04.09.2014, 12:34
Zitat:Original von Nefercheperur
-Es wird generell wenig Wert auf Qualitaet gelegt, auch bei den Submissions. Das merkt man bei den Kommentatoren wie sie es kommentieren. Die Kommentatoren haben keine Ahnung und schreien wie wild rum. Sie gehen nicht auf die Technik selbst ein oder erklaeren was der Hold bedeutet, oder wie man reagieren muss wenn man in dem Hold ist. Einen Hold zu erklaeren, auszufuehren auf welche Koerperpartien er geht, wie man wieder raus kommt etc erfordert das der Kommentator den Hold kennt, es erfordert Qualitaet. Manche Kommentatoren koennen das vielleicht, machen das aber nicht aufgrund der Gesamtausrichtung der Promotion. Andere sind auch hier zu lazy und viele koennen es einfach nicht und haben nicht das koennen.
Das unterschreibe ich sofort! Dass die WWE Kommentatoren keine Ahnung über Moves haben, fällt nicht nur bei Submissions auf, sondern auch bei Movevarianten. Da schreit in erster Linie Cole erstmal den Namen des ausführenden Wrestlers und dann folgen so einfallslose Floskeln wie "drops him/brings him down/usw.". Hin und wieder wirft dann JBL zumindest die Gattung des Moves hinterher, aber das ist doch nichts Ganzes! Das funktioniert bei einigen Indy-Promotions besser. Klar kann man jetzt sagen, dass dort die Kommentatoren mehr Vorbereitungszeit haben und nicht so viel arbeiten wie ihre Kollegen bei WWE, aber bei WWE sind Movesets auch begrenzt und das meistens auf Standardmoves und ein paar Varianten davon. Kompliziertere Moves haben dann eh spezielle Namen, weil sie Signature Moves sind. Aber man sollte halt wissen, wie die Moves heißen und wie sie wirken. Ein guter Kommentar zu einem Match kann viel wert sein.
Zitat:Original von Nefercheperur
-Ein wichtiger Punkt ist imo das mehr Wert darauf gelegt wird das es “Spektakulaer“ aussehen muss, anstatt das es realistisch ist. Das ist nichts neues, so war die Entwicklung immer. Aber es wird alles so dramatisiert und auf spektakulaer gezeigt das die Qualitaet fehlt. Einige Submissions sind total unspektakulaer und es wuerde ein Wissen bei allen erfordern was gerade vor sich geht. Das waere viel Arbeit fuer die Promotions, also was macht man stattdessen? Man achtet nicht auf die Qualitaet, man erzieht alle dazu nicht darauf zu achten, und wurde erzogen darauf nicht zu achten, man dramatisiert es, und die beiden Wrestler sellen das ganze wie verrueckt: Der Typ der die Submission falsch ansetzt verzerrt sein Gesicht wie verrueckt um zu signalisieren wie sehr er sich anstrengt und bewegt sich wie verrueckt und der Wrestler der im Hold ist schreit laut um seine Schmerzen zu signalisieren. Das macht man um den Zuschauern es leichter zu machen, damit sie verstehen was gerade passiert. Problem nur, es ergibt kein Sinn und es fehlt die Qualitaet, aber es ist “spektakulaer“.
Und im Professional Wrestling ist WWE die kaum auf Qualitaet im Ring achtet, sondern eben nur darauf das es spektakulaer ist, sehr erfolgreich. Es ist leichter fuer den Zuschauer etwas zusehen was weniger Wissen voraussetzt und Konzentration erfordert, das kann der Fan leicht verstehen, aber es fehlt eben die Qualitaet.
Wie du sagst, das Wrestling hat sich so entwickelt, dass es immer spektakulärer aussieht, das finde ich auch gut so. Dass darunter aber die Qualität nicht leiden muss, sieht man bei Pro Wrestling Guerilla, Ring Of Honor und anderen Promotions dieser Welt. Ich gehe hier näher auf PWG ein: die Wrestler liefern dort ein großartiges In-Ring-Produkt ab und es sieht zudem sehr spektakulär aus. Viele sagen, dass man dort das beste Wrestling in den USA sieht und das kann man durchaus so unterschreiben. Trotzdem ist diese Promotion nur bedingt erfolgreich. Den Erfolg von WWE sehe ich nicht darin, dass die Wrestler dort spektakuläre Aktionen zeigen, sondern auch weil es eben leichte Kost ist, sage ich jetzt mal. Man kann RAW nebenbei laufen lassen, quasi wie ein Radio. Wenn mal wirklich was Interessantes passiert dann wird es eh ewig wiederholt, bis es wirklich auch der letzte gesehen hat. Dass WWE leichte Kost ist, liegt auch an ihrem Schedule: 2 große TV-Tapings und 3 oder 4 Houseshows die Woche. Dass man da die In-Ring-Performance größtenteils auf das Muss reduziert, ist auch im Interesse der Wrestler, ganz klar. Aber dadurch ist WWE viel präsenter. Eben weil so viele Shows in der Woche produziert und Partnerschaften mit sonstwem geschlossen werden, ist WWE quasi überall. Ständig im Fernsehen oder in der Werbung. Der Erfolg von WWE hat nichts (mehr) mit Qualität zu tun.
Noch kurz zu den Divas: Wer dort Qualität sucht, wird verhungern! Ja, mit Paige, AJ und anderen sind gute Diven dabei, aber was abgeliefert wird, ist nicht gut. Darum geht es WWE auch nicht, es muss nur gut bzw. in diesem Fall sexy aussehen. Ein Match zwischen Paige und AJ liest sich auf Papier gut, weil man weiß, was die beiden können. Was aber am Bildschirm rüberkommt, ist Mist, tut mir leid, dass ich das so sage. Dasselbe kann man auch über den Großteil der männlichen Kollegen sagen.
