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Peep´s Perspective June Edition#
#1
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Alle böse,außer Randy

Schaltet man dieser Tage Friday Night Smackdown ein, so fällt einem schnell auf, das es einen wahren Überschuss an Heels gibt. Oder um noch genauer zu werden: bis auf Randy Orton, Kane , Daniel Bryan & Sin Cara gehört der ganzer Kader der Fraktion der Bösewichter an. Zumindest was die männlichen Athleten der B-Show betrifft. Unnötig zu sagen, das dadurch unzählige Superstars in der Luft hängen, da es einfach keine Gegner für sie gibt gegen die sie Fehden könnten weil WWE absolut gar nichts von Heel gegen Heel hält. WWE hat dieses Problem zwar erkannt, doch die Lösung ist nicht wirklich toll, da man gerade The Corre nach gerade einmal vier Monate splittet, obwohl diese Gruppierung gerade erst in Fahrt kam. Nachdem Ezekiel Jackson vor einigen Wochen der Gruppe den Rücken zudrehte, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis es ihm Heath Slater & Justin Gabriel gleich tun werden. Bei der Smackdown Ausgabe von diesem Freitag griffen die beiden zu Gunsten von Wade Barrett ein, als Ezekiel Jackson dem Gewinn der Intercontinental Championship sehr nahe kam. Dies danke Barrett ihnen, in dem er sie im Stich ließ, als Jackson seinem Ärger über den Eingriff Luft machte. Sollten sich solche Szenen wiederholen – und das werden sie – ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es Gabriel und Slater Jackson gleich tun, und sich gegen den undankbaren Barrett wenden. Gerade Justin Gabriel könnte von einem Faceturn profitieren. Als Heel verkam er nämlich zum drei Move Mann, was ihn daran hinderte, ein ansehnliches Matches zu bestreiten. Schaut man sich sein älteren Matches bei NXT – oder besser noch FCW- sieht man jedoch zu wie viel mehr er fähig ist. Auf Grund seines spektakulären Kampfstils sollte sich der Südafrikaner schnell als Publikums etablieren können, denn Highfyler sind in der WWE beliebt wie eh und je was man an den lauten Zuschauerreaktionen die Leute wie Rey Mysterio, John Morrison oder Kofi Kingston erhalten jede Woche deutlich hören kann. Ein deutlich schwereren Stand dürfte da Heath Slater haben. Der Rotschopf mag zwar kein schlechter Wrestler sein, doch sein Problem ist, das er äußerst unscheinbar wirkt, und kaum Charisma hat. Das hat man schon bei NXT gemerkt.
Wenn sein Pro Christian nicht am Ring stand herrschte während seiner Matches immer totenstille. Deswegen wird er wohl nie Erfolg als Einzelwrestler haben, sondern immer Justin Gabriels Anhängsel bleiben, und sich jedes Mal in einem Hot Tag Szenario wiederfinden, in dem er das ganze Match über von den Heels bearbeitet wird, bis ihm der Wechsel mit Gabriel gelingt. Doch damit wäre das Faceproblem bestenfalls nur zur Hälfte gelöst, denn ganz oben hat man nach Christians Wechsel auf die dunkele Seite nur noch Randy Orton auf Seiten der Publikumslieblinge, was das Titelgeschehen im Main Event leider arg vorhersehbar macht. Mann kann nämlich davon ausgehen Randy Orton entweder als Dauerchampion beziehungsweise Dauerhauptherausforderer zu sehen, da er wie gesagt der einzige Facewrestler ist, der sich im Main Event ist.
Da man bereits Sheamus und Mark Henry ins titelgeschehen involviert hat, steht uns eine unendliche Geschichte zwischen Randy Orton, Christian, Sheamus und Mark Henry bevor, die erst dann um einen neuen Charakter ergänzt wird, wenn sich der diesjährige Mr Money in the Bank dazu entscheidet seinen Koffer und damit sein garantiertes Titelmatch einzulösen. Nebenbei bemerkt halte ich Wade Barrett und Cody Rhodes für die wahrscheinlichsten Kofferträger in diesem Jahr...


