28.02.2010, 14:53
Daran sind aber die Promotions selbst Schuld. Wenn man bedenkt, dass ein Dive von einem Steel Cage mal was besonderes war, oder von einer Leiter, oder einfach nur vom Top Rope, dann muss man schauen, wieso das jetzt nicht mehr der Fall ist.
Man booked nachdem so etwas ankommt, fast in jedem Match dann genau diesen Bump und schon muss man sich dann für die Zukunft wieder einen noch größeren und härteren Bump einfallen lassen, da die ersten geilen Sprünge als "normal" angesehen werden.
Erst gab es einen Schlag mit dem Stuhl, dann eine Powerbomb durch den Tisch und jetzt haut man sich alles mögliche um den Schädel. Es wird mitten im Match gezeigt und beendet nix, also ist es nur ein kurzer "WTF"-Moment, aber kein, DAS WARS JETZT-Moment. Denn nach dieser Aktion kommen noch weitere und am Ende gewinnt der Wrestler dann mit dem Signature Move, der ja eigentlich nicht mit einem Stuhlschlag zu vergleichen sein sollte.
Es geht hier jetzt wirklich nicht nur um Hardcore-Wrestling, aber hier kann man das eben sehr gut erklären. Wenn ich mir die Attitude Era zum Beispiel ansehe. Da gab es einen Stuhlschlag und der getroffene lag dann im Ring rum und war fertig.
Es gab dann ein Hardcore Match und plötzlich hält der gleiche Wrestler 10 Stuhlschläge vom gleichen Gegner aus. Und genau deshalb musste man beim nächsten Mal statt des Stuhlen schon den Baseball-Schläger auspacken. Das half dann auch nix mehr und schon gibts den Barbie-Einsatz.
Nicht nur die Fans sind schuld, sondern auch die Promotions und vielleicht auch die Wrestler selbst, da man die Fans mit solchen WTF-Momenten übersättigt und so noch zum "schneller, höher, weiter" anspornt. Man fordert dann ja mehr, denn irgendwie muss ja etwas passieren, was nicht normal ist, damit das Match glaubwürdig beendet wird.
Man könnte dem wohl entgegenwirken, wenn man sich wieder mehr auf das Wrestling besinnen würde und die "krassen" Sachen, wie Springboard-Aktionen, Dives, Top Rope oder auch Stuhlschläge und Co. weitestgehend zurücknimmt und wieder zu etwas besonderem macht.
Das Problem sah man ja auch bei den Gimmick-Matches. Erst ist es was besonderes, dass es ein Hell in a Cell oder Elimination Chamber oder Cage Match gibt. Jetzt gibt es sie so oft, dass es nix besonderes mehr ist und genau so ist es mit den Aktionen. Weniger zeigen und die Fans reagieren vielleicht auch wieder anders darauf.
Ob man dies in der heutigen Zeit noch machen kann, ist natürlich ein gefährliches unterfangen. Die Indy-Ligen sind auf die 100-500 Fans angewiesen, die deshalb vielleicht nicht mehr kommen würden. Aber ich glaube, die Fans würden es wieder mehr honorieren, wenn man nicht mehr in jeder Show diese WTF-Aktionen sehen würde!!
Man booked nachdem so etwas ankommt, fast in jedem Match dann genau diesen Bump und schon muss man sich dann für die Zukunft wieder einen noch größeren und härteren Bump einfallen lassen, da die ersten geilen Sprünge als "normal" angesehen werden.
Erst gab es einen Schlag mit dem Stuhl, dann eine Powerbomb durch den Tisch und jetzt haut man sich alles mögliche um den Schädel. Es wird mitten im Match gezeigt und beendet nix, also ist es nur ein kurzer "WTF"-Moment, aber kein, DAS WARS JETZT-Moment. Denn nach dieser Aktion kommen noch weitere und am Ende gewinnt der Wrestler dann mit dem Signature Move, der ja eigentlich nicht mit einem Stuhlschlag zu vergleichen sein sollte.
Es geht hier jetzt wirklich nicht nur um Hardcore-Wrestling, aber hier kann man das eben sehr gut erklären. Wenn ich mir die Attitude Era zum Beispiel ansehe. Da gab es einen Stuhlschlag und der getroffene lag dann im Ring rum und war fertig.
Es gab dann ein Hardcore Match und plötzlich hält der gleiche Wrestler 10 Stuhlschläge vom gleichen Gegner aus. Und genau deshalb musste man beim nächsten Mal statt des Stuhlen schon den Baseball-Schläger auspacken. Das half dann auch nix mehr und schon gibts den Barbie-Einsatz.
Nicht nur die Fans sind schuld, sondern auch die Promotions und vielleicht auch die Wrestler selbst, da man die Fans mit solchen WTF-Momenten übersättigt und so noch zum "schneller, höher, weiter" anspornt. Man fordert dann ja mehr, denn irgendwie muss ja etwas passieren, was nicht normal ist, damit das Match glaubwürdig beendet wird.
Man könnte dem wohl entgegenwirken, wenn man sich wieder mehr auf das Wrestling besinnen würde und die "krassen" Sachen, wie Springboard-Aktionen, Dives, Top Rope oder auch Stuhlschläge und Co. weitestgehend zurücknimmt und wieder zu etwas besonderem macht.
Das Problem sah man ja auch bei den Gimmick-Matches. Erst ist es was besonderes, dass es ein Hell in a Cell oder Elimination Chamber oder Cage Match gibt. Jetzt gibt es sie so oft, dass es nix besonderes mehr ist und genau so ist es mit den Aktionen. Weniger zeigen und die Fans reagieren vielleicht auch wieder anders darauf.
Ob man dies in der heutigen Zeit noch machen kann, ist natürlich ein gefährliches unterfangen. Die Indy-Ligen sind auf die 100-500 Fans angewiesen, die deshalb vielleicht nicht mehr kommen würden. Aber ich glaube, die Fans würden es wieder mehr honorieren, wenn man nicht mehr in jeder Show diese WTF-Aktionen sehen würde!!
