13.05.2003, 01:06
Zitat:Original von RDLA
Aber zu Aussage von dks, dass es tarurig ist, dass wir heute Drogen brauchen, will ich nur sagen, dass die Menschen schon immer Drogen verwendet habe, um sich besser zu fühlen und dies lange Zeit auch als völlig normal galt. Nur heute hat sich in diesem Denken halt einiges geändert, wobei ich nicht ausschließen will, dass es auch früher schon "böse" Drogen und "gute" Drogen gegeben hat.
ist mir durchaus bewusst, aber wie gesagt, durch einige veränderungen der Weltpolitik zwischen 1930 und 1950 (oder so...), den bekannten WAR on Drugs, hat sich die Meinung in der öffentlichkeit gegenüber Rauschmitteln deutlich verschlechtert. nicht zuletzt wurden zu dieser Zeit viele (schlechte) Gesetzte (und vorurteile) gegen Drogen erlassen, weltweit.
das traurige ist, wie die 'drogen' heute eingesetzt werden. nicht als bewusstseinserweiterung oder zum blossen 'gut fühlen'. vielmehr ist es heute die flucht vor dem alltag, dem stress und dem sich immer schlecht fühlen. das zeigt auf, wo es bei uns wirklich krankt:
ich hatte letzthin in Zürich eine Diskussion mit einem wildfremden Mann. Er war aus Ägypten eingreist und erzählte mir von seinem aufregenden Leben. Er hatte einiges mitgemacht, bevor er seine Ruhe in der Schweiz fand. Er sagte mir, dass es niergends einen sichereren Platz gäbe, als in der Schweiz. Hier sei alles gut. Er erzählte mir auch von seiner Familie. Und ganz nebenbei erklärte er einen bedeutenden unterschied. Als er zuhause krank im spital lag, da wurde er am ersten Tag besucht. von allen seinen bekannten und verwandten. Er musste lachen, sie waren nämlich alle da, um ihn aufzumuntern. und nur deswegen waren sie da. als er allerdings hier in der schweiz, schon 10 jahre hier lebend, ins krankenhaus eingeliefert wurde, da kam die ersten drei Tage niemand. es gab ein paar telefonate, in dennen kam aber nur heraus, dass man keine zeit hatte. und da krankt es meiner meinung nach, wir haben so viel zu tun, dass irgendwie, schwer zu erklären, die Menschlichkeit (oder innere Wärme) zu oft auf der Strecke bleibt.
so, ich will hier nicht die grosse Disskusion über den verfall der Menschlichkeit vom Zaune brechen, aber suicid Rate unter jugendlichen und hochkonjuktur bei Pschologen und Psychiatern geben mir recht...
Zitat:Aber wie gesagt, do whatever you liek to do. Und in diesem Sinne Prost, denn ich geh heute abend erstmal gut einen Trinken.
In diesem Sinne
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