03.02.2009, 08:38
Zitat:Original von DarkSavierIch weiß, was ein Soldat ist, schließlich hab ich auch meinen grundwehrdienst abgeleistet. Allerdings ist das nun mal in jedem Land so, in welchem Soldaten im Auslandseinsatz sind, dass die Stimmung mit jedem toten Mitbürger diesem Kampfeinsatz negtiver wird. Das ist normal und wäre schlecht, wenns nicht so wäre. Allerdings hat Obama doch von Anfang an gesagt, dass er in nächster Zeit die Europäer stärker in Afghanistan einbinden möchte und im Falle von Deutschland auch vermehrt in den krisenreicheren Regionen. Sollte diese Forderung schon vor der Wahl in die Tat umgesetzt werden (momentan kann sich kein Politiker im wahlkampf leisten, dem Heiland Obama zu widersprechen), dann könnte das schon für einen Zwiespalt in der Wählerschaft sorgen.
So, die USA sind noch nicht ansatzweise aus dem Irak raus und schon dieses Jahr Abzug aus Afghanistan? Also die Region die Obama als Terrorgefahr Nummer Eins bezeichnet hat? Sicherlich bezog er sich auch mit auf Pakistan, aber da er dieses Land kaum offen besetzen werden wird, warum dann das Nachbarland verlassen?
Und "Heer"? Meine Güte...mal ehrlich, was glaubt dieses Land was Soldaten sind? Leute die Sandsäcke schleppen? Die Kindern über die Straße helfen? Die dafür sorgen das alles seinen gerechten Gang geht?
Soldaten sind schlicht und einfach nichts weiter als an einer Waffe ausgebildete Personen. Köche, Ingenieure und auch Ärzte bei der Bundeswehr müssen jederzeit töten können. Dafür sind sie dort wo sie sind. Überall wo eine Armee involviert ist muß auch der Tod akzeptiert werden können. Wer das nicht möchte sollte schlicht machen und abwarten was passiert. Es mangelt nicht an zivilen Helfern die für ihre Überzeugung sterben...und denen die schlicht schnell viel Geld machen wollen und selbiges Schicksal erleiden.
Ich selbst finde den deutschen Ansatz zwar naiv, aber bewundernsvoll. Naiv weil geglaubt wurde wir könnten Sachen wie New York, London oder Madrid (und so viele andere Sachen) mit lächelnden Soldaten umgehen. Bewundernsvoll weil unsere Mädchen und Jungs dennoch teilweise versuchen in einem verwüsteten Land als Beispiel zu dienen, zu helfen. Als ich noch im Kosovo war lief es anders, da war von Beteiligung so gut wie gar nichts zu sehen, zu vorsichtig war man da. In diesem Zusammenhang frage ich mich ja immer noch warum nun in Afghanistan wenige vieles schaffen und nicht umgekehrt. Aber das ist etwas für Historiker, denn ich werde die Antwort nicht mehr hören.
Zitat:Original von PauletaIch denke, du machst es Dir hier zu einfach. Ypsilantis Wahlversprechen war ganz einfach: Kein Koch und das ohne Hilfe der Linken. Es ging ja nicht um eine Koalition, sondern darum, jedwede Zusammenarbeit auszuschließen. Mal ganz davon abgesehen, dass man seine Stimmenmehrheit nicht von dieser "Partei" abhängig machen kann, war das doch eine Aussage, die Ypsilanti erst diese Zugewinne beschert hat, weil Hessen Koch überdrüssig war UND keine Linke wollte. Dann ist Ypsilanti aber gierig geworden. Sie hätte, wenn sich gewollt hätte auch eine große Koalition eingehen können mit der CDU, die in einer denkbar schlechten Verhandlungsposition war und im Zweifel Koch nach berlin weggelobt hätte, um weiterhin an der Regierung zu bleiben.
HEssen hat denke ich wenig SIgnalwirkung für die bundestagswahl, weil dieSituation in Hessen speziell ist.
AM Faszinierendsten ist, wei alle auf dem Wahlversprechen rumhacken. Unabhängig davon, dass jede Partei nach jeder Wahl ihre Versprechen bricht, gab es noch ein zweites Wahlversprechen, nämlich Koch zu stürzen. Undd as ging nunmal nur mit der Linken. Dass das dann von Bild etc. so aufgebaut wird ist fast noch lächerlicher wie das Fadenscheinige rumgetue. Roland Koch hat mehrmals im Zuge der Parteispendenaffäre öffentlich gelogen, und da regt sich ja auch niemand drüber auf.
Ansosnten sollte man auch das nicht minder klägliche Ergebniss der CDU bei der Hessen Wahl sehen. Trotz des Debakels und der Erfolgreichen Heuchelei keine Zugewinne ist richtig schwach.
Wir werden weitere Jahre große Koalition haben, weil es deutlich nicht reichen wird für Schwarz Gelb.
Tja, und was das kägliche Ergebnis angeht: Koch ist immer noch an der Regierung und hat seine Amtsgeschäfte erneut nicht niederlegen müssen, sondern wurde sogar noch einmal bestätigt. Ein Gewinn für die CDU, die sogar eine starke Mehrheit im Landtag stellen. Glückwunsch dazu.
Man kann für die Bundes-SPD hoffen, dass sie langsam aufhört, sich selbst in der Öffentlichkeit zu demontieren. Das nimmt ja langsam schon merkwürdige Züge an.
Na ja, für die Bundestagswahl habe ich nur zwei Wünsche: A) Bürgerliche Koalition und B) die Linke muss raus aus dem Bundestag. Damit wäre ich schon zufrieden, auch wenn B) nur schwer eintreffen wird. Aber eine nicht ernstzunehmende Partei aus dem linken Sektor reicht mir da schon mit diesen grünen Spinnern.
