08.01.2006, 15:52
Rund um Köln am Ostermontag wird zu T-Mobile-Festspielen
Am 28.03.2005 stand Rund um Köln an.
Am Ostermontag, wie es Tradition is versammelte sich die deustche Radsport-Elite am Dom, aber auch einige andere Topteams, wie Saunier Duval schickten ein gutes Aufgebot an den Rhein.
Das Profil war recht schwierig.
Nach einer flachen ersten Hälfte warteten erst 2 längere Anstiege und dann auf den letzten 30 km 4 kurze steile Anstiege, wobei einer davon den Zielansteig darstellen sollte.
Auch das Wetter spielte mit: 14 Grad und sonnig. Das sollte Jan Ullrich freuen, welcher dann auch ein recht engagiertes Rennen fuhr.
In diesem lösten sich früh 7 Fahrer vom Feld.Am ersten Anstieg schlossen weitere 7 auf und somit bildete sich eine schlagkräftige Gruppe, deren bekanntesten Mitglieder wohl Rafael Casero, Manuel Mori und Stefan Adamsson waren.
40 km vor dem Ziel hatte man etwas über 3 Minuten Vorsprung, aber nun, da auch die letzten Anstiege anstanden, fing T-Mobile an Tempo zu machen.Dabei opferte sich auch früh ein Mann, der in genau 2 Monaten auf der obersten Stufe des Giro-Podiums stehen soll, Andreas Klöden.
Für einen war das Tempo wohl noch nicht hoch genug.
Der junge deutsche Mitfavorit Linus Gerdemann attackierte schon am 1. der 4 Anstiege.
Die Spitzengruppe fiel inzwischen auseinander und vorm 3. der Anstiege waren nur noch 6 Leute, u.a. Adamsson, Mori und Casero vorne.
Dahinter verfolgte Linus Gerdemann die Gruppe als Solist.
Allerdings ohne Erfolg, denn eine inzwischen nur 24 Mann starke Kopfgruppe mit 6 T-Mobile Leuten holte ihn ein.
Kurz vor Ende des 3.Anstieges waren folglich nur noch die 6 Ausreißer vorne, hatten aber immer noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung.
Als sich im Verfolgerfeld schon alle mit einer gemeinsamen Verfolgung abfinden wollten gab es eine Tempoverschärfung von T-Mobile um Klöden und Ullrich.
Im Schlepptau Wesemann und Kessler.
Klöden und Ullrich gingen vorne raus und Wesemann zog an. Er fuhr nun nur noch mit Kessler über die Kuppe des 3.Anstieges, während Ullrich und Klöden sich nach getaner Arbeit ausruhen konnten.
Im Flachstück schlossen Wesemann und Kessler schließlich zur Spitzengruppe auf und als es in knapp 3 km langen den Zielanstieg ging war es wiederum Wesemann der das Tempo anzog.
Dann ging Kessler aus dem Windschatten heraus.
Casero versuchte kurz zu folgen, ließ dann aber doch von diesem Gedanken ab.
Während Kessler vorne den Sieg feiern konnte kämpfte Rafael Casero als 2. ins Ziel.
Wesemann, der vorher das Tempo hochhielt konnte immerhin noch 3. werden.
Das große Verfolgerfeld zersplitterte am letzten Anstieg auch noch, wobei noch 2 der 6 Ausreißer geschluckt werden konnten.
Hier das Ergebnis
1. Matthias Kessler
2. Rafael Casero +0:39
3. Steffen Wesemann +1:00
4. Manuel Mori +1:10
5. Stefan Adamsson +1:25
6. Santo Anza
7. Erik Zabel +1:28
8. Björn Papenstein +1:30
9. Sven Renders
10. Jan Pokrandt
...
16. Jan Ullrich +2:09
19. Andreas Klöden +2:29
Stimmen zum Rennen
Matthias Kessler: "Das ist unglaublich. Es läuft derzeit alles perfekt und es erfüllt mich mit Stolz bei diesem prestigeträchtigen Rennen in meiner deutschen Heimat gewonnen zu haben. Nun muss ich meine Form halten um bei den Ardennenklassikern genauso aufzutrumpfen und eventuell eine Rolle in der ProTour-Wertung zu spielen."
Rafael Casero: Schade. Als wir 10 km vorm Ziel noch über eine Minute hatten machte ich mir Hoffnungen auf den Sieg, denn ich konnte sehen, dass ich stärker am Berg war als die anderen. Aber als ich dann von der T-Mobile Attacke um Kessler hörte wusste ich, dass das ganz schwer werden würde. Trotzdem ein tolles Rennen."
Jan Ullrich: "Meine Rolle war es in Gruppen mitzugehen bzw. Matze oder auch Ete zu helfen. Ich bin zwar etwas enttäuscht, dass ich keine Gruppe fand, die wegkam, aber ich denke, dass ich meinen Job sonst ganz gut gemacht habe. Ich merke wie die Form immer besser wird."
Andreas Klöden: Mit dem Resultat können wir als Team zufrieden sein, ich selber bin es nicht wirklich. Ich musste zu viel Tempo fahren um am Ende ein Wörtchen vorne mitreden zu können. Nachdem ich für Matze das Tempo lanciert habe bin ich mein Tempo gefahren, wobei ich gerne länger bei Matze geblieben wär. Glückwunsch an ihn."
Erik Zabel hatte auch einiges zu sagen.
Er verkündete, dass er nach derzeitigem Stand auf die Tour verzichten würde.
Ihm käme es so vor, als sei die Teamleitung der Meinung, dass er dem Ziel des Toursieges dort im Weg stehen würde.
