23.02.2009, 19:38
Zum Thema Milk möchte ich mich auch noch äussern, mit hat das, was ich bisher gesehen habe, mehr überzeugt als Slumdog Millionär. Und extrem enttäuscht bin ich davon, dass Doubt leer ausging.
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81th Academy Awards Results
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23.02.2009, 19:38
Zum Thema Milk möchte ich mich auch noch äussern, mit hat das, was ich bisher gesehen habe, mehr überzeugt als Slumdog Millionär. Und extrem enttäuscht bin ich davon, dass Doubt leer ausging.
23.02.2009, 20:02
Zitat:Original von SilkIch habe nie gesagt, das er nicht auszeichnungswürdig in der Rolle gewesen wäre. Es war eine tolle Leistung. Ohne wenn und aber, aber für mich war es nicht die Sternstunde des Sean Penn im Generellen. In zahlreichen Filmen empfand ich ihn als stärker und war im Nachhinein überrascht, das es nicht einmal zu einer Nominierung gereicht hatte. Stichwort 21 Gramm bei dem es für mich schon fast ein Skandal war, das er nicht einmal nominiert wurde. Also erstens: Ich halte Sean Penn für einen großartigen Schauspieler. Nur jetzt kommt das große Aber: Da ich dieses Jahr das Glück hatte alle Kandidaten zu sehen (okay, mal abgesehen von Visitor aber 4/5 ist auch ein guter Schnitt), kam hingegen Penn in meinem persönlichen Ranking nur auf den dritten Platz. Ich hatte sowohl Frank Langella und Mickey Rouke vor Penn angesiedelt. Langella war einfach phänomenal (Unbedingt Frost/Nixon ansehen!) und Mickey Rouke war schlichtweg von einer anderen Welt. Es lag nicht unbedingt am Thema des Filmes, da mich Wrestling in der heutigen Zeit nur noch sehr bedingt interessiert, jedoch ging es mir in den letzten Jahren so, das ich mit einem Charakter in einem derartigen Rahmen mitgelitten hatte. Rouke lies in dem Film vergessen, das es ein Film ist (ohne jetzt polemisch klingen zu wollen). Und ich kann mir nicht vorstellen das die Leitung dieses Jahr noch getoppt werden kann. Hinzu kommt, das Rouke es langsam mal verdient gehabt hätte da er schon mehrmals (vor allem Franziskus hintergangen wurde). Für mich hat es wie du es umschrieben hattest mit Backstagepolitik zu tun. Es erinnerte mich unheimlich stark ans Jahr 1999, als Jim Carrey für den Mondmann nicht einmal nominiert wurde. (Das nehme ich Hollywood heute noch übel, denn bei dem Film erging es mir ähnlich wie dieses Jahr bei "The Wrestler). Aber es war irgendwie nachvollziehbar, das sie ihm den Oscar nicht geben wollten. Er galt damals nach Filmen wie "Ace Ventura" oder "Dumm und Dümmer" als der neue Jerry Lewis. Und welchen Stellenwert Lewis in Hollywood genießt, ist auch hinlänglich bekannt. Oder Beispiel #2 : Ich kann bis heute nicht nachvollziehen das Russel Crowe 2001 leer ausgegangen ist, und das Denzel Washington (den ich für einen wirklich guten Schauspieler halte) für Training Day den Oscar erhielt. Wobei, da hat die Traumfabrik sich übertroffen, denn eine derartige Schmutzkampagne wie sie zu der Zeit gegen John Forbes Nash Jr. und dessen angeblicher Nazivergangenheit gefahren wurde, war einfach beispiellos. Das sind die Gründe weshalb ich (wie schon gesagt persönlich) den Academy Awards weitaus weniger Beachtung schenke als den Awards, die vom Volke gewählt wurden. Bei den Oscars habe ich nunmal einfach den Eindruck, das die Einflussreichsten immer irgendie die Finger im Spiel hätten.
