23.01.2003, 16:23
Der Streit um die richtige Irak-Politik wird immer schärfer. Französische und deutsche Spitzenpolitiker reagierten äußerst verärgert auf die Äußerungen von Donald Rumsfeld. Der US-Verteidigungsminster hatte Frankreich und Deutschland wegen ihrer Anti-Krieg-Haltung als "Problem" bezeichnet und auf das "alte Europa" geschimpft. Verbittert ist aber auch die Regierung in Washington über die widerspenstigen Europäer und will versuchen sie diplomatisch zu isolieren.
Wirtschaftsminister "zutiefst beleidigt"
Die heftigsten Reaktionen auf Rumsfelds Worte kommen aus Paris. "Zutiefst beleidigt" ist der Wirtschaftsminister Franci Mer: Das "alte Europa" habe Schwung und werde dies auch zeigen. Noch drastischer, wenn auch diplomatisch umschrieben, reagierte die Umweltministerin Roselyne Bachelot. "Wissen Sie, ich komme aus dem Pays de la Loire, und dort gibt es eine Berühmtheit, die Cambronne heißt", ärgerte sie sich im Radio. Der Name des Generals von Napoleon wird im Französischen als Umschreibung für "Scheiße" benutzt. Der Überlieferung nach soll der General dies bei der Schlacht von Waterloo den Engländern entgegnet haben, die ihn aufforderten zu kapitulieren.
Nicht gerade diplomatisch?
Auch in Deutschland zeigten sich Politiker nicht gerade erfreut über die Wortwahl von Rumsfeld: SPD-Außenpolitiker Hans Ulrich Klose findet sie "ungehörig": Die Amerikaner sollten nicht versuchen, die Europäer zu spalten, sagte Klose im Hinblick auf Rumsfelds Einschätzung, die meisten europäischen Länder stünden auf amerikanischer Seite. Und sogar der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), eigentlich ein Kritiker der deutschen Regierungspolitik, sagte, dass Rumsfeld "nicht gerade ein Diplomat" sei.
USA wollen Kritiker isolieren
Währenddessen wird in den USA offenbar an einer diplomatischen Strategie gearbeitet, Deutschland und Frankreich im UN-Sicherheitsrat zu isloieren. Beide Staaten sollen als Verhinderer eines Sturzes von Saddam Hussein hingestellt werden. Laut Äußerungen verbitterter US-Regierungsbeamter werden die USA von den kritischen Regierungen verlangen, den Irak öffentlich der Missachtung von UN-Vorgaben anzuklagen.
China ist Frankreich "extrem nahe"
Ob das Erfolg hat, scheint fraglich. "Ich denke, unsere Position ist der Frankreichs extrem nahe", sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. China sei besorgt über den Truppenaufmarsch am Persischen Golf. Somit steht von den städnigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat nur noch Großbritannien fest an der Seite der USA - offiziell, denn die Bevölkerung wird auch in diesen beiden Ländern immer skeptischer, was einen Angriff auf den Irak betrifft.
Wirtschaftsminister "zutiefst beleidigt"
Die heftigsten Reaktionen auf Rumsfelds Worte kommen aus Paris. "Zutiefst beleidigt" ist der Wirtschaftsminister Franci Mer: Das "alte Europa" habe Schwung und werde dies auch zeigen. Noch drastischer, wenn auch diplomatisch umschrieben, reagierte die Umweltministerin Roselyne Bachelot. "Wissen Sie, ich komme aus dem Pays de la Loire, und dort gibt es eine Berühmtheit, die Cambronne heißt", ärgerte sie sich im Radio. Der Name des Generals von Napoleon wird im Französischen als Umschreibung für "Scheiße" benutzt. Der Überlieferung nach soll der General dies bei der Schlacht von Waterloo den Engländern entgegnet haben, die ihn aufforderten zu kapitulieren.
Nicht gerade diplomatisch?
Auch in Deutschland zeigten sich Politiker nicht gerade erfreut über die Wortwahl von Rumsfeld: SPD-Außenpolitiker Hans Ulrich Klose findet sie "ungehörig": Die Amerikaner sollten nicht versuchen, die Europäer zu spalten, sagte Klose im Hinblick auf Rumsfelds Einschätzung, die meisten europäischen Länder stünden auf amerikanischer Seite. Und sogar der frühere Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), eigentlich ein Kritiker der deutschen Regierungspolitik, sagte, dass Rumsfeld "nicht gerade ein Diplomat" sei.
USA wollen Kritiker isolieren
Währenddessen wird in den USA offenbar an einer diplomatischen Strategie gearbeitet, Deutschland und Frankreich im UN-Sicherheitsrat zu isloieren. Beide Staaten sollen als Verhinderer eines Sturzes von Saddam Hussein hingestellt werden. Laut Äußerungen verbitterter US-Regierungsbeamter werden die USA von den kritischen Regierungen verlangen, den Irak öffentlich der Missachtung von UN-Vorgaben anzuklagen.
China ist Frankreich "extrem nahe"
Ob das Erfolg hat, scheint fraglich. "Ich denke, unsere Position ist der Frankreichs extrem nahe", sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. China sei besorgt über den Truppenaufmarsch am Persischen Golf. Somit steht von den städnigen Mitgliedern im UN-Sicherheitsrat nur noch Großbritannien fest an der Seite der USA - offiziell, denn die Bevölkerung wird auch in diesen beiden Ländern immer skeptischer, was einen Angriff auf den Irak betrifft.
