25.06.2011, 16:19
Durch das Turniersystem, das in Europa im gr.-röm. Stil 1897 eingeführt wurde, war es auch für Wrestler jenseits der Schwergewichtsklasse möglich geworden, sich als Professionals zu etablieren. Die Leichtgewichtsklasse fand in späteren Jahren, zwischen den beiden Weltkriegen, keine sonderlich große Beachtung mehr, aber die Mittelgewichtsklasse konnte sich dennoch neben der Schwergewichtsklasse durchsetzen.
1897 kann man als Wendepunkt bezeichnen: Bestritten die Wrestler in Europa davor noch einzelne Kämpfe bzw. sog. Matchkämpfe gegen Herausforderer aus dem Publikum, etwa die Stabuffringer (Jahrmarkts-Rummel-Zirkus), so kam mit dem Turniersystem mehr Professionalität ins Business. Den Anfang machte dann ja sogar die Mittelgewichtsklasse im August 1897 in Brüssel mit der ersten WM im Mittelgewicht. Das war überhaupt die erste offizielle WM im gr.-röm. Stil.
Frühere Wrestler, die vor Max Steinke an der Spitze der Leicht- und Mittelgewichtsklasse kämpften, waren u.a. Michael Hitzler, Heinrich Weber, Maurice Gambier, Constant le Boucher und Georg Lurich.
Gambier gewann auch die erste WM (Mittelgewicht) in Brüssel und die erste WM im Leichtgewicht 1899 in Paris....(mehr dazu in einem gesonderten Thread zu einem späteren Zeitpunkt).
Bei der WM in Paris gabs diese Matchserie zw. Gambier und Hitzler, wo ein Kampf insgesamt 10 Stunden und 44 Minuten dauerte (über mehrere Tage verteilt).
Die Organisation zum IRV 1911 in Berlin war ein weiterer wichtiger Schritt, der auch die Mittelgewichtsklasse beeinflusste. Max Steinke trat dem Verband bei, um so bei den lokalen Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften auftreten zu können. Die meisten namhaften Profis, besser gesagt alle, waren damals Mitglied im IRV. Dass der IRV nicht nur die Schwergewichtsklasse pushte lag auch darin begründet, dass Heinrich Weber dem Verband von 1911 bis zur Gleichschaltung 1933 als 1. Vorsitzender vorstand. Weber gewann die WM im Leichtgewicht 1903 in Paris. Auch ist er es gewesen, der sich maßgeblich für die Organisation von Professionals in Verbänden einsetzte, und nicht zuletzt eine weitreichende Reformierung des Berufsringkampfes in Mitteleuropa initiierte.
Max Steinke konnte sich in den 20er Jahren als Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse behaupten, auch weil der Kader dort noch nicht so groß war, wie es dann in den 30er Jahren der Fall war. Ende der 20iger und Anfang der 30iger kamen neue, jüngere Leute, wie Gustl Kaiser, der sich zum Topwrestler entwickelte.
Weitere Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse waren zu diesem Zeitpunkt (20er und 30er Jahre) noch:
Gottfried & Rudolf Grüneisen
Fritz Kley
Willi Müller
Hans Kämpfer
Karl Wehram
Hadji Weinura
Bruno Mosig
Max Walloschke
August Ahrens
Herbert Audersch
Die größte Beachtung fand natürlich die Schwergewichtsklasse, dennoch konnte sich die Mittelgewichtsklasse damals trotzdem behaupten, was auch die vielen lokalen, Welt- und Europameisterschaften belegen.
1897 kann man als Wendepunkt bezeichnen: Bestritten die Wrestler in Europa davor noch einzelne Kämpfe bzw. sog. Matchkämpfe gegen Herausforderer aus dem Publikum, etwa die Stabuffringer (Jahrmarkts-Rummel-Zirkus), so kam mit dem Turniersystem mehr Professionalität ins Business. Den Anfang machte dann ja sogar die Mittelgewichtsklasse im August 1897 in Brüssel mit der ersten WM im Mittelgewicht. Das war überhaupt die erste offizielle WM im gr.-röm. Stil.
Frühere Wrestler, die vor Max Steinke an der Spitze der Leicht- und Mittelgewichtsklasse kämpften, waren u.a. Michael Hitzler, Heinrich Weber, Maurice Gambier, Constant le Boucher und Georg Lurich.
Gambier gewann auch die erste WM (Mittelgewicht) in Brüssel und die erste WM im Leichtgewicht 1899 in Paris....(mehr dazu in einem gesonderten Thread zu einem späteren Zeitpunkt).
Bei der WM in Paris gabs diese Matchserie zw. Gambier und Hitzler, wo ein Kampf insgesamt 10 Stunden und 44 Minuten dauerte (über mehrere Tage verteilt).
Die Organisation zum IRV 1911 in Berlin war ein weiterer wichtiger Schritt, der auch die Mittelgewichtsklasse beeinflusste. Max Steinke trat dem Verband bei, um so bei den lokalen Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften auftreten zu können. Die meisten namhaften Profis, besser gesagt alle, waren damals Mitglied im IRV. Dass der IRV nicht nur die Schwergewichtsklasse pushte lag auch darin begründet, dass Heinrich Weber dem Verband von 1911 bis zur Gleichschaltung 1933 als 1. Vorsitzender vorstand. Weber gewann die WM im Leichtgewicht 1903 in Paris. Auch ist er es gewesen, der sich maßgeblich für die Organisation von Professionals in Verbänden einsetzte, und nicht zuletzt eine weitreichende Reformierung des Berufsringkampfes in Mitteleuropa initiierte.
Max Steinke konnte sich in den 20er Jahren als Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse behaupten, auch weil der Kader dort noch nicht so groß war, wie es dann in den 30er Jahren der Fall war. Ende der 20iger und Anfang der 30iger kamen neue, jüngere Leute, wie Gustl Kaiser, der sich zum Topwrestler entwickelte.
Weitere Spitzenkämpfer der Mittelgewichtsklasse waren zu diesem Zeitpunkt (20er und 30er Jahre) noch:
Gottfried & Rudolf Grüneisen
Fritz Kley
Willi Müller
Hans Kämpfer
Karl Wehram
Hadji Weinura
Bruno Mosig
Max Walloschke
August Ahrens
Herbert Audersch
Die größte Beachtung fand natürlich die Schwergewichtsklasse, dennoch konnte sich die Mittelgewichtsklasse damals trotzdem behaupten, was auch die vielen lokalen, Welt- und Europameisterschaften belegen.
