27.04.2007, 14:57
Jep, Bremen hat sich einfach überrennen lassen und sich drauf verlassen, dass man weiterkommt. Ich hab auch - selbstverständlich - auf einen Auswärtssieg getippt und wurde dann bitter enttäuscht. Natürlich kann man Auswärts immer verlieren, aber nicht so hoch... und die höhe finde ich auch unverdient.
Nun heißt es wieder, der Deutsche Fussball und so... Die Mannschaft die fast (1 Tor) den großen FC Barcelona rausgekickt hat, soll kein internationales Niveau haben... schon treten die Sportjournalisten wieder drauf ein. Ja, STARS wollen wir haben. 30 Millionen für einen überbezahlten, fetten, überschätzten Spieler. Yeah, das Ticket kostete dann halt 300€ pro Spiel, aber was interessieren uns die Fans? 13 Mittwochsspiele im Jahr sind anscheind wichtiger, als 36 (+Pokal) in der Liga, für die sich die Anhänger 17 anderer Vereine in der ersten Liga zerreisen würden? Klar kann der FC Bayern jetzt auf Einkaufstour gehen, aber wenn sie wollen, dann werden wir nie wieder eine so unglaublich Spannende Saison wie dieses Jahr erleben. Es wachsen 2 echte Konkurrenten für die Bayern heran, einer wegen Geld, der andere wegen jahrerlanger guter Scout- und Nachwuchsarbeit. Doch diese kann man gleich wieder abschreiben, wenn die Bayern erstmal zulangen. Ich will hier nicht die Bayern als die bösen hinstellen, doch wenn sie wollten, könnten sie die Liga mit einem Fingerschnippen in das verwandeln, was zZ. europäisches Spitzenniveau ist - eine Farce. Mit Abo-meistern und keinerlei Fokus auf die nationale Ebene.
Vor dem Spiel Stuttgart vs. Bayern hatte keiner von der Brisanz, der Geschichte, dem Jung vs. Alt, Heldt vs. Hoeneß, Veh vs. Hitzfeld, Hildebrandt vs. Kahn, oder sogar der Meisterschaft oder sonst irgendetwas. Es hieß einzig und allein "Das Millionenspiel". Ist das nicht bezeichnend? Ja, wer das Spiel gewinnt bekommt die Millionen, die Champions League!
Hier ging es nicht um die Ehre, die Meisterschaft oder sonst irgendwas, einzig allein um GELD. Geld, das die DFL nicht hat, sei es durch Lizenzzwänge, die es offensichtlich in Spanien nicht gibt, oder durch fehlende Investoren, die sich lieber in England breitmachen und dann die Champions League nach guddünken dominieren können, oder ehemaligen Landeschefs, die ihren Lieblingsverein fördern und vor dem Abstieg wegen Betruges schützen. Nein, in der Bundesliga muss noch richtig gewirtschaftet werden, wir können uns nicht mit 300 Millionen Euro verschulden. Es sind schon vereine für 10.000 Euro in die 5te Liga verbannt worden und Borussia Dortmund - bei allem Respekt - ist wahrscheinlich nur wegen ihres Stadions in der ersten Liga geblieben, ein Stadion das man immer ausverkauft und somit Geld kassieren kann. Wieder ein Beispiel für die Wichtigkeit der Fans, auf die in diesem internationalen Geschäft einfach geschissen wird. Klar, eine Jahreskarte kann ruhig 3000Pfund kosten, wir erreichen ja die Champions League, da zahlt man doch gerne. Mannschaften wie Tottenham, die teuer eingekauft haben, haben keinerlei Chance auf einen dieser Lukrativen plätze. Und wo holt man sich das Geld zurück? Von den Fans.
