16.01.2013, 23:11
Ich hatte auf einem anderen Board mal die Idee, PPVs zu suchen, bei denen ALLE Ergebnisse komplett umgedreht werden und dabei ein tatsächlich besserer PPV rauskommt. Ist gar nicht so einfach. Ich poste hier mal meinen Beitrag zu Starrcade 1997. Vielleicht findet ihr ja einen PPV bei dem die umgekehrten Ergebnisse noch besser passen.
Zitat:Welche Pay Per Views oder sonstige Großveranstaltungen fallen euch ein, bei denen die absolut umgekehrten Ergebnisse euch insgesamt besser gefallen hätten?
Ich gebe mal ein Beispiel: Starrcade 1997!
Viele wünschten sich, dass Sting den Hulkster dort clean hätte besiegen sollen, um die nWo-Story zu einem noch halbwegs rühmlichen Ende bringen zu können. Ich denke jedoch mittlerweile, dass die nWo dort mit anderen Ergebnissen erst Recht ihre Machtstellung hätte ausbauen sollen.
Match #1: WCW Cruiserweight Championship
Dean Malenko def. Eddie Guerrero © via Pinfall
Ursprünglich hatte Heel-Eddie hier seinen Titel verteidigt, nur um ihn beim Nitro drauf gegen den Último Dragon zu verlieren, der ihn wiederum kurz drauf an Juventud Guerrero verlor, der ihn wiederum kurz drauf an Rey Mysterio verlor, der ihn wiederum kurz drauf an den geturnten Chris Jericho verlor. Und Jericho und Malenko bestritten dann ihre große Fehde um den Titel. Da hätte man eigentlich auch gleich Dean Malenko hier den Titel geben können, der ihn dann gegen einen geturnten Jericho verliert, um dann auch die tatsächliche Pause einzulegen, nur um zur Jahresmitte zurückzukehren und dann ebenfalls das große Programm mit Jericho abzuspulen. Das hätte den CW-Titel jedenfalls nicht so entwertet, wie dieses ständige Hin und Her.
Match #2: 6 Man Tag Team Match
Ray Traylor & The Steiner Brothers (w/ Ted DiBiase) def. The Macho Man, Scott Norton & Vincent (w/ Miss Elizabeth) via Pinfall
Im Original pinnte Savage Scott Steiner mit dem Elbow nach einem Power Move von Norton. Traylor war kurz zuvor von der nWo zur WCW zurückgeturnt und hätte eigentlich einen Push nötig gehabt. Und auch Scott Steiner stand kurz davor, den wohlverdienten Push in die Upper Midcard Regionen zu erhalten. Warum hat man ihn hier nicht einfach Savage nach einem Frankensteiner pinnen lassen? Savage war doch eh schon durch die Fehde mit Page auf Upper Midcard Niveau runtergestuft gewesen. Darauf hätte man auch den späteren Babyface Turn von Savage aufbauen können. So hätte ich mir Steiners Aufstieg gewünscht, nicht mit dem blöden Turn gegen Rick.
Match #3: Singles Match
Steve McMichael (w/ Queen Debra) def. Bill Goldberg via Pinfall
Hier gebe ich zu, dass die frühzeitige Zerstörung der Streak keine so tolle Idee gewesen wäre. Das nehme ich nur in Kauf, da ja laut Threadbedingung alle Ergebnisse umgedreht werden müssen. Andererseits ... so hätte man Goldberg vielleicht schon zu Beginn mehr Tiefe verleihen können. Ich lasse mal offen, was ich als nächstes mit den beiden Charakteren veranstaltet hätte. Als hätte man Goldberg nach einer unsauberen Niederlage nicht noch immer aufbauen können, wenn er bei den Fans doch sowieso damals schon over war.
Match #4: Raven's Rules Match
Chris Benoit def. Saturn (w/ Raven) via Submission
Ursprünglich hatte Raven eigentlich das Match bestreiten sollen, schickte aber seinen Stable Partner Saturn vor und half ihm, das Match zu gewinnen. Da Benoit sich damals sowieso durch das ganze Flock prügelte und Siege und Niederlagen einsteckte, wäre ein klarer Sieg gegen Saturn nicht schlimm gewesen. Im Gegenteil hätte es ihn näher an ein Match gegen Stable Chef Raven gebracht. Das reine Resultat ist hier unbedeutend und kann gut abgeändert werden.