Booker T right there

Kommen wir zu einem weiteren Problem von Smackdown bzw. der WWE Pay Per Views: Booker T. Beim Royal Rumble kehrte dieser zurück, und setzte sich die drauf ans Kommentatorenpult um die Funktion des Colar Kommentators zu übernehmen. Eine Aufgabe, der der vielmalige World Champion nicht gewachsen ist. Oft genug vermittelt er einem nämlich das Gefühl, das er einfach nicht weiß was er sagen soll. Das äußert sich dadurch, das er immer die selben Phrasen herunter leiert, sich oft wiederholt (Stichwort: Right there) und sich gnadenlos verhaspelt. Oft genug kommt es sogar vor, das er gewisse Fachbegriffe oder Gegenstände verwechselt, über die er nach einer ca. zwanzig jährigen Wrestlingkarriere bescheid wissen sollte. So hielt er zum Beispiel den World Heavyweight Title für die WWE-Championship, bezeichnete den mit Matten ausgelegten Hallenboden als Stahlboden und hat mehr als einmal Movenamen falsch benannt. Seine ganzen Fehler hier aufzuzählen würde wohl den Rahmen sprengen, aber es reicht wohl zu sagen, das sie einen nicht unwesentlichen Teil der Botchamania-Videos füllen, und mich mehr als einmal dazu gebracht haben zu denken, das Charsten Schäfer und Günter Zapf eigentlich gar keine so schlechten Kommentatoren sind. Und von jemanden der deren Kommentarstil als seelische Grausamkeit bezeichnet will das etwas heißen!

WWE Superstars besser als erwartet, und Tyson Kidd´s Suche nach dem ultimativen Manager

Den Messwert der Ironieskala sprengt derzeit die Ausrichtung WWE Superstars. Als die Show 2009 wiederbelebt wurde, versprach man den Fans Kaderübergreifende Kämpfe zwischen den größten Superstars von Raw, Smackdown und ECW. Was am Ende dabei heraus kam, waren Krämpfe, die jeden Zuschauer vergraulten, der in der falschen Annahme etwas unterhaltsames zusehen zubekommen einschaltete. An der Tagesordnung waren Matches wie Ezekiel Jackson gegen Vladimir Kozlov oder aber der Klassiker schlechthin: Melina vs Alicia Fox! Die Folge war, das die Einschaltquoten natürlich auf der Strecke blieben, und die Show vom Fernsehen verschwand, und darauf im Internet landete, da die WWE nicht aufgeben wollte. Seit diesem Schritt ist die Sendung besser den je! Wöchentlich sieht man hier Matches die nicht selten temporeicher und kreativer gestaltet sind als das was man in den Huaptshows zu sehen bekommt, und wenn man mal von Santino Marella & Vladimir Ko(t)zlov absieht, bekommt man ausschließlich tolle Wrestler wie etwa Tyson Kidd, Evan Bourne, Trent Barretta oder Drew Mcintyre zu sehen. Apropos Tyson Kidd, seit einigen Wochen probiert man bei Superstars den richtigen Manager für ihn zu finden, der seine rednerischen Schwächen kaschieren und ihm dabei helfen soll sich bei Smackdown als Star zu etablieren. Los ging es mit Michael P.S. Hayes, der zwar ein durchaus guter Redner ist, aber auf grund seines fortgeschrittenen Alters so gar nicht zu einem jungen, dynamischen Superstar wie Tyson Kidd passen wollte. Auch Armando Estrada war nicht das gelbe vom Ei, und wurde daher nach gerade einmal einem Auftritt heimlich, still und leise wieder unter den Teppich gekehrt. Mit Matt Striker hat nun den ersten richtigen Kandidaten auf den Managerposten an der Hand. Anders als Estrada und Hayes gab er nicht nur abgedroschene Phrasen von sich, sondern alles was er sagte hatte Hand und fuß, und entsprach dem was ich mir unter einem richtigen Manager vorstelle. Durch seine Erfahrung als Kommentator weiß er genau wie man den Zuschauern einen Wrestler näher zu bringen hat, und das er sich bei ihm um jemanden handelt, der das Wrestling ganz genau studiert (und zwar alle Epochen), weiß er natürlich was funktioniert und was nicht, und kann sich dementsprechend präsentieren. Hoffentlich serviert man ihn nicht wieder ab, denn bei der bis dato aktuellsten Folge von Superstars hatte ich wirklich den Eindruck , das er mit Tyson eine tolle Chemie hat...