Stattdessen werde er den Giro d´Italia fahren.
Am 28.03.2005 stand Rund um Köln an.
Am Ostermontag, wie es Tradition is versammelte sich die deustche Radsport-Elite am Dom, aber auch einige andere Topteams, wie Saunier Duval schickten ein gutes Aufgebot an den Rhein.
Das Profil war recht schwierig.
Nach einer flachen ersten Hälfte warteten erst 2 längere Anstiege und dann auf den letzten 30 km 4 kurze steile Anstiege, wobei einer davon den Zielansteig darstellen sollte.
Auch das Wetter spielte mit: 14 Grad und sonnig. Das sollte Jan Ullrich freuen, welcher dann auch ein recht engagiertes Rennen fuhr.
In diesem lösten sich früh 7 Fahrer vom Feld.Am ersten Anstieg schlossen weitere 7 auf und somit bildete sich eine schlagkräftige Gruppe, deren bekanntesten Mitglieder wohl Rafael Casero, Manuel Mori und Stefan Adamsson waren.
40 km vor dem Ziel hatte man etwas über 3 Minuten Vorsprung, aber nun, da auch die letzten Anstiege anstanden, fing T-Mobile an Tempo zu machen.Dabei opferte sich auch früh ein Mann, der in genau 2 Monaten auf der obersten Stufe des Giro-Podiums stehen soll, Andreas Klöden.
Für einen war das Tempo wohl noch nicht hoch genug.
Der junge deutsche Mitfavorit Linus Gerdemann attackierte schon am 1. der 4 Anstiege.
Die Spitzengruppe fiel inzwischen auseinander und vorm 3. der Anstiege waren nur noch 6 Leute, u.a. Adamsson, Mori und Casero vorne.
Dahinter verfolgte Linus Gerdemann die Gruppe als Solist.
Allerdings ohne Erfolg, denn eine inzwischen nur 24 Mann starke Kopfgruppe mit 6 T-Mobile Leuten holte ihn ein.
Kurz vor Ende des 3.Anstieges waren folglich nur noch die 6 Ausreißer vorne, hatten aber immer noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung.
Als sich im Verfolgerfeld schon alle mit einer gemeinsamen Verfolgung abfinden wollten gab es eine Tempoverschärfung von T-Mobile um Klöden und Ullrich.
Im Schlepptau Wesemann und Kessler.
Klöden und Ullrich gingen vorne raus und Wesemann zog an. Er fuhr nun nur noch mit Kessler über die Kuppe des 3.Anstieges, während Ullrich und Klöden sich nach getaner Arbeit ausruhen konnten.
Im Flachstück schlossen Wesemann und Kessler schließlich zur Spitzengruppe auf und als es in knapp 3 km langen den Zielanstieg ging war es wiederum Wesemann der das Tempo anzog.
Dann ging Kessler aus dem Windschatten heraus.
Casero versuchte kurz zu folgen, ließ dann aber doch von diesem Gedanken ab.
Während Kessler vorne den Sieg feiern konnte kämpfte Rafael Casero als 2. ins Ziel.
Wesemann, der vorher das Tempo hochhielt konnte immerhin noch 3. werden.
Das große Verfolgerfeld zersplitterte am letzten Anstieg auch noch, wobei noch 2 der 6 Ausreißer geschluckt werden konnten.
Hier das Ergebnis
1. Matthias Kessler
2. Rafael Casero +0:39
3. Steffen Wesemann +1:00
4. Manuel Mori +1:10
5. Stefan Adamsson +1:25
6. Santo Anza
7. Erik Zabel +1:28
8. Björn Papenstein +1:30
9. Sven Renders
10. Jan Pokrandt
...
16. Jan Ullrich +2:09
19. Andreas Klöden +2:29
Stimmen zum Rennen
Matthias Kessler: "Das ist unglaublich. Es läuft derzeit alles perfekt und es erfüllt mich mit Stolz bei diesem prestigeträchtigen Rennen in meiner deutschen Heimat gewonnen zu haben. Nun muss ich meine Form halten um bei den Ardennenklassikern genauso aufzutrumpfen und eventuell eine Rolle in der ProTour-Wertung zu spielen."
Rafael Casero: Schade. Als wir 10 km vorm Ziel noch über eine Minute hatten machte ich mir Hoffnungen auf den Sieg, denn ich konnte sehen, dass ich stärker am Berg war als die anderen. Aber als ich dann von der T-Mobile Attacke um Kessler hörte wusste ich, dass das ganz schwer werden würde. Trotzdem ein tolles Rennen."
Jan Ullrich: "Meine Rolle war es in Gruppen mitzugehen bzw. Matze oder auch Ete zu helfen. Ich bin zwar etwas enttäuscht, dass ich keine Gruppe fand, die wegkam, aber ich denke, dass ich meinen Job sonst ganz gut gemacht habe. Ich merke wie die Form immer besser wird."
Andreas Klöden: Mit dem Resultat können wir als Team zufrieden sein, ich selber bin es nicht wirklich. Ich musste zu viel Tempo fahren um am Ende ein Wörtchen vorne mitreden zu können. Nachdem ich für Matze das Tempo lanciert habe bin ich mein Tempo gefahren, wobei ich gerne länger bei Matze geblieben wär. Glückwunsch an ihn."
Erik Zabel hatte auch einiges zu sagen.
Er verkündete, dass er nach derzeitigem Stand auf die Tour verzichten würde.
Ihm käme es so vor, als sei die Teamleitung der Meinung, dass er dem Ziel des Toursieges dort im Weg stehen würde.
Stattdessen werde er den Giro d´Italia fahren.
