15.10.2015, 22:53
Zitat:Die Story finde ich schrecklich. Nehmen wir mal ECIII. Er hat eine Verfuegung erwirkt weil er betrogen wurde um den World Title. Und jetzt? Es gibt ein Tournament um den vakanten World Title, wo er auch antreten musste gegen die schwersten Gegner…so warum stimmt er dem zu? Macht kein Sinn. Er ist ja jetzt doppelt beschissen worden und das ist total okay fuer ihn...
Es ist nicht total ok für ihn, er hat die World Title Series selbst als "The EC3 Memorial Screwjob Series" bezeichnet. Entweder haben seine Anwälte ihm davon abgeraten, auch gegen das Turnier vorzugehen, oder er ist sozusagen nach dem BfG-Schock zur Besinnung gekommen. In seinem Interview beim vorletzten IMPACT wirkte er sehr motiviert, sich in der Series selbst beweisen zu wollen. Er ist ein Heel, aber er hat schon in der Vergangenheit so manche Herausforderung angenommen, in dem Glauben, wirklich so gut zu sein, wie er es von sich behauptet. Das gefällt mir, dass er so selbstbewusst ist, erinnert mich an Karsten Beck und an die bessere Seite von Seth Rollins.
Zitat:Oder nehmen wir nur mal die Begruendung von Matt Hardy: Matt Hardy begruendete seine Titlevakantierung damit das die Verfuegung Monate dauern wuerde bis zur ersten Anhoerung, und TNA solange kein Champion haette….aber jetzt wo der Title vakant ist, wird TNA auch Monatelang kein Champion haben, weil das Tournament Monate dauert. So…
Der Punkt ist, dass Matt Hardy als Champion nicht hätte antreten können. Natürlich ist das dann ein guter Grund für ihn, den Titel abzugeben. Vielleicht ist das sogar eine Art Seitenhieb gegen die Lesnar-Regentschaft gewesen: Besser gar kein Champion als ein ständig abwesender Champion. Außerdem wirkte Matt in seinem Interview selbst gar nicht so überzeugt davon, den Titel auf faire Art und Weise gewonnen zu haben, das will er in dem Turnier ja diesmal besser machen.
TNA gibt sich wirklich Mühe, die Logiklücken gering zu halten, das ist nicht alles so dämlich, wie es oft dargestellt wird. Die Interviews und Kommentare decken eigentlich das meiste ab. Das war überhaupt in den letzten Jahren eine Stärke von TNA, die wirklich anspruchsvoll durchdachten Storylines und Angles, die wie Puzzlestücke ineinandergriffen. Wenn man die Lücken schließen will, die sich beim Lesen von Berichten auftun, muss man eigentlich nur halbwegs aufmerksam die Shows schauen.