Ich sage nicht, wir - dh. die Bundesliga - sollte keinerlei Stars mehr holen. Mann kann auch ruhig tiefer in die Tasche greifen, aber man sollte NIEMALS dieses geisteskranke geschäft mit den Ablösesummen mitmachen. Neulich konnte man in einer großen, deutschen Boulevardzeitung die Mannschaft von Manchester bewundern - mit den zugehörigen Ablösesummen und dem Kommentar (in etwa): "Seht ihr Bayern, so wird das gemacht!".
40 Millionen für einen Abwehrspieler, 17,8 Millionen für einen damals 17jährigen und die Liste geht immer so weiter.
Nach der Weltmeisterschaft wollte ein Spanischer Abstiegskanidat den Dortmunder WM-Helden Odonkor haben. Und sie bekamen ihn - für 6 Millionen Euro! 6 Millionen Euro musste auch Bremen an den FC Porto überweisen, für Diego. Ein Spieler, der die 'Bester Spieler der Saison'-Trophäe schon jetzt in der Tasche hat und den Real Madrid wohl als Spielmacher haben will. Erkennt ihr die Dimension? Ein Deutscher Meisterschaftskanidat schneidet sich 6 Millionen aus den Rippen und kriegt dafür Qualität und ein spanischer Absteiger legt das so locker auf den Tisch, für einen Odonkor. Nichts gegen unseren David, aber die Relation stimmt doch einfach nicht. Solange wir uns solche Sachen nicht leisten können, werden wir niemals "internationale Klasse" haben. Vielleicht - wenn Bremen zusammenbleibt - wird sich die Mannschaft schon bald durchsetzen. Aber man wird nie die großen Stars nach Deutschland holen. Wofür auch? Die Bundesliga macht sich ihre eigenen Stars, das war schon immer so. Wisst ihr 5 "Weltklasse-Spieler" die bei uns waren? Ich rede von Legenden. Ich weiß niemanden. Und ich weiß auch nicht, warum wir uns so einschüchtern lassen, von Lohnsklaven von Milliardären, die zu ihrem eigenen Vergnügen eine Mannschaft für Summen zusammenstellen, für die man gepflegt eine Mondbasis bauen könnte.
Das war ein langer Text, danke, wenn ihr bis zum Schluss durchgehalten habt, wenn ihr nur diesen Satz hier lest und nicht den großen Rest, auch gut, ich versteh das ;)
Nun heißt es wieder, der Deutsche Fussball und so... Die Mannschaft die fast (1 Tor) den großen FC Barcelona rausgekickt hat, soll kein internationales Niveau haben... schon treten die Sportjournalisten wieder drauf ein. Ja, STARS wollen wir haben. 30 Millionen für einen überbezahlten, fetten, überschätzten Spieler. Yeah, das Ticket kostete dann halt 300€ pro Spiel, aber was interessieren uns die Fans? 13 Mittwochsspiele im Jahr sind anscheind wichtiger, als 36 (+Pokal) in der Liga, für die sich die Anhänger 17 anderer Vereine in der ersten Liga zerreisen würden? Klar kann der FC Bayern jetzt auf Einkaufstour gehen, aber wenn sie wollen, dann werden wir nie wieder eine so unglaublich Spannende Saison wie dieses Jahr erleben. Es wachsen 2 echte Konkurrenten für die Bayern heran, einer wegen Geld, der andere wegen jahrerlanger guter Scout- und Nachwuchsarbeit. Doch diese kann man gleich wieder abschreiben, wenn die Bayern erstmal zulangen. Ich will hier nicht die Bayern als die bösen hinstellen, doch wenn sie wollten, könnten sie die Liga mit einem Fingerschnippen in das verwandeln, was zZ. europäisches Spitzenniveau ist - eine Farce. Mit Abo-meistern und keinerlei Fokus auf die nationale Ebene.
Vor dem Spiel Stuttgart vs. Bayern hatte keiner von der Brisanz, der Geschichte, dem Jung vs. Alt, Heldt vs. Hoeneß, Veh vs. Hitzfeld, Hildebrandt vs. Kahn, oder sogar der Meisterschaft oder sonst irgendetwas. Es hieß einzig und allein "Das Millionenspiel". Ist das nicht bezeichnend? Ja, wer das Spiel gewinnt bekommt die Millionen, die Champions League!
