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Sammelklage gegen WWE aufgrund von Kopfverletzungen eingereicht
#1
Gegen WWE wurde nun eine Sammelklage eingereicht. Die Klage geht darum das WWE sich nicht ausreichend um Kopfverletzungen gekuemmert haette. Ausserdem seien die Performer nicht ausreichend informiert worden ueber die Gefahren von Gehirnerschuetterungen und Kopfverletzungen.

Interessanter wie der Punkt ist, die Anklage weisst auch auf den Rechtsstatus der Performer hin, dass WWE eben die Wrestler als “Independent Contractor“ fuehrt, und nicht als “Angestellte“. Der Punkt ist viel interessanter als der Vorwurf mit den Kopfverletzungen.

WWE gab folgendes Statement bekannt:
"This is another ridiculous attempt by the same attorney who has previously filed class action lawsuits against WWE, both of which have been dismissed. A federal judge has already found that this lawyer made patently false allegations about WWE, and this is more of the same. We’re confident this lawsuit will suffer the same fate as his prior attempts and be dismissed."

Der Anwalt von dem WWE redet ist Konstantine Kyros, der bereits eine Klage gehabt hat. Seit dem NFL Skandal um Gehirnerschuetterung steht WWE auch im Fokus was Kopfverletzungen betrifft. Seither hatte WWE auch die Medizinischen Kontrollen verschaerft.

Die bisherigen Klagen von Billy Jack Haynes und Vito VoGrosso waren wenig erfolgreich. Und auch die Chancen dieser Klage stehen sehr schlecht. Die Klaeger muessen beweisen das WWE was falsch gemacht hat, und dass dort die Arbeitsumgebung unsicherer ist als sonst wo im Pro Wrestling. Nach all den Jahren unmoeglich, und letzter Punkt natuerlich ohnehin Bloedsinn. In einem Einzelfall bei einer bestimmten Aktion, ja das waere Moeglich da WWE eine Schuld nachzuweisen, aber nicht so und nach so langer Zeit.

Der Unterschied zu den vorherigen Klagen ist nun, hier handelt es sich um eine Sammelklage. Die folgenden Wrestler sind daran beteiligt.
[Bild: http://i.imgur.com/c57IuwM.jpg]

Ist schon lustig wer da alles aufgelistet ist, zum teil hypokritisch und lachhaft…ich meine JIMMY FUCKING SNUKA, der selbst gerade einer Verurteilung eines Mordes dadurch entkam, das er geistig nicht mehr zurechnungsfaehig ist, verklagt WWE? WHAT? Die Klage wird natürlich erfolglos sein.
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#2
ich frag mich ja was die Hebners darin zu suchen haben, ja sie haben mal nen Move oder 2 abbekommen, aber im ernst, das soll genügen? Witzlose Klage und was typisch Amerikanisches
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#3
Zumindest kann man einige von der Liste streichen, die als potentielle Returner zum Darft zurückkommen Breites Grinsen

Ich bezweifle, dass die WWE schlechter informiert als andere Promos.
Wenn die Wrestler "freie Agenten" sind, sind die quasi selbstständig und müssen sich um ihr eigen Wohl kümmern (WWE natürlich auch) aber die Wrestler wissen um die Gefahren ihres Berufes und es ist halt ein Berufsrisiko.

Wie ist es denn im Boxen oder MMA? Im Prinzip noch krasser für den Kopf.
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#4
Zitat:Zumindest kann man einige von der Liste streichen, die als potentielle Returner zum Darft zurückkommen
Und in die WWE Hall of Shame aufgenommen werden…. ;)


Zitat:Wenn die Wrestler "freie Agenten" sind, sind die quasi selbstständig und müssen sich um ihr eigen Wohl kümmern (WWE natürlich auch) aber die Wrestler wissen um die Gefahren ihres Berufes und es ist halt ein Berufsrisiko.
Der Arbeitgeber hat schon eine Verantwortung gegenueber den Angestellten/freien Mitarbeitern. Wenn sie nachweisen koennen, das WWE fahrlaessig gehandelt hat, oder das WWE Druck aussuebt bestimmte Spots zu zeigen (was WWE schon gemacht hat), dann koennte ein Gericht fuer sie entscheiden.