Würdigungen des Monats

Zum Schluss möchte ich an dieser Stelle noch einige Superstars erwähnen, die den letzten Monat in meinen Augen besonders aus der Masse herausstachen. Da wäre zum einem Daniel Bryan. Er mag zwar nach wie vor unglaublich profillos sein, und sein Theme ist absolut das letzte, doch wenn er im Ring steht, ist es schon fast eine Selbstverständlichkeit, das er das beste Match des Abends abliefert. Egal ob sein Gegner nun Sin Cara, Cody Rhodes, Ted Dibiase oder sonst wie heißt, der Matchverlauf ist immer spannende und kreativ gestaltet. Toll auch, das die WWE Bryan endlich erlaubt ein technischer Wrestler zu sein anstatt des Möchtegernhighfylers den er noch bei NXT und Raw darstellen musste. Jetzt muss es das WWE-Kreativteam nur noch hinkriegen ihm einen interessanten Charakter zu verpassen, um der Totenstille entgegen zu wirken die jedes Mal während seines Einzugs oder seines Matches herrscht. Ebenfalls positiv hervor getan hat sich Cody Rhodes. Seid er Anfang des Jahres von Rey Mysterio „entstellt“ wurde, steigert sich der ehemals schneidige Cody förmlich wöchentlich. Gerade was seine Arbeit am Mikrofon angeht. Inhalt mögen seine Promos ja stellenweise stagnieren, doch wie er vorträgt, macht diesen Umstand wieder wett. Allein schon seine Mimik und die Art wie der bestimmte Textpassengen betont und hervorhebt verleihen ihm eine solche Glaubwürdigkeit, das man ihm jedes Wort abkauft. In meinen Augen ist er der heimliche Star der Show, und auch wenn ich mich jett vielleicht ein bisschen weit aus dem Fenster lehne, behaupte ich, das er in aller spätestens zwei Jahren World Champion sein wird. Meine persönliche Neuentdeckung des Jahres ist Jinder Mahal. Auch wenn seine On Air Zeit bisher knapp bemessen war, finde ich, das man schon in dieser kurzen Zeit erkennen konnte, das der Typ echte Starqualitäten hat. Schaut man sich an wie er sich vor der Kamera präsentiert, könnte man glatt glauben einen alten Hasen vor sich zu haben, denn Jinder zeigt nicht mal im Ansatz so etwas wie Lampenfieber. Auch am Mikrofon überzeugt er mit einer klaren, deutlichen Aussprache( woran sich R-Truth mal ein Beispiel nehmen könnte...). Soweit ich das beurteilen kann, stehen seine ringerischen Fähigkeiten seinem Auftreten in nichts nach, denn was ich bis jetzt gesehen habe, war absolut souverän und technisch einwandfrei. Davon könnte sich Sin Cara ein paar Scheiben abschneiden, da der ja pro Auftritt mindestens eine Aktion gnadenlos versemmelt, egal wie lang oder kurz dieser Auftritt auch immer sein mag....
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#2
Wieder mal toll geschrieben! Daumen hoch

Was das Faceproblem bei SD! betrifft da gibts für mich derzeit auch fast keine Kanditaten die man turnen könnte!
Justin Gabriel wäre sicher eine gute Wahl, aber ihn könnte ich mir höchstens im Kampf um den IC Titel vorstellen also in der Midcard!
Ansonsten könnte man es mit Sheamus versuchen, denn ich denke schon das er vielleicht als Face over kommen könnte! Auch Wade Barrett und Ted DiBiase wären eine Möglichkeit aber ihn absehbarer Zeit wird man bei denen nicht mit einem Turn rechnen können!
Und so wird der Titelkampf doch ziemlich langweilig werden ihn nächster Zeit, denn Orton wird den Gürtel nicht so schnell abgeben!

Auch bei WWE Superstars muss ich dir recht geben, die Sendung ist seit Wochen wieder sehr gut!
Deswegen hoffe ich auch das einige wie Zack Ryder, Curt Hawkins oder Tyson Kidd irgendwann einen größeren Push kriegen! Nur hoffe ich das man sich jetzt mal entscheidet wer der Manager von Kidd sein soll, denn jede Woche ein anderer Manager das finde ich ein wenig lächerlich!
Matt Striker dürfte aber an der Seite von Kidd schon gut passen!

Daniel Bryan sollte man unbedingt ein neues Theme und ein neues Gimmick verpassen! Denn jedesmal wenn er in die Halle kommt zieht er ja überhaupt keine Pops bei der Crowd!
Ich hoffe mal das er von der Fehde gegen Cody Rhodes profitieren kann! Und Codys Push geht hoffentlich auch weiter in dem er den MitB Koffer gewinnt! Ich könnte ihn mir gut als WHC vorstellen!

Von Jinder Mahal habe ich bisher noch nicht so viel gesehen außer das Match von letzter Woche gegen Yoshi Tatsu und das ging nur knapp über 1 Minute!
Aber ich denke das auch er sich durchsetzen kann beim blauen Brand! Aber was mich am meißten freut ist das The Great Khali wieder Heel ist, denn als Punjabi Playboy mochte ich ihn überhaupt nicht! Ich hoffe mal er kann wieder an die Zeiten von 2006/2007 anknüpfen als er zb gegen den Undertaker oder Batista fehdete!
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#3
Sehr schöne und interessante Zusammenfassung. Vielen Dank peeps!

Lässt sich teilweise sehr gut und flüssig lesen. Ein paar Fehler bringen das Lesen leider etwas ins Haken, aber alles ist sehr schlüssig!

Ich bin eigentlich genau deiner Meinung, in wirklich allen Punkten, deshalb kann ich jetzt leider nicht zu ner Diskussion anregen Smile
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