29.10.2007, 18:04
Zitat:Original von Double F
@Nef: Wieso würdest du den WWWF Title nicht als World Heavyweight Title ansehen???
Drei Gruende:
-Weil die WWWF in den 60er und 70er Jahren nur ein regionales Territory war, und somit der WWWF Championtitle auch nur ein Regionaler Title.
-Weil der Title auch nicht als “World Heavyweight“ Title bezeichnet wurde, sondern als WWWF Championtitle, um sich eben von der NWA zu unterscheiden.
-Und auch deswegen weil die WWWF als sie der NWA wieder beitrat in den 70er Jahren, den NWA World Heavyweight Title als einzigen World Title anerkannte, sodass der WWWF Championtitle, eben nur ein regionaler Title der Promotion war zu diesem Zeitpunkt. Bei diesem Punkt wuerde also alleine schon Sammartino`s zweiter Run als WWWF Champion von fast vier Jahren wegfallen, wenn es um “World“ Title geht.
Zitat:Original von Double F
Also ich hätte die Leute hier mal hören wollen, wenn man über 7 Jahre den gleichen Champion hat!
Gut die hatten noch was drauf als Champ, aber das hatte HHH zum Beispiel auch (natürlich anders!!!) aber da hat man sich ziemlich schnell drüber aufgeregt....
In gewisser Weisse liegt das natuerlich an der heutigen Zeit. Heute muss alles schnell und Actionreich sein fuer die schnelle Unterhaltung der Leute. Das ist im Pro Wrestling genauso wie bei Filmen, oder in anderen Sportarten wie Hockey, wo die Regeln geaendert werden nur damit es “schneller“ und “spektakulaerer“ wird, aber gleichzeitig auch schlechter.
Du hast mit dem aufregen absolut recht, ein John Cena wird nach einem Jahr als Champion schon wieder ausgebuht, und es wird gesagt, es ist langweilig ihn die ganze Zeit als Champion zusehen. Ein Titlerun von einem Jahr ist heute schon lang bei den Fans! Das witzige ist, vor den 60er Jahren wurde ein Wrestler der einen Titlerun von einem Jahr hatte, in der NWA als UEBERGANGS Champion bezeichnet!
Was allerdings vor 50 Jahren genauso war wie heute, ist das die Fans von den Acts aka den Gimmicks schnell gelangweilt werden. Performer die von ihren Gimmicks/Acts leben, waren schon immer kurzlebig. Heute wird das Gimmick eines John Cena`s schnell langweilig, und frueher war es bei Gorgeous George, Danno O`Mahony, Wayne Munn, oder bei Andre the Giant genauso. Deshalb sah man George und Andre auch nur einige Wochen in einem Territory, und dann zogen sie weiter ins naechste Territory, um dort ihren gleichen Act abzuziehen. Haette man Andre the Giant ueber ein Jahr Woche fuer Woche im TV gesehen, haette man ihn aus der Halle gebuht vor langeweile, und er waere nie ein grosser Draw gewessen. Je besser der Act/Gimmick ist, desto laenger kann es erfolgreich sein, aber irgendwann wird jeder Act auch mal langweilig, egal wie gut er ist, siehe Hulk Hogan anfang bis mitte der 90er Jahre, siehe The Rock oder Steve Austin am ende ihres Runs, siehe Triple H seit Jahren, oder Shawn Michaels mitte der 90er Jahre.
Und genau das unterscheidet auch die Performer von einem Wrestler! Ein Performer ist auf seinen Act, auf sein Gimmick angewiessen! Wenn das nichtmehr funktioniert oder die Leute anfangen es langweilig zufinden, dann hat er nichtsmehr, und er muss sich etwas neues einfallen lassen. Ein Wrestler konnte jedoch mit seinem Wrestling, mit seinem koennen die Fans begeistern, und er konnte das ueber Jahre und Jahrzehnte tun! Das Wrestling wurde den Wrestling Fans nicht langweilig, ganz im Gegensatz zu einem Act denn sie sahen.
Die Fans die auf Acts/Gimmicks fixiert sind, sind oft auch die Bandwagon Jumper! Die aufspringen wenn der Act heiss ist, und die abspringen wenn der Act langweilig wird. Das sah man bei vielen Hogan Fans, Austin Fans, NWO Fans, D-X Fans, The Rock Fans, Triple H Fans, und vorallem auch zusehen seit Jahren bei John Cena Fans. Oder um es anders auszudruecken, jeder Act hat seine Fans, aber wenn der Act langweilig wird, dann verschwinden auch die Fans. Wenn der Act neu ist, dann finden sie den Act gut, und wenn der Act langweilig wird, dann sagen sie er ist zulange Champion. Und da es immer mehr Acts gibt, werden die Titleruns auch immer kuerzer, und die Zeit an der die Wrestler an der Spitze stehen auch.
