24.07.2007, 12:07
Zitat:Original von Achse
... und so leid es mir tut zu segen (ich will das wirklich nicht negativ ausdrücken) - die leute die zum Bund gehen, sind meist die leute die schneller auf eigenen Beinen stehen...
zumindest hier bei uns...
Dem muss ich aber in meinem Fall widersprechen. Ich weiß natürlich das du es nicht allgemein gemeint hast.
Ich habe direkt nach der Schule im Jahre 2003 mit dem Zivi begonnen und bin auch sofort von zu Hause aus weggezogen. Ich wollte endlich auf eigenen Beinen stehen, was mit dem Zivi nun möglich war. Natürlich musste man sich hin und wieder ganz schön einschränken, aber das war es Wert.
Also für mich war es der erste Schritt selbstständig zu Leben.
Also wie gesagt habe ich vor vier Jahren meinen Zivildienst abgeleistet. Ich habe in einem Krankenhaus gearbeitet. Allerdings nicht als Pfleger oder ähnliches, sondern im Zentrallager. Ich war für die Wareneingänge zuständig und für die Verteilung der Waren/Medizin auf allen Stationen. Man glaubt gar nicht wieviel an einem Tag in ein Krankenhaus geliefert wird.
Das Beste an dem Job war, das ich überall im Krankenhaus hineinkam und sehr viele Menschen kennengelernt habe. Seien es die OP-Räume, Entbindungsstation, Palliativstation etc. überall kam ich rein und habe viele interessante Dinge erlebt. War echt ne super Zeit. An einem Tag war ich zum Beispiel in der Intensivstation und konnte live sehen, wie gerade eine Not-OP durchgeführt wurde. Echt krass.
Nach einer gewissen Zeit war ich bekannt wie ein junger Hund

Super waren auch die Arbeitszeiten von 7h - 15h.
Ich würde mich auf jeden Fall immer wieder für den Zivildienst entscheiden. Vor allem im Krankenhaus, weil man dort wirklich sehr viele Menschen trifft und kennenlernt.
Wobei ich auch dazu sagen muss, das ich nie einen pflegerischen Beruf hätte ausüben können.
