Blubb
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Selim, Kodjali und Effendi sagen mir jetzt nichts. Ist aber gut möglich, dass man auf türkischen Seiten über den Ölringkampf Yagli Güres noch irgendwas über sie findet. Ahmed Madrali ist mir da eigentlich auch nie begegnet, obwohl er ja den großen Kampf gegen Hackenschmidt hatte.
Koca Yusuf ist Yusuf Ismail. Unter diesem Namen ist er in der Ölringkampf-Szene bekannt gewesen. Koca ist sein Beiname gewesen und bedeutet scheinbar sowas wie "Mann" oder "der Große"(?).
Was den American Heavyweight Title betrifft so folge ich mittlerweile den Ergebnissen, die mal bei wrestlingclassics präsentiert wurden. Also, dass durch Lewis vs. Roeber nicht der American Heavyweight Title sondern nur der Mixed Style Title entstand. Der American Heavyweight Title ist nur ein Freestyle-Titel und letztlich identisch mit dem Catch as Catch Can-Title von Joe Acton. Joe Acton und Edwin Bibby hatten sich wohl beide als Catch as Catch can-Champions in den USA präsentiert, bis Acton Bibby besiegte. Anschließend galt Acton als der unangefochtene Champion. Diese Ergebnisse sind mittlerweile auch bei wrestling-titles.com ergänzt worden.
Edit: Hab grad gefunden, dass Halil Adali eigentlich Adali Halil genannt werden müsste. Genau wie bei Kurtdereli Mehmet ist Adali nur ein Beiname, der besagt, dass er aus der Stadt Ada stammt.
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Also wird der Beginn jetzt bei Joe Acton 1887 in Chicago angesetzt? Nun Acton hat den American CACC Title ja am 03. Dezember 1881 in London gewonnen, als er Tom Cannon besiegte.
Das Match in Chicago 1887 müsste gegen Evan Lewis gewesen sein.
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Ich schreib jetzt mal, was der Historiker Tom Gannon auflistet:
19. Januar 1881
Edwin Bibby def Duncun C. Ross
American CACC Championship
02. März 1881
William Muldoon def Edwin Bibby
World Heavyweight Championship (hier dann Greco-Roman; zu der Zeit bezeichneten die Amerikaner schon ihre Turniere als "World", wobei es ja einen eigentlichen World Title noch nicht gab.)
07. August 1882
Joe Acton def Edwin Bibby
World CACC Championship
Blubb
Gast
So war der gute Herr Gannon schon vor Jahren schlauer als die Macher des Title History-Buchs.
Es ist ja eigentlich egal, ob die amerikanischen Zeitungen ihre Titel mal als "World"-Title und am nächsten Tag als "American"-Title bezeichnen. Es bleibt ja trotzdem derselbe Titel. Wenn der Namenswechsel offiziell wird, ist es ja nur eine Umbenennung, gegebenfalls in Verbindung mit einer Regeländerung, die Identität des Titels bleibt in meinen Augen aber unangetastet. Daher kann ich mit der Reihe Edwin Bibby - Joe Acton - Evan Lewis - Martin Burns u.s.w. als American Heavyweight Champions gut leben, auch wenn der Titel ursprünglich American Catch as Catch can Championship hieß.
EDIT: Ich hab gleich mal ne neue Frage an die Euro-Experten. Cay hat ja auf seiner Flickr-Seite ein Bild von Rudolf Zurth und Frank Sexton und Steve Yohe schreibt irgendwo, dass laut Gerhard Schaefers Aufzeichnungen Frank Sexton ein paar Matches in Deutschland absolviert hat. Was waren das für Kämpfe und in welcher Weise wurde Sexton den Deutschen präsentiert? Er trägt auf dem Zurth-Foto einen Gürtel, doch seine AWA-Regentschaft war ja längst vorbei, was war das für ein Titel?
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Tom Gannon und Gerhard Schäfer haben sich über viele Jahre mit Infos gegenseitig ausgetauscht. Schäfer sendete die Results aus Europa und Gannon im Gegenzug die USA-Kanada Results. So hatten beide die identisch gleichen Listen vor sich. Die Idee zu seiner Resultsliste, sie heißt "A History of Wrestling", kam von Gannon in den 60er Jahren. Der Austausch von Turnierdaten erfolgte bis Schäfers Tod im Juli 1995. Gannon starb nur wenig später - 1996. Das Archiv von Gannon hat dann Libnan Ayoub übernommen, der mit ihm 1990 das Buch "100 Years of Australian Professional Wrestling" schrieb.
So ganz genau kann ich nicht sagen, wann der Kontakt zw. Schäfer und Gannon abgebrochen ist. Seit November 1994 hatte sich jedoch der Gesundheitszustand von Schäfer verschlechtert.
Blubb
Gast
Yohe schreibt, dass laut Schaefers Aufzeichnungen Sextons Auftritte in München im März 1954 gewesen sein sollen.