Hier ging es nicht um die Ehre, die Meisterschaft oder sonst irgendwas, einzig allein um GELD. Geld, das die DFL nicht hat, sei es durch Lizenzzwänge, die es offensichtlich in Spanien nicht gibt, oder durch fehlende Investoren, die sich lieber in England breitmachen und dann die Champions League nach guddünken dominieren können, oder ehemaligen Landeschefs, die ihren Lieblingsverein fördern und vor dem Abstieg wegen Betruges schützen. Nein, in der Bundesliga muss noch richtig gewirtschaftet werden, wir können uns nicht mit 300 Millionen Euro verschulden. Es sind schon vereine für 10.000 Euro in die 5te Liga verbannt worden und Borussia Dortmund - bei allem Respekt - ist wahrscheinlich nur wegen ihres Stadions in der ersten Liga geblieben, ein Stadion das man immer ausverkauft und somit Geld kassieren kann. Wieder ein Beispiel für die Wichtigkeit der Fans, auf die in diesem internationalen Geschäft einfach geschissen wird. Klar, eine Jahreskarte kann ruhig 3000Pfund kosten, wir erreichen ja die Champions League, da zahlt man doch gerne. Mannschaften wie Tottenham, die teuer eingekauft haben, haben keinerlei Chance auf einen dieser Lukrativen plätze. Und wo holt man sich das Geld zurück? Von den Fans.
Ich sage nicht, wir - dh. die Bundesliga - sollte keinerlei Stars mehr holen. Mann kann auch ruhig tiefer in die Tasche greifen, aber man sollte NIEMALS dieses geisteskranke geschäft mit den Ablösesummen mitmachen. Neulich konnte man in einer großen, deutschen Boulevardzeitung die Mannschaft von Manchester bewundern - mit den zugehörigen Ablösesummen und dem Kommentar (in etwa): "Seht ihr Bayern, so wird das gemacht!".
40 Millionen für einen Abwehrspieler, 17,8 Millionen für einen damals 17jährigen und die Liste geht immer so weiter.
Nach der Weltmeisterschaft wollte ein Spanischer Abstiegskanidat den Dortmunder WM-Helden Odonkor haben. Und sie bekamen ihn - für 6 Millionen Euro! 6 Millionen Euro musste auch Bremen an den FC Porto überweisen, für Diego. Ein Spieler, der die 'Bester Spieler der Saison'-Trophäe schon jetzt in der Tasche hat und den Real Madrid wohl als Spielmacher haben will. Erkennt ihr die Dimension? Ein Deutscher Meisterschaftskanidat schneidet sich 6 Millionen aus den Rippen und kriegt dafür Qualität und ein spanischer Absteiger legt das so locker auf den Tisch, für einen Odonkor. Nichts gegen unseren David, aber die Relation stimmt doch einfach nicht. Solange wir uns solche Sachen nicht leisten können, werden wir niemals "internationale Klasse" haben. Vielleicht - wenn Bremen zusammenbleibt - wird sich die Mannschaft schon bald durchsetzen. Aber man wird nie die großen Stars nach Deutschland holen. Wofür auch? Die Bundesliga macht sich ihre eigenen Stars, das war schon immer so. Wisst ihr 5 "Weltklasse-Spieler" die bei uns waren? Ich rede von Legenden. Ich weiß niemanden. Und ich weiß auch nicht, warum wir uns so einschüchtern lassen, von Lohnsklaven von Milliardären, die zu ihrem eigenen Vergnügen eine Mannschaft für Summen zusammenstellen, für die man gepflegt eine Mondbasis bauen könnte.
Das war ein langer Text, danke, wenn ihr bis zum Schluss durchgehalten habt, wenn ihr nur diesen Satz hier lest und nicht den großen Rest, auch gut, ich versteh das ;)