Das Problem ist aber, das die meisten Wrestler bei DUTZENDEN Promotions antraten, zum Teil nur sehr kurz bei WWE waren. Wenn sie einen Schaden davon getragen haben, muessten sie beweissen das der Schaden bei WWE entstanden ist, und nicht woanders. Wie gesagt, bei einem bestimmten Spot (zum Beispiel, der damalige Marty Jannetty-Chuck Austin Unfall, Owen Hart…), ist das leicht, und WWE Schuld. Aber Jahre spaeter das zu beweisen, das bleibende Kopfschaeden von WWE sind, und nicht woanders her, wird unmoeglich sein. Die Frage ist auch, warum haben sie nicht direkt geklagt? ;)


Zu dem freien Angestellten/Angestellten Verhaeltnis bei WWE wurde auch schon viel gesagt, es ist ein Witz das WWE ihre Wrestler als freie Angestellte einstuft. Sie haben alle Pflichten eines Angestellten, aber nur die Rechte eines freien Angestellten. Dagegen sollte geklagt werden, da wuerde man locker Recht bekommen.


Und zum Berufsrisiko, klar ist Professional Wrestler ein Beruf bei dem man ein hohes Verletzungsrisiko hat. Aber die Langzeitschaeden haben sich verschoben in den letzten Jahrzehnten! Hatten Pro Wrestler bis in die 90er Jahre noch vorallem mit Knie und Rueckenproblemen zu kaempfen, sind es heute vorallem Ruecken, Schulter, Nacken und Kopfprobleme. Das ist der veraenderte Stil, schneller, spektakulaerer, Spotlastiger.


Zitat:Wie ist es denn im Boxen oder MMA? Im Prinzip noch krasser für den Kopf.
Nicht unbedingt.

Im Boxen ist das Problem das es den 10 Count gibt, ein Boxer kann mehrmals zu Boden geknockt werden, und der Fight geht weiter. Die Kopfverletzungen und die Langzeitschaeden am Gehirn die dadurch im Boxen entstehen sind enorm. Die gepolsterten Handschuhe tuen ihr uebriges dazu. Die schuetzen die Haende, aber nicht den Kopf.


Im MMA ist es “ etwas besser“ (bessere Erklaerung waere “weniger schlecht“). Im MMA gibt es keinen 10 Count, und keine grossen Handschuhe. Wenn es einen Knockdown im MMA gibt, ist die Wahrscheinlichkeit viel hoeher das der Fight beendet wird, und dadurch weniger Schlaege zum Kopf entstehen als im Boxen. Natuerlich entstehen auch hier Langzeitschaeden, aber weniger wie im Boxen.


Das Pro Wrestling SOLLTE viel safer sein, ist es aber nicht zwangslauefig, das kommt auf den Stil und den Wrestler an. Manche Spots fuehren dazu, dass das Gehirn noch schlimmer beschaedigt wird wie im Boxen oder MMA. Das hat zum Beispiel Chris Benoit Eindrucksvoll bewiesen. Ein Wrestler tritt haeufiger an, manchmal 4-5 Mal die Woche. Wenn er wie Benoit, einen bescheuerten Spot wie den Flying Headbutt in so gut wie jedem Match zeigt, was Benoit machte, dann ist sein Gehirn irgendwann “Brei, und er hat das Gehirn eines 80 jaehrigen Allzeimer Patienten“, wie es damals der Gerichtsmediziner ausdrueckte. Benoit hat sich im Prinzip in fast jedem Match, mehrmals in der Woche, ueber ein Jahrzehnt, kleine Gehirnerschuetterungen zugezogen. Das Ergebnis ist bekannt.

Perfektes Beispiel waere auch der stiffe Japanische Stil, dem viele zum Opfer gefallen sind, von Mitsuharu Misawa bis Shinya Hashimoto oder Yoshihiro Takayama.

Es sollte mal eine (unabhaengige!) Studie dazu geben, wie es etwa im Football oder Hockey jetzt der Fall ist. Das wuerde ich durchaus in der Verantwortung von WWE auch sehen, die Betonung liegt aber auf “unabhaengig“. Wird es natuerlich nicht geben, aber manchmal darf man ja auch mal eine Utopie auessern... ;)
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#5
Ich finde es eher kurios, dass Wrestler wie Sabu oder Shane Douglas die WWE wegen dieser Geschichte verlagen, aber die krassesten Sachen gemacht haben, als sie bei der ECW waren. Solche Matches gab es bei der WWE selten, wie früher bei der ECW.
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#6
ECW gehört mittlerweile ja auch der WWE und Douglas hat ohnehin keine guten Erinnerungen am seine WWE Zeit. Vielleicht will er so nochmal ein paar Dollar bekommen
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#7
Klar, genau das. Es geht hier nur um Kohle, und nicht um die Sache. Ist zumindest mein Eindruck.
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#8
Zitat:Original von Zar
Klar, genau das. Es geht hier nur um Kohle, und nicht um die Sache. Ist zumindest mein Eindruck.

Living the american dream
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