Match #5: Singles Match
Lex Luger def Buff Bagwell via Pinfall
Dass Luger damals gegen den Midcarder Bagwell verlieren musste, fand ich abscheulich. Die Fehde der beiden zwar auch, trotzdem hätte ich ihn hier nicht nach einem Foreign Object Einsatz von Scott Norton durch Bagwell pinnen lassen! Lieber ein sauberer unbedeutender PPV-Sieg für Luger, der die WCW-Fans und nWo-Hasser nach dem gewonnenen Opener auf mehr hätte hoffen lassen.
Match #6: WCW U.S. Heavyweight Championship
Curt Hennig © def. Diamond Dallas Page via Pinfall
Ich war damals sehr enttäuscht, dass Hennigs großartiger Run als Champion bei Starrcade schon endete. Aus ihm hätte man sichtlich mehr machen müssen, aber nach dieser Niederlage war er auf die Midcard festgelegt. Diamond Dallas Page hat sich mit dem Savage-Programm als ernsthafter Wrestler etabliert, die Fehde gegen Hennig hätte aber viel länger und besser aufgebaut werden müssen, um einen Titelwechsel rechtfertigen zu können. Lieber ein hochklassiges Match der beiden mit Hennig als verdientem und meinetwegen klarem Sieger. Den Titelwechsel hätte man auch auf Souled Out verschieben können.
Match #7: Singles Match, Special Referee: Bret Hart
Eric Bischoff (w/ Scott Hall) def. Larry Zbyszko via DQ
Bei diesem Kampf ging es um die volle Kontrolle über Monday Nitro! SO hätte das Ergebnis lauten müssen! Die nWo hätte kurz vor dem finalen Kampf zwischen Sting und Hogan endlich das Ziel erreichen sollen, auf dass sie solange hingearbeitet hatte! Was hätte ich mich auf jede Nitro Ausgabe gefreut, die unter dem Banner der nWo ausgetragen worden wäre. Das neue Thunder hätte die WCW-Bastion werden können! Ich hätte Bret Hart hier (nach dem Montreal Screwjob) als supersuperfairen Referee dargestellt, der sein Amt im Gegensatz zu Hebner ehrlich ausgeführt und den Einsatz eines Foreign Objects durch Zbyszko rechtmäßig geahndet hätte. Auch wenn es diese katastrophalen Folgen für die WCW gehabt hätte! Da wär man super auf Harts WWF-Story eingegangen und hätte ihn zu einem kontroversen Tweener-Charakter gemacht. Das hätte er alles auch gerne in einem sofortigen Interview alles so sagen dürfen.
Match #8: WCW World Heavyweight Championship
Hollywood Hogan def. Sting via Pinfall
Und hier wäre in meiner Version das Folgende geschehen. Sting schafft es Hogan zu pinnen, doch der Ringrichter zählt zu schnell. Bret Hart wäre dazugekommen und hätte das Match aufgrunddessen (mit Referee Lizenz) neu gestartet ... also alles genau umgekehrt zu der echten Starrcade-Version. Die Fans sind genervt von Bret Hart, weil er ihnen den WCW-Sieg genommen hat, wegen seiner Gerechtigkeitsscheiße. Und dann wäre der Hitman vor lauter Wut gegen den Stinger geturnt, Hogan hätte den Pinfall abgesahnt und dem beschissenen, außer Form geratenen, langweiligen, jammernden Sting wäre der zottelige Schädel von der nWo rasiert worden! BÄMMMM!
Beim nächsten nWo Monday Nitro hätten Bischoff und Hogan dann den Sieg über die WCW erklärt und deren Kapitulation gefordert. Dann hätten sie Bret Hart herausgerufen, doch dieser weigert sich, der nWo beizutreten. Stattdessen fordert er sein vertraglich zugesichertes Match gegen Hogan bei nWo Souled Out! Sting hätte das EMO-Gimmick endlich abgelegt und sein Image hätte mit kurzen Haaren wieder neuen Schwung gewinnen können. Was man da alles hätte draus machen können. Letztlich hätte man wirklich die WCW beerdigen und die nWo als Heel-Liga ausbauen können.
Unterm Strich hätte ich also gerne 6 von 8 Ergebnissen liebend gerne umgedreht und der PPV wäre für mich so besser gewesen. Und bei den beiden anderen Ergebnissen war bei dem einem (Benoit/Saturn) der Matchausgang kaum relevant und nur bei dem anderen (Goldberg/McMichael) wäre die Umdrehung durchaus schmerzhaft (wegen der abgebrochenen Streak) im Vergleich zum tatsächlichen Matchausgang.
Ich bin gespannt, ob mich jemand von einem PPV überzeugen kann, bei dem wirklich JEDES umgedrehte Matchergebnis auch sinnvoller gewesen wäre ;)
