10.10.2010, 17:35
Zitat:Original von Zar
Und @ Light - ja, für uns normalos sind Joggen und Bodybuilding Sport, aber wir reden hier vom Profitum, auch da ist Bodybuilding ein Wettkampf, es wird bei Wettkämpfen ein Sieger gekürt, der nach offiziellen Gesichtspunkten geführt wird, mit Punktrichter und allem. Und auch wenn man Fußball spielt, ist doch das Ziel, mehr Tore als der andere zu erzielen. Das macht für mich Sport auf Proifebene aus, grade das macht es ja auch spannend
Ein sehr guter und meiner Ansicht nach richtiger Punkt. Auffallend ist, wenn man die alte deutsche Literatur zum Berufsringkampf heranzieht, dass das frühe deutsche Wrestling auf der Grundlage des gr.-röm. Stils aufgebaut wurde. Die Turniere hatten durchweg einen Wettkampfcharakter - ein klassisches Ausscheidungsturnier, wo Kampfrichter über die Leistung des Berufsringers urteilten. Es war allerdings selbst dort nicht so, dass man hätte von Seiten der Fachwelt gesagt, dies sei nun ein Kampfsport. Das Lager der Kritiker am Profiringkampf war selbst vor 100 Jahren schon in Deutschland nicht gerade klein. Alleine die Bezeichnung "Beruf" oder "Profi" konnte zu hitzigen Diskussionen führen, wie etwa Zeitungsartikel aus der Internationalen Athletik Sportzeitung belegen.
Das Schwierige ist am Wrestling oft auch die zahlreichen Stile, wo man dann dazu neigt zu sagen, dies sei überall so oder war auch damals so. Eine pauschale Linie gabs im Wrestling nie. Die ursprüngliche Linie war in Mitteleuropa nicht der freie Ringkampf. Der hatte seinen Boom hier erst wesentlich später.