23.02.2009, 20:18
Das ist doch aber immer ein gewisses Maß an Backstagepolitik, das gehört nunmal irgendwie dazu genauso wie die kleinen Oscar Skandale bei den Nominierungen. Es gibt immer irgendwelche Schauspieler die bei den Nominierungen "betrogen" wurden, Jim Carrey ist da für Mondmann ein ideales Beispiel, aber selbst mit Truman Show hätte er zumindest die Nominierung erhalten müssen. Dann gibts da noch Paul Giamatti 2006 (?) der mindestens hätte nominiert werden dürfen und und und ... sowas wirds immer geben. Denzel Washington ... ja Training Day ist so eine Sache, ohne Frage ein guter Film, mir gefiel persönlich auch A Beautiful Mind wesentlich besser, aber man sagt ja nicht umsonst, dass DAS Jahr wohl ein Zugeständnis an die schwarzen Schauspieler war ... und es hatte einfach schön gepasst mit Halle berry als erste schwarze Hauptdarstellerin-Siegerin. Klar ist Politik bisschen scheiße, aber dieses Jahr fand ich das Ganze noch alles im Rahmen und es haben auch fast immer die richtigen gewonnen.
Zu der Hauptdarstellerdiskussion: kann ich dir im Großen und Ganzen ebenso zustimmen ... Rourke hat sich rehabilitiert mit dieser Leistung, einfach Wahnsinn, der Film ist toll toll toll und es ist schade dass er komplett leer ausging (ich sag nur Bruce Springsteen Skandal) ... aber immerhin Golden Globes bekommen, von daher keine absolute Enttäuschung in meinen Augen. Langella ... ohne Frage nur noch WOW ... er ist einfach Nixon, der Film ist für mich ein Hit, find das allein schon thematisch interessant ... umso mehr lobenswert dass man die Musicalschauspieler gleich noch in die Movies gecastet hat ... Richard Jenkins The Visitor war auch mindestens solide, für ihn ist es wohl eine Ehre, dass er nominiert war, fand ihn bei Six Feet Under schon immer ganz gut ... Brad Pitt habe ich auch gesehen den Film, spielt ebenfalls die Rolle so, dass sie in einem positiven Licht darsteht ... Penn ist ohne jeden Zweifel erhaben (ich mochte seine Leistung in Mystic River, 21 Gramm ist toll, Milk ist in meinen AUgen vom bisherigen Eindruck auch richtig ergreifend und vorallem wichtig im aktuellen politischen Kontext -> vllt daher auch die Zustimmung letztendlich durch die Academy) ... kurzum: ich glaube, das war dieses Jahr ein selten starkes Teilnehmerfeld in dieser Kategorie und vorallem das Triumvirat Langella, Penn, Rourke war für mich so strahlend, dass ich es einfach jedem gegönnt hätte und habe (und dahinter stehen kann). Problem was wohl die Academy hat ist, dass sie zu stark auf "Kunst" setzt ... man sieht ja dass die Einschaltquoten immer mehr sinken und ich kann vielen kritikern nur zustimmen, dass eine Einbeziehung von The Dark Knight der Veranstaltung wegen seines Mainstreamcharakters gut getan hätte, weil man imo diese Gruppe immer mehr verliert. Nichts gegen die Qualität der dargestellten Filme, aber No Country For Old Men hat z.B. in Dtl. glaube ich knapp 100.000 Zuschauer geschafft ... in USA sah das letztes Jahr mit allen 5 Nominierten insgesamt nicht grad rosig aus (locker von Mamma Mia geschlagen!) ... ich kreide höchstens an, dass die Academy manchmal zu sehr auf Kunst achtet und nicht mehr aus dem Schubladendenken rauskommt (keine Blockbuster wirklich ... mit Ausnahme damals LOTR 3 ... dann die von dir erwähnte ANtipathie gegenüber Comedy Filmen, welche in dieser Show hervorragend durch Seth Rogen und Co. auf die Schippe genommen wurde .... btw NECRO BUTCHER AT THE OSCARS YEAH!!! *g*) ... ziehe es aber letzten Endes den MTV Movie Awards und Co. vor, wo das Publikum nur aus reinem Mainstream zeug ihre Gewinner bezieht ... wahrscheinlich braucht man ein mittelding.
