblieben waere oder nicht, Austin war schon 1997 die #1, auch ohne WWF Title. Ein Bret Hart Verbleib bei der WWF haette eher Auswirkungen auf Mick Foley, Kane oder Triple H gehabt, die haetten es schwerer gehabt.

Was Vince betrifft: Vince war schon seit Anfang 1997 als WWF Owner in den WWF Shows, und wurde ab September 1997 schon gegen Steve Austin als Heel Owner gestellt. Die Austin vs McMahon Fehde begann ja durch die Verletzung von Steve Austin beim Summerslam. Der Screwjob half natuerlich Vince Evil Boss Charackter sehr, aber auch ohne den Screwjob waere er als Evil Boss aufgetreten so wie bereits vorher.

Eigentlich war fuer Wrestlemania 14 geplant das Bret Hart auf Steve Austin trifft, was auch besser gepasst haette wie Shawn vs Austin. Bret vs Austin war DIE Fehde 1997, die ja eigentlich nie abgeschlossen wurde. Daher haette ein Bret vs Austin Match bei WM 14 auch super gepasst, bei dem dann Austin die Fehde beenden kann. Bret vs Austin waere auch ein Dreammatchup gewesen mit Bret als Heel, was besser geworden waere wie Austin vs Shawn das ja mieserabel war durch Shawn`s Verletzung. Shawn hat zwar viel Willen gezeigt anzutreten mit dem Ruecken, aber er war total immobil und konnte sich kaum bewegen, was dazu fuehrte das dieses Match sehr schlecht war.

Interessant waere es gewesen zusehen was aus Bret nach Wrestlemania 14 geworden waere. Er war ja 1997 auf dem Hoehepunkt, konnte aber das Produkt nicht mehr leiden. Wenn er 1997 es nicht mehr leiden konnte, haette er es 1998 gehasst. Glaube das es fuer ihn nach 1998 berg runter gegangen waere. Aber man stelle sich Bret noch 1999,2000 in der WWF vor, Matches gegen…Kurt Angle…Chris Jericho…Chris Benoit…


PS: Die Story das Shawn sich weigerte den clean job zu machen bei Wrestlemania 14 hat mal der Undertaker erzaehlt. Wurde auch mal von Triple H bestaetigt, das er damals auf Shawn einredete das “Richtige“ zu tun.
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#13
Da sind uns auf jeden Fall ein paar klasse Match Paarungen verwehrt geblieben. Schade drum... Wer wäre den nach der Austin Fehde für Bret in Frage gekommen als Gegner?
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