24.02.2009, 02:14
Die Verleihung ansich fand ich persönlich langatmig und wenig interessant. Die Einlage von Ben Stiller war zwar nett, aber wirklich lachen konnte man kaum...insofern man bei Joaquin Phoenix ein bissl aufgepaßt hat. Aber nicht so wichtig, Stiller ansich ist ja auch nur ein Abziehbild. Wann genau war der mal lustig?
Queen Latifah (hoffe richtig geschrieben) und ihr Abgesang auf die Toten...hust. Und Hugh Jackman als Gastgeber...das ist also die neue, innovative und vor allem moderne Ausrichtung der Academy? Denn gepaart mit den Videoschnipseln pro Kategorie...für mich zu wuschig als das ich ein Gesamtkonzept hätte würdigen können. Best picture - für mich lagen Frost/Nixon bzw. Milk weiter vorne. Aber nun gut, Slumdog/Underdog...nimmt sich ja wenig. Actor in a leading role - wer hier Langella/Nixon weit vorne sah...gut, aber auch nicht besser als ein Jenkins. Brad Pitt lasse ich mal aus. Mickey Rourke...Oscar? Ich bin mir nicht sicher, ich mein er mußte nicht viel Schauspielern...im großen und ganzen war es ein bissl sein Leben wenn man Boxen und Wrestling gleichsetzt. Sicher ist das jetzt arg überspitzt...aber viel Leistung mußte er mit seinem Hintergrund nicht investieren. Zumal er sich selber stark so zugerichtet hat wie er gerade zu betrachten ist...nicht wirklich ne Leistung. So bleibt also schlicht und ein einfach nur Penn...und da wären wir wieder bei der Schauspielerei...ich hätte ihm keinen schwulen Politiker zugetraut. Im Gegensatz zu Brokeback Mountain sogar einen dem ich von Anfang bis Ende das ganze abgenommen habe. Actress in a leading role - Für mich nicht viel Grund zum Zweifeln. Im Gegensatz zu einer Jolie und einer Hathaway können die anderen nicht zwingend mit Charme überzeugen. Was aber auch gut ist. Winslet wirkte teils wirklich wie ne graue Maus. Dabei aber nicht so streng wie eine Meryl Streep. Allgemein beurteile ich Kate Winslet langsam als rehabilitiert. Actor in a supporting role - Heath Ledger...wer davon überrascht war sieht wahrscheinlich auch den Weihnachtsmann persönlich. Darin liegt aber auch das Problem...der Award ist entkoppelt der Leistung. Ledgers Joker kann noch so gut sein...alle werden sich nur daran erinnern das es seine letzte (vollwertige) Rolle war. Und das ist schade. Denn mit diesem Talent und Ehrgeiz hätten wir hier den nächsten DeNiro, Hopkins Douglas und was nciht gehabt...auf jeden Fall jemanden mit vielen Oscars, was auch immer die für den einzelnen hier bedeuten. ^^ Actress in a supporting Role - Penelope Cruz...hatte mehr auf Marisa Tomei gehofft...aber von der Leistung her waren alle Nominierten in meinen Augen auf dem selben Niveau. Directing - eindeutig Frost/Nixon für mich...diese Kammerspiel hat mir Teils nen Schauer den Rücken runtergejagt Foreign language film - ich dachte wirklich Waltz with Bashir gewinnt...nun also Departures, sollte ich mir dann wohl mal anschauen, Baader Meinhof Komplex...nun ja, für mich bissi zu reißerisch aufgemacht. Ich mochte schon "München" nicht. ^^ Music (Song) - selten gute Verarsche Nächstes Jahr schau ich mir lieber nur noch die Zusammenschnitte an. Verpasse eh leider immer die letzte Stunde zwecks Arbeit. -.- |
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